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FC Chelsea: 41 Spieler, zwei Oldies und ein neuer Boss: Xabi Alonso vor großer Aufgabe

Veröffentlicht:

von Mike Stiefelhagen

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 01:15 Min


Der neue Chelsea-Trainer Xabi Alonso soll aus einer Ansammlung hochveranlagter Einzelspieler endlich eine funktionierende Mannschaft formen. Dafür benötigt er jedoch nicht nur weitere Zugänge, sondern vor allem zahlreiche Abgänge.

Mit der Verpflichtung Jordan Hendersons hat Neu-TrainerXabi Alonso 41 Spieler im erweiterten Chelsea-Kader.

Der XXL-Kader ist das Ergebnis mehrerer Transferperioden. Seit der Übernahme durch das Investorenbündnis "BlueCo" und Todd Boehly in 2022 setzte Chelsea auf junge Spieler, lange Verträge und die Hoffnung Marktwerte entwickeln zu können.

Gleichzeitig kehrten zahlreiche Leihspieler zurück, während bereits frühzeitig vereinbarte Transfers wie die von Geovany Quenda, Emmanuel Emegha, Dastan Satpayev oder Denner wirksam wurden. Hinzu kamen die von Alonso gewünschten Verstärkungen für die neue Saison.

Zu den wichtigsten Neuverpflichtungen gehören Rekordtransfer Morgan Rogers, Marco Palestra, Maxence Lacroix, Valentin Barco, Danny Welbeck und Henderson. Rogers kostete 136 Millionen Euro und brach den Transferrekord für einen Engländer, Lacroix weitere 60 Millionen.

Barco wurde nach seiner starken Zeit bei "BlueCo"-Partnerklub Straßburg mit einem Vertrag bis 2033 ausgestattet. Emegha, Penders, Anselmino und Fofana markieren fünf Transfers zwischen Straßburg und Chelsea in diesem (bisherigen) Sommer.

Chelsea hat seinen Kader damit nicht nur vergrößert, sondern auf mehreren Positionen neue Hierarchien geschaffen.

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FC Chelsea: Xabi Alonso ist mehr als nur ein Trainer

Alonso weiß, dass dieser Zustand nicht Bestand haben kann. Chelsea spielt in der kommenden Saison nicht international und muss lediglich die Premier League sowie die beiden nationalen Pokalwettbewerbe bestreiten.

Der Spanier wollte zunächst keine ideale Kadergröße nennen, erklärte aber, die Gruppe dürfe weder zu groß noch zu klein sein. Bei den Innenverteidigern wurde er konkreter: Vier oder fünf sollen nach dem Ende des Transferfensters übrig bleiben. Derzeit sind es neun (!). Dazu kommen fünf Torhüter. Sieben Außenverteidiger. 13 Mittelfeldspieler und Acht Stürmer.

Eine neue Rolle für Alonso. Und damit neuer Druck. Die offizielle Amtsbezeichnung ist entscheidend. Chelsea verpflichtete Alonso nicht lediglich als "Head Coach", sondern als "Manager", wie in England Usus. Der 44-Jährige unterschrieb bis 2030 und soll stärker in die sportliche Entwicklung des gesamten Klubs eingebunden werden als seine Vorgänger.

Er besitzt dennoch keine vollständige Transferkontrolle. Die Sportdirektoren bleiben im Amt, Entscheidungen sollen gemeinsam getroffen werden.

Chelsea-Umbruch ohne Zeit

Alonsos wiederholt verwendetes Schlüsselwort lautet "Balance". Alonso sucht ein Gleichgewicht aus Technik, Athletik, Positionen, Charakteren und unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Er will kreative Spieler in passende Räume bringen, benötigt daneben aber Profis, die ein Spiel kontrollieren, Verantwortung übernehmen und taktische Vorgaben auch unter Druck einhalten können.

Das erklärt die Verbindung aus Rogers, Palestra oder Barco auf der einen sowie Henderson und Welbeck auf der anderen Seite.

Chelsea rückt deshalb nicht vollständig von seiner Talente-Strategie mit Stichwort Marktwertgenerierung ab. Der Klub ergänzt sie. Junge Spieler sollen weiterhin entwickelt werden, aber nicht mehr ohne erfahrene Führungskräfte. Alonso braucht kurzfristig Resultate, nachdem Chelsea die vergangene Saison auf Platz zehn beendete. Anders als in früheren "BlueCo"-Jahren soll nicht jeder Neuzugang erst in zwei oder drei Jahren seinen sportlichen Höchststand erreichen.

Eine Menge Wunschdenken bei einem so aufgeblähten Kader. Alonso könnte ohne Probleme vier bis fünf Teams aufstellen, ohne groß doppelt aufstellen zu müssen. Unruhe ist damit vorprogrammiert.

