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DFB-Team - Marc Andre ter Stegen wieder Nummer eins: So war der erste Kontakt mit Jürgen Klopp
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von ran.deran Fußball
DFB-Team: "Nicht zu groß!" Klopp erklärt Gemütslage vor Debüt
Videoclip • 01:17 Min
Marc-Andre ter Stegen kehrt als Nummer eins zum DFB-Team zurück. Kurz vor dem Oranje-Duell gibt er Einblicke über den ersten Kontakt mit dem neuen Bundestrainer.
Für Marc-Andre ter Stegen wird das Nations-League-Spiel am Donnerstagabend gegen die Niederlande (ab 20:45 Uhr im Liveticker) eine ganz besondere Partie. Nach einer langen Pause ist der Keeper zurück beim DFB-Team - und das als Nummer eins. Zumindest "für den Moment", wie es der neue Bundestrainer Jürgen Klopp formulierte.
Wichtig ist für den 34-Jährigen nun vor allem eines: Er muss "wieder in den Rhythmus kommen", wie er auf der Pressekonferenz vor der Partie betonte. "Für mich ist es so, dass ich maximale Leistung zeigen möchte, um an mein Maximum zu kommen. Es fühlt sich gut an."
Gut angefühlt hatte sich auch der erste Kontakt mit dem neuen Cheftrainer. "Wir hatten ein gutes erstes Gespräch. Wir haben über die Situation grundsätzlich geredet", so der Keeper.
Und weiter: "Er braucht eine gewisse Achse. Am Ende steht aber Leistung ganz oben. Das ist die Voraussetzung für alles. Aber natürlich auch die Gesundheit. Ich hoffe, dass wir eine sehr erfolgreiche Zeit haben. Das würde ich ihm, mir und ganz Fußball-Deutschland wünschen."
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Marc-Andre ter Stegen (Ajax Amsterdam): Selbstzweifel während Leidenszeit
Bereits zuvor hatte ter Stegen im Interview mit "RTL/Sky" von großen Selbstzweifeln während seiner langen Leidenszeit gesprochen. Der Torhüter wurde von Verletzungen geplagt und steht nach seiner Ausbootung in Barcelona nun bei Ajax Amsterdam unter Vertrag.
Sein bislang letztes Länderspiel absolvierte er im Juni 2025 gegen Frankreich (0:2), danach wurde er von einer Rücken- und einer Oberschenkelverletzung ausgebremst.
"Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich nicht auch öfter mal gezweifelt habe - gerade nach einer Verletzung, gerade wenn die eine in die nächste übergeht", so der Routinier: "Du fängst an zu zweifeln und es fühlt sich alles nicht gut an."
Zugleich aber betonte ter Stegen, er habe "natürlich nie daran gezweifelt, dass ich zurückkomme, weil das meine Mentalität ist und ich mich als Mensch auch so sehe".
Ter Stegen voller Freude zurück beim DFB-Team
Es habe in der Reha-Phase "Höhen und Tiefen" gegeben, währenddessen habe er aber auch gemerkt, dass sein Körper "darauf antwortet und sich bedankt, dass es wieder in die richtige Richtung geht".
Nun sei er "froh", sagte ter Stegen, "dass es wirklich alles so ist, wie ich mir das vorstelle. Dass ich gerade gesund bin, und das weiß ich sehr zu schätzen". Dies spüre man "dann auch noch mal mehr, wenn man so eine Leidenszeit hinter sich hat".
Zur Nationalmannschaft komme er deshalb "mit absoluter Freude, weil ich auch weiß, wie sehr man unter den Themen leidet. Jeder, der sich mal verletzt hat, kann das nachvollziehen".
Neben ter Stegen berief Klopp auch Finn Dahmen (für alle vier Spiele) und Alexander Nübel (Niederlande und Griechenland I) sowie Jonas Urbig (FC Bayern) und Noah Atubolu (SC Freiburg), die nur gegen Serbien und im Griechenland-Auswärtsspiel dabei sein werden, in den Kader.
ran stellt die DFB-Keeper vor.
Die aktuelle Nummer 1 im deutschen Tor war nach dem 2:2 gegen Excelsior mit Ajax unzufrieden
Bild: Pro Shots
Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt): Mit Elfmeterrekord zum DFB-Team
Noah Atubolu hatte kurz vor der Kadernominierung ein weiteres sportliches Argument geliefert. Beim 3:1 von Eintracht Frankfurt beim 1. FSV Mainz 05 parierte er seinen sechsten Bundesliga-Elfmeter in Folge.
Damit baute der 24-Jährige seinen eigenen Ligarekord aus. Nach dem Wechsel vom Sport-Club Freiburg nach Frankfurt steht er regelmäßig zwischen den Pfosten.
Atubolu verbindet Bundesliga-Praxis mit Entwicklungspotenzial. Seine Elfmeterstärke ist dabei ein zusätzliches Argument. Auch deshalb gehört er zum Klopp-Kader.
Jonas Urbig (FC Bayern): Kompany sieht ihn als Nummer eins
Jonas Urbig war bei der Weltmeisterschaft als Trainingstorhüter dabei und kennt das Umfeld der Nationalmannschaft bereits.
