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DFB-Team: Ohne Kimmich, Tah und Co.! Sieht so Klopps revolutionäre EM-Elf 2028 aus?

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

RAN FUSSBALL: U21

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Videoclip • 45 Sek


Die ersten Casting-Wochen mit Jürgen Klopp beim DFB-Team sind vorbei. Und bereits jetzt sind zahlreiche Diskussionen darüber ausgebrochen, wie die Zukunft aussieht. ran schaut sich an, wie eine revolutionäre Nationalelf bei der EM 2028 aussehen könnte.

Ergebnistechnisch war die erste Länderspielpause für das neue DFB-Team unter Jürgen Klopp noch kein echter Erfolg. Nur ein Sieg gegen schwache Serben steht zu Buche. Dazu zwei Remis und eine Niederlage.

Für den Bundestrainer ist das aber deutlich weniger wichtig als es derzeit öffentlich diskutiert wurde. Er betonte mehrfach, dass die Ergebnisse für seine wichtigsten Beobachtungen erstmal keine Rolle spielen.

"Wir haben in den zwei Wochen ganz viele Nationalspieler gesehen. Jeder hat sich gezeigt, alle hatten ihre Berechtigung", erklärte er nach seinem XXL-Casting bei "RTL". Einige junge Spieler brachten frischen Wind, einige ältere Spieler sind in aller Öffentlichkeit teilweise heftig in die Kritik geraten.

So wurde besipielsweise diskutiert, ob es Kapitän Joshua Kimmich überhaupt noch beim DFB braucht. Doch wie könnte so eine frische, neue, fast schon revolutionäre Elf im Jahr 2028 aussehen, wenn Deutschland bei der EM wieder angreifen will?

ran hat sich die Positionen in Klopps 4-3-3 mal genauer angesehen.

Torhüter: Talent im Überfluss, aber einer scheint der Favorit zu sein

Wer sein Comeback im DFB-Team nicht so wirklich nutzen konnte, ist Marc-Andre ter Stegen. Der einstige Barca-Keeper wirkte unsicher. Auch Oliver Baumann scheint keine Rolle mehr zu spielen, was den Weg freimacht für die jungen Talente.

Davon hat Deutschland so einige. Allen voran dürften hier aber Noah Atubolu und Jonas Urbig auf der Liste stehen. Ersterer hat beim DFB bisher noch keine große Chance bekommen, Letzterer gilt spätestens nach seinen guten Auftritten im zweiten Nations-League-Kader als Favorit für die Zukunft.

Urbigs größtes Problem ist, dass er im Verein immer noch Manuel Neuer vor sich hat. Das heißt, es könnte im kommenden Jahr noch Chancen für Alexander Nübel, Finn Dahmen oder eben ter Stegen geben, um Vertrauen aufzubauen. Ab Sommer ist dann Urbig wohl Stammtorhüter beim FC Bayern und damit auch in der bestmöglichen Position für die EM 2028.

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Außenverteidiger: Schon jetzt ein Duo mit Vorteilen – und ein Talent in der Hinterhand

Auf den defensiven Außenbahnen ist der Pool an Spielern nicht ganz so üppig wie im Tor. Umso erfreulicher war es für Klopp, dass rechts Philipp Treu auf sich aufmerksam machen konnte. Der 25-Jährige ist zwar kein junges Talent mehr, aber ein Neuzugang im DFB-Kader.

Mit Tempo, Offensivdynamik und viel Laufarbeit machte er auf sich aufmerksam. Links hinten hat Nathaniel Brown die besten Chancen auf einen Stammplatz. Spannend ist perspektivisch zudem der Blick auf Elias Baum, der in der U21 rechts hinten verteidigt. Der Frankfurter zählt zu den vielversprechendsten jungen Spielern, ist spielstark und technisch sehr versiert.

Innenverteidigung: Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah müssen sich strecken

Nico Schlotterbeck dürfte in einer potenziellen EM-Startelf gesetzt sein. Der 26-Jährige bringt mit dem Ball am Fuß Fähigkeiten mit, die so kein anderer auf diesem Niveau hat. Auch Jonathan Tah hat ein gutes Standing, wird 2028 aber bereits 32 sein.

