Fußball
DFB-Team und U21: Die deutschen Mittelstürmer im Check - Ranking mit Havertz, Woltemade, Tresoldi und Co.
RAN FUSSBALL: U21
U21-Highlights: Deutschland vs. Georgien
Videoclip • 02:16 Min
Der deutsche Fußball sucht seinen neuen Super-Neuner. In der abgelaufenen Länderspielphase konnten sich sowohl in der A-Nationalmannschaft als auch in der U21 mehrere Kandidaten zeigen - mit unterschiedlichem Ausgang. ran beleuchtet die Leistungen genauer und rankt die Kandidaten.
An großartigen Mittelstürmern mangelte es dem deutschen Fußball über Jahrzehnte eigentlich nie. Ob Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Klaus Allofs, Jürgen Klinsmann, Rudi Völler oder Miroslav Klose - sie alle schossen Tore im Überfluss im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.
Doch die Dichte an herausragenden Neunern hat in den vergangenen Jahren spürbar abgenommen. Zwischendurch sprang auch der DFB auf den Zug der "falschen Neun" auf, in der Ausbildung wurde das Profil des klassischen Knipsers vernachlässigt oder nur noch stiefmütterlich behandelt.
Inzwischen aber gibt es zumindest quantitativ wieder einiges an Auswahl für den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. In seiner ersten Länderspielphase nominierte der neue Bundestrainer vier Mittelstürmer für seine beiden insgesamt 44 Mann starken Kader. Außerdem hat auch die U21 noch ein interessantes Trio in der Hinterhand.
Sie alle sammelten in den jüngsten Länderspielen Einsatzminuten. Wer konnte dabei überzeugen und seine Position stärken? Wer hat das Zeug dazu, in den kommenden Jahren die A-Lösung im Sturmzentrum des DFB-Teams zu sein? Und wer könnte noch dazukommen? ran rankt die Angreifer.
Kommende Fußball-Livestreams auf Joyn
Bald verfügbarFreitag, 09.10. 20:15 • Fussball
Frauen-Länderspiel live: Deutschland - Australien
140 Min
Bald verfügbarFreitag, 09.10. 20:15 • Fussball
Frauen-Länderspiel live: Deutschland - Australien
140 Min
Bald verfügbarFreitag, 09.10. 23:10 • Fussball
Sportschau im Stream: Highlights Dortmund - Werder
45 Min
Bald verfügbarFreitag, 09.10. 23:10 • Fussball
Sportschau im Stream: Highlights Dortmund - Werder
45 Min
Bald verfügbarSamstag, 10.10. 13:55 • Fussball
Regionalliga Bayern live: Illertissen - 1860 München
125 Min
Bald verfügbarSamstag, 10.10. 13:55 • Fussball
Regionalliga Bayern live: Illertissen - 1860 München
125 Min
10. Niclas Füllkrug (A-Nationalmannschaft; Werder Bremen)
Bei der WM 2022 und bei der EM 2024 überzeugte Füllkrug als Edeljoker, seine Länderspiel-Bilanz ist mit 14 Toren bei 24 Einsätzen stark. Bei West Ham United und der AC Mailand lief es nicht rund für den 33-Jährigen, der auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte.
Aktuell ist Füllkrug zurück bei Werder Bremen. Findet er zu seiner alten Treffsicherheit zurück, könnte er auch wieder ein Kandidat für Klopp werden. Die Zukunft im Sturmzentrum des DFB-Teams gehört aber zweifellos anderen Spielern.
9. Tim Kleindienst (A-Nationalmannschaft; Borussia Mönchengladbach)
Sein letztes Länderspiele absolvierte Kleindienst im Frühjahr 2025, im Anschluss war er verletzt und verpasste neben nahezu der gesamten vergangenen Saison auch die WM in diesem Sommer.
Aktuell scheint die Nationalmannschaft ein ganzes Stück weit weg für den Gladbacher, aber die Tür ist für den 31-Jährigen sicherlich nicht ganz zu.
8. Deniz Undav (A-Nationalmannschaft; VfB Stuttgart)
Undav ist der schwierigste Fall unter allen Kandidaten. Der Stuttgarter ist Publikumsliebling, bei der WM überzeugte er mit seinem Torriecher.
Trotzdem setzte ihn Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nur als Joker ein. Klopp nominierte Undav nun erst gar nicht für seinen ersten Kader. Es bleibt daher abzuwarten, ob Undav in Zukunft eine Rolle im DFB-Team spielen kann.
