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Jürgen Klopp nominiert DFB-Kader: Nicht Wirtz, nicht Havertz - England-Legionär spielt sich in den Fokus
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von ran.deran Fußball Bundesliga
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In wenigen Tagen gibt Bundestrainer Jürgen Klopp seinen ersten DFB-Kader bekannt. Einige Kandidaten konnten jüngst besonders überzeugen. In England macht ein Shootingstar auf sich aufmerksam.
Am 17. September ist es soweit: Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp gibt seinen ersten Kader für die anstehenden Spiele in der Nations League bekannt.
Bereits zum Bundesliga-Auftakt besuchte der 59-Jährige diverse Spiele. Einige DFB‑Kandidaten konnten so direkt vor den Augen des Bundestrainers Eigenwerbung betreiben.
Jürgen Klopp nominiert DFB-Team: Die spannendsten Kandidaten
Doch auch abseits davon drängten sich seither einige Spieler mit starken Leistungen für eine Nominierung auf.
ran zeigt, welche Anwärter für die deutsche Nationalmannschaft jüngst überzeugen konnten.
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Kevin Schade (FC Brentford)
Premier-League-Legionär Kevin Schade arbeitet aktuell hartnäckig an einem Platz im DFB‑Kader. Drei Tore in vier Spielen haben dafür gesorgt, dass der 24-Jährige zur Spitzengruppe der Premier-League-Torschützen gehört.
Am vergangenen Wochenende erzielte er beim 2:2 seines Teams in Bournemouth beide Treffer seines Teams. Der Linksaußen ist bei den Engländern gesetzt und zählt zu den Leistungsträgern.
Nach der Nichtnominierung für die WM will sich Schade unter Klopp nun in die Nationalelf zurückkämpfen. "Ich denke, die Karten sind neu gemischt. Jeder will sich zeigen, und natürlich will ich da wieder angreifen", erklärte er nach dem 7:0 im Testspiel gegen Eintracht Frankfurt.
Der Ex-Spieler des SC Freiburg debütierte im März 2023 für die deutsche Nationalmannschaft unter Hansi Flick. Seitdem kam Schade jedoch insgesamt nur auf fünf Kurzeinsätze bei gerade einmal 71 Einsatzminuten.
Der Ex-Freiburger überzeugt beim FC Brentford
Bild: Every Second Media
Paris Brunner (AS Monaco)
Starter Saisonstart von Paris Brunner. In der noch kurzen Saison durfte er sich bereits über fünf Tore in sechs Spielen freuen - und einige davon waren überaus schön anzusehen.
So geschehen auch am Wochenende gegen Racing Straßburg. Brunner überzeugte mit einem Sololauf durch die gegnerische Hälfte und hämmerte die Kugel aus rund 20 Metern in den Winkel.
Das Problem: Der 20-Jährige jubelte provokant vor den gegnerischen Fans. Nachdem er seine Hände an die Ohren gehalten hatte, machte er sogar die Kopf-ab-Geste. Nach starken sportlichen Leistungen alles andere als die richtige Reaktion.
2024 hatte Brunner Borussia Dortmund Richtung Monaco verlassen, wurde aber prompt für ein Jahr nach Belgien zu Cercle Brügge verliehen. Unter dem neuen Trainer Filipe Luis blüht er in Monacoo nun endgültig auf.
"Ich denke immer an die Nationalmannschaft", sagte der ehemalige U17-Weltmeister jüngst auf Nachfrage: "Meine Mutter ist Kongolesin und mein Vater ist Deutscher, aber darauf konzentriere ich mich nicht. Ich konzentriere mich ausschließlich auf meine aktuellen Leistungen, den Rest werden wir dann sehen."
Torschütze Paris Brunner
Bild: AFP/SID/VALERY HACHE
Karim Adeyemi (FC Barcelona)
Nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Barcelona kann Karim Adeyemi mit seinen Leistungen überzeugen. Beim 4:2-Sieg der Katalanen gegen UD Levante wurde der 24-Jährige in der 67. Minute eingewechselt und konnte sich in die Torschützenliste eintragen.
Kurz hinter der Mittellinie schnappte sich Adeyemi den Ball und dribbelte sich durch die Defensive. Zwei Verteidiger ließ er sehenswert stehen, ehe er den dritten Gegenspieler umspielte und die Kugel einschob. Für den Offensivspieler war es das dritte Tor im sechsten Einsatz für seinen neuen Klub.
Nachdem Adeyemi den WM-Kader von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann knapp verpasst hatte, hofft er unter Klopp nun auf eine neue Chance.
Niclas Füllkrug (Werder Bremen)
Niclas Füllkrug hat sich mit seiner Rückkehr zu Werder Bremen auch wieder in den Kreis möglicher DFB-Kandidaten gespielt.