Alternativen hat Klopp in jedem Fall: Yann Aurel Bisseck und Malick Thiaw konnten schon DFB-Erfahrung sammeln. Mit dabei waren in dieser Länderspielpause Max Rosenfelder und Finn Jeltsch, zwei moderne Innenverteidiger mit viel Potenzial.

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Zentrales Mittelfeld: Die Causa Kimmich

Viel Potenzial gibt es auch im zentralen Mittelfeld. Hier gelten spätestens nach dem starken Serbien-Auftritt und der guten ersten Halbzeit in Griechenland Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Florian Wirtz als das Dreiergespann der Zukunft in Klopps 4-3-3.

Ob der aber wirklich seinen Kapitän absägen wird? Zweifelhaft. In der öffentlichen Debatte wird gerade auch einiges miteinander vermischt. Klar ist aber, dass Klopp die Qual der Wahl hat. Felix Nmecha gibt es schließlich auch noch und Angelo Stiller wurde nicht mal nominiert.

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Jürgen Klopp und Joshua Kimmich.

Bild: Sportfoto Rudel


Offensive Außenbahnen: Die größte Veränderung?

Während der ersten Klopp-Länderspielpause durften sich auch offensiv einige Spieler zeigen. Karim Adeyemi konnte seinen Rückenwind vom FC Barcelona noch nicht wirklich mitnehmen und auch Kevin Schade hatte Schwierigkeiten.

Umso positiver fiel die Leistung von Derry Scherhant auf, der mit Tempo, Mut und viel Torgefahr glänzte. Tempo ist Klopp ohnehin wichtig, weshalb auch Lennart Karl und Said El Mala natürlich eine Rolle für das EM-Team spielen können und vermutlich werden.

Für die älteren Semester rund um Serge Gnabry oder den nicht nominierten Leroy Sane wird es derweil schwer.

Die Neunerfrage im DFB-Team

Schwer hat es Klopp weiterhin auf der Neunerposition. Verschiedene Spielertypen sind dabei weniger das Problem. Nick Woltemade ist ein technisch feiner Wand- und Kombinationsspieler. Kai Havertz passt gut zu schnellem Pass- und Offensivspiel.

Aber so richtig treffsicher ist bisher niemand. Hoffnung gibt es noch bei Nicolo Tresoldi aus der U21, doch der hat sich noch nicht entschieden, für welchen Verband er spielen möchte. Einen deutschen Harry Kane oder Erling Haaland wird es vorerst aber ohnehin nicht geben. Für Klopp bleibt die Offensive ein ganzheitliches Puzzle statt der Ausrichtung auf einen Star.

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Wie geht es weiter mit Jamal Musiala?

Ein Spieler kann zudem noch alle Planungen über den Haufen werfen. Wie geht es weiter mit Jamal Musiala? Der Bayern-Star ist aktuell mal wieder verletzt. Kommt er aber wieder in seine beste Verfassung, ist er ein klarer Startelfkandidat. Nur wo?

Im 4-3-3 gibt es keinen klaren Zehner. Wirtz spielte zuletzt auf der Acht. Würde man Musiala ebenfalls als Achter aufstellen, wäre das wohl zu offensiv. Schon Julian Nagelsmann hatte mit dieser Herausforderung zu kämpfen. Seine Lösung war es, einen der beiden außen aufzustellen und von dort einrücken zu lassen.

Geht Klopp einen ähnlichen Weg? Und welche Spieler werden stattdessen auf der Bank sitzen? Fragen, die sich wohl der eine oder andere Trainer gerne stellen würde. Aber Fragen, die auch über Erfolg und Misserfolg entscheiden können. Für Klopp aber sieht die Zukunft nicht allzu schlecht aus.

Eine potenzielle Elf für die EM könnte selbst ohne alte Hasen schon vielversprechend aussehen: Urbig – Treu (Baum), Thiaw, Bisseck (Jeltsch), Brown – Pavlovic – Bischof, Wirtz – Musiala (Adeyemi), Havertz, Scherhant.

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