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Alonso-System soll flexibel bleiben

Alonso wird häufig mit seinem 3-4-2-1 aus Leverkusen verbunden. Dort sorgten drei aufbaustarke Innenverteidiger, hoch stehende Schienenspieler und zwei bewegliche Zehner für Überzahlsituationen. Der Spanier ist allerdings kein dogmatischer Trainer. "Sky Sports" berichtet, dass er auch bei Chelsea zwischen Dreier- und Viererkette wechseln möchte. Entscheidend sind für ihn die vorhandenen Spieler und die Anforderungen des jeweiligen Gegners.

In den ersten Testspielen begann Chelsea überwiegend mit einer Viererkette. Gegen Tottenham bildeten Palestra, Wesley Fofana, Levi Colwill und Jorrel Hato die Abwehr. Davor agierten Romeo Lavia und Dario Essugo, während Cole Palmer hinter Joao Pedro spielte. Beim ersten Test gegen die Western Sydney Wanderers hatte Alonso sogar einen stark verjüngten Kader eingesetzt. Die Vorbereitung dient ihm erkennbar als großes Auswahlverfahren.

Die neuen Außenverteidiger passen trotzdem hervorragend zu einer Dreierkette. Palestra kann rechts die gesamte Seite bearbeiten, Barco links offensiv spielen oder ins Mittelfeld einrücken.

Reece James beherrscht wiederum mehrere Rollen: rechter Innenverteidiger, klassischer Außenverteidiger oder zusätzlicher Mittelfeldspieler. Alonso hob hervor, dass James sowohl innen als auch außen angreifen könne und bestätigte ihn als Kapitän.

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Die zentralen Alonso-Figuren des neuen Chelsea

Reece James ist damit ein zentraler Bestandteil des Umbruchs. Alonso verwies auf dessen "Blue DNA" und seine taktische Vielseitigkeit. Auch Enzo Fernández soll bleiben. Der Argentinier war mit Real Madrid in Verbindung gebracht worden, doch Alonso führte bereits persönliche Gespräche mit ihm und erklärte öffentlich, er freue sich auf die gemeinsame Arbeit.

Noch überschwänglicher äußerte sich der Trainer über Moises Caicedo. Alonso bezeichnete den Ecuadorianer als einen der besten defensiven Mittelfeldspieler der Welt. Caicedo dürfte im Zentrum die wichtigste Absicherung übernehmen, während Enzo höher agiert und das Spiel aus dem linken Halbraum organisiert. Henderson und Lavia wären die erfahrene beziehungsweise spielstarke Alternative für unterschiedliche Spielphasen.

In der Offensive deutet vieles auf zwei freie Kreativspieler hinter Pedro hin. Palmer und Rogers könnten genau diese Positionen übernehmen. Alonso erklärte, er habe bereits einen Plan für das Duo und könne sich ihre Verbindung sehr gut vorstellen. Freiheit gibt es jedoch nur innerhalb fester Abläufe: "Disziplin gibt dir Freiheit", beschrieb der Manager seinen Ansatz.

Palmer, Rogers und die übrigen Angreifer müssen deshalb auch gegen den Ball konsequent mitarbeiten. Alonso bezeichnete Palmer als Führungsspieler auf dem Feld und sagte sinngemäß: Je besser Palmer sei, desto besser werde Chelsea sein.

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Chelsea muss Kader noch ausdünnen

Trevoh Chalobah steht nach übereinstimmenden Berichten bereits vor einem Wechsel zu Como. Die Italiener zahlen zunächst rund 30 Millionen Euro, weitere Bonuszahlungen sind möglich.

Weitere Innenverteidiger sollen folgen. Benoit Badiashile wird mit einem festen Abschied in Verbindung gebracht, Axel Disasi besitzt Interessenten in Italien. Auch die Zukunft von Aaron Anselmino, Mamadou Sarr und Tosin Adarabioyo soll nicht bei Chelsea liegen.

Im Sturm ist die Situation ähnlich. Nach Welbecks Ankunft stößt Delap auf Interesse aus der Premier League, Aston Villa soll Gespräche wegen Jackson geführt haben und Guiu gilt ebenfalls als Abgangskandidat.

Alejandro Garnacho wurde bereits an Aston Villa verliehen. Filip Jörgensen, Malo Gusto und mehrere zurückgekehrte Leihspieler gelten als mögliche Verkaufskandidaten. Mykhailo Mudryk ist nach seiner Rückkehr ins Training zunächst ein Sonderfall: Alonso will ihn offenbar beobachten, ehe über einen Verkauf oder eine Leihe entschieden wird.

Die Priorität liegt eindeutig auf der Verkleinerung des Kaders. Weitere Einkäufe ohne vorherige Verkäufe würden Alonsos eigentliches Ziel konterkarieren.

Aktuelle Alonso-Elf: Sanchez – James, Lacroix, Colwill, Hato – Caicedo, Fernandez – Estevao, Palmer, Rogers – Pedro.

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