7. Dzenan Pejcinovic (U21; VfB Stuttgart)
Mit einem Doppelpack schoss Dzenan Pejcinovic die deutsche U21 zum 2:0-Sieg gegen Georgien und damit zur Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Jahr.
Auch wenn der Führungstreffer aus Sicht von Pejcinovic glücklich war - er fälschte einen Schuss von Noah Darvich ins Tor ab - setzte der Stuttgarter Stürmer ein Ausrufezeichen.
So wie gleich in seinem ersten Spiel für den VfB Stuttgart, im DFB-Pokal erzielte er beim Drittligisten Hansa Rostock einen Dreierpack. Es blieben aber seine bislang einzigen Treffer im Trikot der Schwaben.
In der U21 von Trainer Antonio di Salvo stand der 21-Jährige dennoch immer von Beginn an auf dem Platz, allerdings eher als hängende Spitze hinter Nicolo Tresoldi.
Dabei präsentierte er sich mannschaftsdienlich und schaffte Räume. Außerdem kreierte er gute Pressingaktionen. Klopp dürfte genau hingeschaut haben, eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft erscheint mittelfristig nicht unwahrscheinlich.
6. Younes Ebnoutalib (A-Nationalmannschaft; Eintracht Frankfurt)
Younes Ebnoutalib war einer der Profiteure von Klopps revolutionärer Herangehensweise mit zwei Kadern. Der Frankfurter wurde erstmals nominiert und feierte beim 1:1 im Auswärtsspiel in den Niederlanden als Joker sein DFB-Debüt. Bei der Niederlage gegen Griechenland durfte er sogar von Beginn an ran und ersetzt den verletzten Kai Havertz.
Gegen die Niederlande brachte der 23-Jährige direkt Schwung und hatte kurz nach seiner Einwechslung bereits eine gute Chance. Er setzte seine 1,91 Meter gut ein und konnte mit seiner physischen Präsenz auch einen Virgil van Dijk vor Probleme stellen.
Gegen Griechenland hatte Ebnoutalib einen schweren Stand. Er war der Leidtragende vom behäbigen deutschen Offensivspiel, das kaum den Weg in den Strafraum fand. Zwei eher ungefährliche Torschüsse und nur 25 Ballaktionen sprechen eine deutliche Sprache.
Dennoch dürfte der gebürtige Frankfurter auch künftig eine Rolle in den Planungen von Klopp spielen. Bei der Eintracht ist er unter Trainer Adi Hütter gesetzt und trifft zuverlässig. Mit 23 Jahren ist er zudem in einem Alter, in dem seine Entwicklung womöglich noch nicht zu Ende ist.
Younes Ebnoutalib absolvierte unter Klopp seine ersten beiden Länderspiele für Deutschland
Bild: Kirchner-Media
5. Jonathan Burkardt (A-Nationalmannschaft; Eintracht Frankfurt)
Bei Ebnoutalibs Vereinskollegen Jonathan Burkardt ist die Lage recht ähnlich. Auch er ist im Klub gesetzt, weil Hütter mit einer Doppelspitze agieren lässt. Und auch Burkardt hat in dieser Saison schon mehrere Treffer erzielt. Aber ist im Nationalteam wirklich Platz für beide Frankfurter?
Was aktuell für Burkardt spricht, ist seine größere Erfahrung sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Bühne. Über 160 Bundesligaspiele für Mainz 05 und die Eintracht, dazu fünf Einsätze in der Champions League. Eigentlich sollte er im zweiten Kader des DFB-Teams für die aktuelle Periode stehen, wurde dann aber schon für das erste Griechenland-Spiel für Havertz nachnominiert.
Klopp setzte Burkardt zweimal als Joker ein, Eigenwerbung konnte er dabei aber nicht betreiben. Sowohl in den gut 25 Minuten gegen Griechenland als auch in der Viertelstunde gegen Serbien blieb er weitestgehend blass und ohne Einfluss aufs Spiel.
In Griechenland rückte er in die Startelf und rieb sich an der Abwehr der Gastgeber auf. Pech für Burkardt, dass sein Tor in der ersten Halbzeit wegen eines Handspiels von Tom Bischof zurückgenommen wurde.
Nach einer Stunde wurde der Frankfurter ausgewechselt. Dass er in diesem Ranking vor Ebnoutalib liegt, kann als Momentaufnahme verstanden werden, die sich schnell ändern kann.
Mehr Fußball-Videos

