"Wir werden nicht schweigen"
FC Barcelona: Lamine Yamal soll kleinwüchsige Menschen für Geburtstagsparty gebucht haben - droht eine Million-Strafe?
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Videoclip • 01:15 Min
Lamine Yamal feierte kürzlich seinen 18. Geburtstag. Dabei soll es zu einem heftigen Eklat gekommen sein. Nun drohen dem Youngster rechtliche Konsequenzen. Auch die Politik mischt sich ein.
Seine Party zum 18. Geburtstag könnte für Lamine Yamal noch unliebsame Folgen haben. Nach Informationen der spanischen Nachrichtenagentur "EFE" hat sich das Ministerium für soziale Rechte eingeschaltet.
Es geht um den Verdacht, der Youngster des FC Barcelona habe für die Feier kleinwüchsige Menschen zu Unterhaltungszwecken eingeladen. Darüber hatte die Sportzeitung "AS" berichtet.
Lamine Yamals Geburtstagsparty wird untersucht
Nun heißt es, das Ministerium habe die Staatsanwaltschaft, den Ombudsmann und das Büro zur Bekämpfung von Hassverbrechen darum gebeten, eine Untersuchung einzuleiten. Es bestehe der Verdacht des Verstoßes gegen das Behindertengesetz, das Darstellungen verbietet, die Menschen mit Behinderungen verhöhnen oder verunglimpfen.
Jenes Gesetz sieht zwar bislang noch keine Strafen vor. Durch eine Reform, um die sich die Regierung bemüht, sollen jedoch Geldstrafen zwischen 600.000 und einer Million Euro möglich werden.
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Jesus Martin, Generaldirektor für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, betonte: "Wir sind besorgt, dass ein junger Mann mit so vielen Followern, ein Influencer für junge Menschen, eine solche Party veranstaltet, die einen Dominoeffekt auf die Jugend haben könnte."
Das Wichtigste in Kürze
Lamine Yamal vom FC Barcelona droht eine Klage
Laut dem "AS"-Artikel, der weit über Spanien hinaus für Aufruhr gesorgt hat, erreichte ein Minivan mit einer Vielzahl an kleinwüchsigen Menschen das Anwesen, in dem Yamal feierte. Passanten sollen die Situation beobachtet haben - auf deren Aussagen beruft sich die spanische Zeitung.
Genauere Informationen zu der Party und weshalb der Flügelstar kleinwüchsige Menschen eingeladen haben soll, sind dagegen noch unklar. Jegliche Gäste mussten anscheinend ihre Handys an der Haustür abgeben.
Die ASDD, eine spanische Mitgliedsorganisation für Kleinwüchsige, kritisierte die Situation bereits und stellte in einem offiziellen Statement klar: "Der Verband verurteilt den Einsatz von Menschen mit Kleinwuchs zu Unterhaltungszwecken bei Yamals Feier und wird rechtliche sowie öffentliche Schritte einleiten."
Weiterführend erklärte die Präsidentin Carolina Puente: "Es ist inakzeptabel, dass im 21. Jahrhundert Menschen mit Kleinwuchs noch immer als Unterhaltung auf privaten Feiern eingesetzt werden – und noch gravierender ist es, wenn dabei öffentliche Persönlichkeiten wie Lamine Yamal involviert sind."
Mit Blick auf eine mögliche Klage ließ der Verband aufhorchen: "Wir werden nicht schweigen. Wir werden die Würde und die Rechte unserer Gemeinschaft in allen Bereichen verteidigen und Rechenschaft verlangen, damit sich solche Taten niemals wiederholen."
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