Auch am vergangenen Wochenende trug sich der Routinier beim 1:1 der Werderaner beim 1. FC Köln wieder in die Torschützenliste ein.
Bereits zuvor hatte der 33-Jährige beim 3:1 gegen RB Leipzig erstmals seit seiner Rückkehr auch wieder in der Bundesliga getroffen. Und auch bei seinem Pflichtspiel-Comeback im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK hatte er Grund zur Freude.
Damit präsentiert sich der Angreifer nach schwierigen Jahren bei West Ham United und der AC Mailand wieder in deutlich besserer Verfassung. Im Sommer kehrte Füllkrug zunächst für ein Jahr auf Leihbasis zu Werder zurück. Trainer Daniel Thioune bezeichnete ihn bei seiner Verpflichtung als Soforthilfe und hob neben seiner Torgefahr auch seine Qualitäten als Führungsspieler hervor.
Auch für die Nationalmannschaft bringt Füllkrug reichlich Erfahrung mit. In 24 Länderspielen erzielte der Mittelstürmer 14 Treffer. Sein bislang letzter Einsatz für Deutschland datiert allerdings vom 8. Juni 2025.
Unter Jürgen Klopp könnte sich nun noch einmal eine neue Chance ergeben. Gerade als klassischer Strafraumstürmer bietet Füllkrug ein Profil, das im deutschen Kader nicht üppig besetzt ist.
Der Ex-DFB-Stürmer ist zurück in Bremen
Bild: IMAGO/Eibner
Phillip Tietz (1. FSV Mainz 05)
Könnte Phillip Tietz eine Lösung für das Stürmerproblem werden? Am vergangenen Wochenende verloren die Mainzer zwar mit 1:3 gegen Eintracht Frankfurt, den einzigen Treffer seines Teams markierte aber der 29-Jährige.
Bereits zuvor hatte Titz beim furiosen 5:0-Auswärtssieg der Mainzer beim Hamburger SV gleich doppelt genetzt. Damit setzt er seinen Erfolgslauf fort. Auch im Pokal gegen Oberligist VfB Krieschow (9:0) traf Tietz zuvor viermal.
Im vergangenen Winter war der Stürmer innerhalb der Bundesliga von Augsburg nach Mainz gewechselt. Unter Trainer Urs Fischer etablierte er sich als Stammspieler und erzielte in der Rückrunde fünf Tore.
Tietz setzt sich aber noch nicht mit dem Thema DFB-Team auseinander. "Dieses Thema ist ganz weit weg von mir. Da mache ich mir aktuell keine Gedanken drüber", sagte er gegenüber der "Bild". Auf die Frage, wie es denn wäre, wenn Klopp anrufen sollte, sagte er nur: "Das ist definitiv ein Traum von mir."
Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt)
Könnte auch Younes Ebnoutalib für Klopp eine Option werden? Der 22-Jährige von Eintracht Frankfurt sorgte mit drei Treffern am 1. Spieltag für Furore.
Obwohl Klopp zum Saisonstart Eintracht Frankfurt und somit auch Ebnoutalib einen Besuch abstattete, ist noch unklar, ob der gebürtige Frankfurter wirklich für das DFB-Team auflaufen wird, da er auch die marokkanische Staatsbürgerschaft besitzt.
Zwar berichtete die "Bild" zuletzt, dass Ebnoutalib bei einer Anfrage Klopps schwer "Nein" sagen könnte, allerdings verlor der DFB in den vergangenen Jahren immer wieder Talente an andere Verbände.
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Finn Dahmen (FC Augsburg)
Für eine Überraschung im DFB-Tor könnte in Zukunft womöglich Finn Dahmen sorgen.
Der Keeper der Augsburger überzeugte jüngst immer wieder mit starken Leistungen und hatte beispielsweise beim überraschenden 4:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt am zweiten Spieltag mit seinen acht Paraden maßgeblichen Anteil am Erfolg des FCA.
Bereits in der Woche zuvor lobte Augsburgs Trainer Manuel Baum auf der Pressekonferenz nach der Partie gegen Schalke seine Mannschaft und stellte Dahmen dabei explizit als einen der Spieler heraus, die "eine richtig tolle Leistung gezeigt haben".
Ein unbeschriebenes Blatt ist der Augsburger Torhüter beim DFB nicht. Unter Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann wurde er erstmals im August 2025 in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen und gehörte auch im Anschluss weitere Male zum Aufgebot. Zu einem Einsatz kam der Deutsch-Engländer dabei aber nicht.