RAN FUSSBALL: U21
U21 - Pejcinovic über Tore-Klau: "Unglücklich für Darvich"
Videoclip • 04:54 Min

RAN FUSSBALL: U21
U21: In Müller-Manier! Pejcinovic knippst für Deutschland
Videoclip • 01:36 Min

RAN FUSSBALL: U21
U21 - Di Salvo überglücklich: EM-Teilnahme perfekt!
Videoclip • 01:27 Min
4. Nick Woltemade (A-Nationalmannschaft; Juventus Turin)
Es lief schon einmal besser für Nick Woltemade. Vor gut einem Jahr eroberte er mit starken Leistungen bei Newcastle United die Premier League im Sturm, inzwischen ist er Joker bei Juventus Turin. Klopp hätte durchaus genug Argumente finden können, auf den Angreifer zu verzichten.
Doch er berief Woltemade nicht nur in seinen Kader, sondern brachte ihn gegen Serbien von Beginn an. Zwar gelang dem großen Blonden trotz einer fast hundertprozentigen Chance wieder kein Tor. Aber er war sehr fleißig, setzte immer wieder nach und sorgte allein mit seiner Präsenz im Angriffsdrittel für Gefahr.
In Griechenland kam "Big Nick" in der letzten halben Stunde für Bukardt und arbeitete sich wie der Frankfurter an dere griechischen Abwehr ab.
Wenn der 24-Jährige langfristig in der Sturmspitze den Stammplatz beanspruchen will, muss er seine Kernkompetenz wieder häufiger nachweisen: Und das sind nun mal Tore.
3. Paris Brunner (U21; AS Monaco)
So ein bisschen schien Paris Brunner nach seinem Abschied von Borussia Dortmund vor zwei Jahren in Vergessenheit zu geraten. Dann aber tauchte er zu Beginn dieser Saison wieder auf dem Radar auf - und wie! In den ersten fünf Ligaspielen erzielte der 20-Jährige für seinen Klub AS Monaco vier Treffer.
Auch in der U21 stellte er seine unglaubliche Frühform in dieser Saison unter Beweis. Gleich bei seinem Debüt für das Team von Antonio Di Salvo traf er in Lettland per Doppelpack. Gegen Georgien stand er in der Startelf. Brunner hatte einige Aktionen, so richtig viel gelang ihm bis zu seiner Auswechslung in der 65. Minute aber nicht.
Seinem ersten A-Länderspiel für Deutschland stehen allerdings noch zwei Hindernisse im Weg. Erstens dürfen ihm solche Ausraster wie die "Kopf-ab-Geste" im Spiel gegen Straßburg nicht mehr passieren. Zweitens muss er sich überhaupt erst einmal dafür entscheiden, auch A-Länderspiele für den DFB zu bestreiten. Noch hätte er auch die Möglichkeit, für die DR Kongo aufzulaufen - dem Geburtsland seiner Mutter.
Paris Brunner bejubelt seinen Debüttreffer für die U21
Bild: picture-alliance/dpa/SID/Oksana Dzadan
2. Nicolo Tresoldi (U21; FC Brügge)
Selbe Position, gleiches Problem: Auch Nicolo Tresoldi hat sich noch nicht entschieden, für welche A-Nationalmannschaft er auflaufen will. Der in Cagliari geborene Stürmer hat auch die Möglichkeit, für Italien zu spielen.
Bislang war er ausschließlich für deutsche U-Auswahlmannschaften aufgelaufen. So richtig empfohlen hat er sich aber erst in der vergangenen Saison, als er für den FC Brügge und die deutsche U21 Tore am Fließband erzielte.
Auch in dieser Spielzeit überzeugt der 22-Jährige mit Toren. Allein vier Treffer hat er in den letzten beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Lettland und Malta erzielt. Darüber hinaus macht er einen deutlichen reiferen Eindruck als der zwei Jahre jüngere Brunner.
Auch wenn ihm gegen Georgien kein Tor gelang und er den U21-Rekord von Pierre Littbarski vorerst verpasste, sollte Tresoldi schon bald ein Spieler für Klopp sein.
1. Kai Havertz (A-Nationalmannschaft; FC Arsenal)
Die größten Chancen, sich bei Jürgen Klopp als Sturmspitze zu etablieren, hat Kai Havertz. Daran ändert zumindest vorerst auch seine Verletzung nichts, die er sich im Auftaktspiel zur Nations League gegen die Niederlande zugezogen hat.
Er ist momentan nicht nur der erfahrenste, sondern auch vielfältigste Stürmer im deutschen Aufgebot. Kopfballstark, beidfüßig und mit einer besonderen Intelligenz im und um den gegnerischen Strafraum ausgestattet, verkörpert der gebürtige Aachener im DFB-Team am besten den modernen Stürmertypen.
Sollte der Profi des FC Arsenal bis zu den Länderspielen im November wieder fit werden, ist er für Klopp aller Voraussicht nach auf wieder die erste Wahl im Sturmzentrum.
Dir gefallen ran-News?
Mehr News zur Nations League

Nations League
Spanien setzt Weltrekord-Serie fort - Kane glänzt gegen Tschechien

Nations League
Nicht Kane oder Yamal: Olise ist aktuell der beste Spieler der Welt

Nations League
Nations League heute live: England vs. Tschechien, Kroatien vs. Spanien - Übertragungen im TV, Stream und Ticker

Nations League
Babbel: Diese U21-Spieler können auch Klopp helfen

Nations League
So erreicht Deutschland das Viertelfinale der Nations League

Nations League
Basler über Musiala und Wirtz beim DFB: "Zusammen keine Weltklasse"

















