Fußball
WM-Verkaufspläne der FIFA: Genug ist genug! Die UEFA reagiert vollkommen richtig - ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Oliver Jensen:newstime
WM-Plan der FIFA: UEFA droht mit Boykott
Videoclip • 36 Sek • Ab 12
Die UEFA hat mit dem angedrohten WM-Boykott richtig auf die Verkaufspläne von FIFA-Boss Gianni Infantino reagiert. Nur so lässt sich verhindern, dass der Fußball endgültig in die falsche Richtung abdriftet. Ein Kommentar.
Die UEFA hat ein Zeichen gesetzt. Alle 55 UEFA-Mitgliedverbände haben dafür gestimmt, einen WM-Boykott zu unterstützen.
Damit wurde klar signalisiert, was die europäischen Fußball-Verbände von den "WM-Verkäufsplänen" des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino halten - nämlich gar nichts.
Genauso wie die meisten Fußball-Fans auch.
Die WM in den USA, Mexiko und Kanada hatte ohnehin schon dafür gesorgt, dass sich der Fußball noch mehr von der Basis entfernte. Infantino hatte großen Anteil daran.
Das begann mit dem fragwürdigen "Friedenspreis" für US-Präsident Donald Trump, setzte sich mit horrenden Ticketpreisen und den erschwerten Einreisebedingungen für viele Fans fort und gipfelte schließlich in der Siegerehrung der Spanier, bei der Infantino und Trump gefühlt lieber selbst im Mittelpunkt stehen wollten als die Weltmeister.
Die Tendenz ist akut besorgniserregend.
Die nächsten Fußball-Livestreams auf Joyn
Bald verfügbarSamstag, 01.08. 14:00 • Fussball
Testspiel live: Dynamo Dresden – 1. FC Union Berlin
120 Min
Bald verfügbarSamstag, 01.08. 14:00 • Fussball
Testspiel live: Dynamo Dresden – 1. FC Union Berlin
120 Min
Bald verfügbarSamstag, 01.08. 14:00 • Fussball
Regionalliga: 1. FC Schweinfurt - TSV 1860 München im Livestream
120 Min
Bald verfügbarSamstag, 01.08. 14:00 • Fussball
Regionalliga: 1. FC Schweinfurt - TSV 1860 München im Livestream
120 Min
Bald verfügbarSamstag, 01.08. 16:00 • Fussball
Regionalliga: BFC Dynamo – BSG Chemie Leipzig im Livestream
120 Min
Bald verfügbarSamstag, 01.08. 16:00 • Fussball
Regionalliga: BFC Dynamo – BSG Chemie Leipzig im Livestream
120 Min
Die WM ist kein Anlageprodukt, sondern ein Vermächtnis
Dass Infantino nun Anteile der Fußball-WM an Investoren verkaufen möchte, ist der nächste Schritt einer unschönen Entwicklung. Die UEFA hat völlig recht, wenn sie in ihrem Statement klarstellt: "Die Weltmeisterschaft darf nicht wie ein Anlageprodukt behandelt werden. Sie ist eines der größten Vermächtnisse des Fußballs."
Schon das Vorgehen des FIFA-Präsidenten ist fragwürdig. Infantino soll laut Medienberichten den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsultimatum bis zum 19. September gesetzt haben. Stimmen sie dafür, werden hohe Summen und eine nochmals erweiterte WM in Aussicht gestellt. Echte Demokratie sieht anders aus.
Jedem ist bewusst, dass es im Profifußball auch um viel Geld geht. Aber: Es darf nicht nur noch darum gehen.
Die Fußball-WM 2026 war mit einem geschätzten Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar ohnehin die lukrativste aller Zeiten. Anstatt sich damit zufriedenzugeben, wird sofort nach der nächsten Möglichkeit gesucht, noch mehr Kohle zu generieren.
Die aktuellsten Fußball-Videos

ran Fußball Bundesliga
Tah über WM-Boykott: "Finde klare Haltung gut"
Videoclip • 01:35 Min

ran Fußball Bundesliga
Hoeneß über Olise-Verkauf: "Wir müssten doch bescheuert sein"
Videoclip • 01:54 Min

ran Fußball Bundesliga
FC Bayern - Hoeneß über Eberl: "Bleibt zu 100 Prozent"
Videoclip • 01:56 Min
WM-Verkaufspläne der FIFA: Das Schreckensszenario mit Investoren
Würden Investoren bei der Fußball-WM einsteigen, könnten sie zwar nicht alleine über die zukünftige Ausrichtung bestimmen - aber sie könnten - und würden vermutlich auch - Einfluss nehmen. War die WM 2026 mit 48 Teams bereits aufgebläht genug, wird nun bereits über zukünftig 64 Teilnehmer gesprochen.
Und was kommt danach? Die FIFA hat 211 Mitgliederverbände. Warum nehmen nicht gleich alle an einer weltweiten Super-WM teil? Am besten Achtergruppen bilden - und sieben Mannschaften erreichen die nächste Runde.
Und wieso wird solch ein Turnier überhaupt in fünfeinhalb Wochen abgehandelt? Lasst es uns doch gleich über drei Monate erstrecken? Selbstverständlich müssen die Spiele dann auf fünf Pay-TV-Anbieter aufgeteilt werden. Irgendwo muss das Geld ja schließlich herkommen.
Spaß beiseite: Wer als Investor mit viel Geld einsteigt, möchte nur eines: noch mehr Geld. Das kennt jeder Kleinanleger vom Aktienmarkt. Der Sport wäre in den Planungen der FIFA endgültig Nebensache.
Die UEFA hat diesen fatalen Bestrebungen mit ihrer Boykott-Drohung ein Stoppschild gesetzt. Denn klar ist: Ohne die Top-Nationen wie Frankreich, Spanien, England, Deutschland, Portugal oder Italien - falls sie sich qualifizieren - hat die WM keinen großen Wert.
Und ist damit auch für Investoren nicht mehr interessant.
Auch interessant: WM-Verkauf? Alle Infos zum FIFA-Knall im News-Ticker Und: Infantino könnte Gehalt wohl verzehnfachen
Dir gefallen ran-News?
Mehr Fußball-News

Fußball
DFB-Team: Hat Völler hier die Kimmich-Entscheidung schon verraten?

Bundesliga
Couto-Ersatz: Bedient sich der BVB bei Bundesliga-Konkurrent?

Bundesliga
"Nicht gut behandelt" - Hoeneß entschuldigte sich bei Eberl

Premier League
Woltemade-Trainer weg? Deutscher als Nachfolger feststehen

Bundesliga
Kommentar: Hoeneß beendet endlich die unwürdige Eberl-Hängepartie

WM
UEFA will wohl Infantino stürzen - er soll FIFA-Boss werden
