Anton Kade (FC Augsburg)
Nach dem ersten Spiel gegen Schalke lobte Trainer Baum nicht nur Dahmen, sondern auch Anton Kade. Beim Sieg gegen Eintracht Frankfurt konnte der 22-Jährige allerdings nicht mitwirken. Und auch gegen Leverkusen am vergangenen Wochenende fehlte er verletzt.
Der 22-Jährige laboriert aktuell an einer Muskelverletzung. Zwar hat er laut Trainer Manuel Baum keine Schmerzen mehr, trainieren konnte er aber auch noch nicht. Vorerst das Ende seines Höhenflugs.
So bewies Kade schon gegen Schalke, was er draufhat. Die Anwesenheit des Bundestrainers am ersten Spieltag beflügelte den Shootingstar offenbar, wie er nach der Partie zugab: "Ich wusste vorher, dass er da ist."
Auf einen Anruf von Klopp wartete Kade zumindest zu jenem Zeitpunkt jedoch noch: "Ich hatte noch keinen Kontakt mit ihm."
30.08.2026,1. Spieltag,1. Bundesliga, FC Augsburg vs Schalke 04, WWK Arena Augsburg Fussball im Bild: Jubel zum 2:0 Anton Kade (FC Augsburg), Loris Karius (Schalke 04) leidet *** August 30, 2026, Matchday 1, Bundesliga 1, FC Augsburg vs. Schalke 04, WWK Arena Augsburg Soccer, Pictured: Celebrations after Anton Kade s 2-0 goal for FC Augsburg; Loris Karius of Schalke 04 looks dejected
Bild: Philippe Ruiz
Ridle Baku (RB Leipzig)
Die Rechtsverteidiger-Position ist seit Jahren eine Problemstelle im DFB-Team. Bei der WM setzte Ex-Bundestrainer Nagelsmann erneut auf die bewährte Notlösung mit Mittelfeldspieler Joshua Kimmich.
Ridle Baku erhielt keine Nominierung für die WM, will sich nun jedoch für die kommenden Länderspiele zurück in den Fokus spielen.
Am 2. Spieltag verlor er mit RB Leipzig gegen Werder Bremen mit 1:3. Die Leipziger machten generell keinen guten Eindruck, wobei Baku noch den Ehrentreffer erzielte und damit ein weiteres Ausrufezeichen setzte. Nach seinen beiden Toren in den ersten beiden Pflichtspielen steht er nun bei drei Saisontoren.
In Woche drei wurde er beim dominanten 5:0 gegen den HSV erst Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Kürzlich betonte der U21-Europameister von 2021 noch, dass ihm das Zuschauen bei der Weltmeisterschaft sehr schwergefallen sei, er nun aber voller Tatendrang sei. "Ja klar, da war man enttäuscht. Ich war im Urlaub, habe die Saison vorbereitet. Jetzt waren es sieben Wochen harte Vorbereitung. Wenn man so starten kann, dann ist man automatisch auf dem Radar", so Baku gegenüber der "Bild".
Kontakt zu Klopp gab es jedoch noch keinen: "Die Nummer habe ich, das kann ich sagen. Wenn er anruft, dann weiß ich, dass er es ist. Aber wie gesagt, ich kann es immer nur wiederholen: Ich muss meine Leistung bringen. Ohne Leistung wird es schwer."
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Said El Mala (1. FC Köln)
Nach einer überzeugenden Premieren-Saison in der Bundesliga und einem Sommer, der gefühlt täglich eine neue Wasserstandsmeldung im Transferpoker um Said El Mala mit sich brachte, folgte der große Knall.
Der 20-Jährige verließ den 1. FC Köln nicht etwa zu einem Topverein, sondern verlängerte vorzeitig seinen Vertrag bis 2031. "Die Nummer 13 geht, die Nummer 10 bleibt …", tönte der Offensivspieler, der nun die prestigeträchtige Nummer auf dem Rücken trägt, wie einst die Kölner Legenden Wolfgang Overath oder Lukas Podolski.
Statt überstürzt nach England oder zum BVB zu wechseln, bleibt der pfeilschnelle Angreifer weiterhin in der Domstadt. Am vergangenen Wochenende wurde er im Spiel gegen Werder Bremen in der 74. Minute eingewechselt.
Bei der Niederlage gegen den VfB Stuttgart (1:4) musste El Mala am zweiten Spieltag krankheitsbedingt aussetzen. Zuvor hatte er zum 3:2 über die TSG Hoffenheim ein Tor beigesteuert.
Nach der Nichtnominierung für die WM soll El Mala unter Klopp wohl eine tragende Rolle einnehmen. Laut "Sky" soll der Bundestrainer fest mit dem Kölner planen und ihn für die Nations-League-Spiele Ende September und Anfang Oktober nominieren wollen.
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