Beim FC Bayern München steht weiterhin Manuel Neuer vor dem 23-Jährigen. Zuletzt durfte Urbig allerdings beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Elversberg beginnen. Auch im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück hatte er gespielt. Die Einladung und der behutsame Aufbau hinter einem erfahrenen Stammtorhüter passen gut zusammen.
Urbig wird nach Ansicht seines Vereinstrainers Vincent Kompany in absehbarer Zukunft Stammtorhüter der deutschen Nationalmannschaft werden. "Wenn einer glaubt, dass er nicht irgendwann die Nummer eins wird, der macht einen großen Fehler. Der Junge wird irgendwann die Nummer eins sein, aber das wird Jürgen Klopp entscheiden, ob das in einem oder fünf Jahren ist", sagte der Trainer des FC Bayern nach der Nominierung der beiden DFB-Kader durch den neuen Bundestrainer.
Es spiele keine Rolle, dass Urbig derzeit im Verein nur die Nummer zwei sei, erläuterte Kompany. "Man muss auch bei der Nationalmannschaft für die Zukunft planen", sagte er. Die Berufung des 23-Jährigen nannte er daher "eine vernünftige, stabile Entscheidung. Ich würde es genauso machen. Man muss als Land sein eigenes Talent auch ein bisschen schützen und weiterentwickeln."
Manuel Neuers Vertreter durfte kurz vor der ersten Klopp-Nominierung gegen den SV Elversberg im Tor stehen
Bild: Jan Huebner
Finn Dahmen (FC Augsburg): Weiter auf gutem Niveau
Finn Dahmen setzte zuletzt seinen starken Saisonstart fort. Nach dem 3:0 gegen Schalke und dem 4:1 bei Eintracht Frankfurt kassierte er beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen zwar zwei Gegentore, war dabei allerdings machtlos.
Dabei zeigte Dahmen einmal mehr eine Glanzparade, als er einen Ball von Leverkusens Fernandez stark abwehrte und so den Augsburger Bundesliga-Startrekord von sieben Punkten aus drei Spielen festhielt.
Dahmen hat sich so in den DFB-Kader gespielt. Dabei wird er über die komplette Zeit seine Chance bekommen, sich zu zeigen, wie Klopp am Donnerstag ankündigte.
Der Torhüter überzeugte gegen Schalke vor den Augen von Jürgen Klopp
Bild: Lucca Fundel
Alexander Nübel (Besiktas Istanbul): Rekord für den Nationalspieler
Jahrelang galt Alexander Nübel als Neuer-Erbe bei den Bayern. Dazu kam es aber nie. Erst wurde der Keeper so lange per Leihe beim VfB Stuttgart geparkt, bis ihm Urbig in München den Rang abgelaufen hatte. Nun ist er zu Besiktas Istanbul gewechselt.
Es schien fraglich, ob er sich unter einem Bundestrainer Klopp in der türkischen Süper Lig besser ins Schaufenster spielen kann als die Konkurrenten. Doch Nübel sorgte am Bosporus schnell mit Leistung für Schlagzeilen: Der 29-Jährige kassierte in den ersten sechs Pflichtspielen kein einziges Tor und stellte damit eine europäische Bestmarke von Alexander Manninger beim FC Arsenal ein.
Erst im siebten Spiel für Besiktas musste er beim 0:1 gegen Alanyaspor das erste Gegentor hinnehmen. Nach der WM-Nominierung schien eine längere DFB-Durststrecke möglich. Doch bei Klopp kann er jetzt beweisen, dass er in den Kader gehört.
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Oliver Baumann (TSG Hoffenheim): Nach WM-Enttäuschung die nächste Absage - weitere Torhüter im Blickfeld
Oliver Baumann ist der prominente Verlierer der neuen Torwartordnung. Klopp hat auf den 36-Jährigen von der TSG Hoffenheim verzichtet.
Dabei hatte Baumann in der WM-Qualifikation noch als Nummer eins gespielt, während ter Stegen verletzt fehlte. Erst vor der Endrunde holte Julian Nagelsmann Manuel Neuer zurück. Baumann blieb bei der Weltmeisterschaft die Reservistenrolle. Jetzt ist er erst einmal ganz raus
Auch andere Torhüter hatten sich Hoffnungen auf eine Nominierung gemacht oder befanden bzw. befinden sich im Blickfeld. Wie zum Beispiel Loris Karius vom FC Schalke nach zuletzt starken Leistungen. Daneben hatte Diant Ramaj bei seiner erneuten Leihe zum FC Kopenhagen einen starken Start hingelegt. Hält seine aktuelle Form an, könnte er mittelfristig zu einer weiteren Option für das DFB-Tor werden.
Dennis Seimen hat als Leihgabe des VfB Stuttgart an den SC Paderborn eine so starke Zweitliga-Saison hinter sich, dass die Schwaben dem 20-Jährigen nun den Posten als neue Nummer eins zutrauen. Auch in der deutschen U21 durfte Seimen bereits viermal starten. Aktuell fällt der Stuttgarter aber noch mit einer Oberschenkelverletzung aus. Auch er ist ein Kandidat für die mittelfristige Zukunft, ebenso wie Mio Backhaus, der sich mit Seimen zuletzt schon in der U21 ein Duell um den Platz im Tor lieferte.
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