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WM 2026: Ausgerechnet Antonio Rüdiger verkörpert Nagelsmanns Ideal - Kommentar

Veröffentlicht:

von Tobias Hlusiak

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DFB-Team - Rüdiger räumt auf: "Kritik willkommen, aber ..."

Videoclip • 01:03 Min


Um Antonio Rüdiger gab es vor der Weltmeisterschaft lebhafte Diskussionen. Der kontrovers Besprochene ist nun dabei, füllt aber eine ungewohnte Rolle aus. Dies aber sehr gut. Ein Kommentar.

Aus Winston-Salem berichtet Tobias Hlusiak

Antonio Rüdiger lehnte sich nach vorne und widersprach vehement.

"Nein", es sei ihm "überhaupt nicht schwergefallen", zu sagen, dass Jonathan Tah der neue Boss in der deutschen Abwehr sei. "Jeder hat seine Zeit und jetzt ist deren Zeit", sagte der 33-Jährige über Tah und dessen gesetzten Nebenmann Nico Schlotterbeck.

Rüdiger findet sich bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada in einer völlig neuen Rolle wieder. Eine zwar, die sich in den vergangenen Monaten angedeutet hatte. Und trotzdem ist der Einschnitt tiefgreifend.

76 seiner bislang 83 Länderspiele hat der Star von Real Madrid von Beginn an gemacht. Nun ist er nicht mehr gesetzt. Die Einwechslung im ersten Spiel dieses Turniers gegen Curacao war erst seine siebte mit dem Adler auf der Brust.

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Auch nach der Degradierung im Dienst der Mannschaft

Nicht mehr die erste Geige zu spielen ist für viele Spitzensportler ein derart harter Schlag, dass sie sich nicht in der Lage sehen, einen Schritt zurückzutreten.

Rüdiger hingegen vermittelt in den ersten Wochen des Zusammenseins der Nationalmannschaft auf und neben dem Platz glaubhaft, dass er diese Einstellung nicht hat.

Damit bestätigt er Julian Nagelsmann.

Der Bundestrainer hatte seinen Vize-Kapitän auch gegen wahrnehmbaren Widerstand aus Fan- und Expertenszene mit in den Kader genommen.

Er sei "kein Kind von Traurigkeit" sagte Rüdiger selbst über die ein oder andere Eskapade, die ihn in den vergangenen Jahren an Kredit in der Öffentlichkeit hatte verlieren lassen.

"Konstruktive Kritik" nehme er deshalb wahr und auch an. Auch dass er in der Social-Media-Welt regelmäßig der "Buh-Mann" sei, kommt bei ihm an. "Wir bleiben in der realen Welt", wischt er diesen Makel weg.

Antonio Rüdiger: Auch bei Real Madrid mit Zukunft

Rüdiger erfüllt die ihm von Nagelsmann übertragene Rolle im Kader exakt so, wie sich der Coach das vorgestellt hatte. Er ist sozusagen des Bundestrainers Ideal.

Gute Stimmung sollen die Ergänzungsspieler, zu denen der langjährige Stammspieler nun gehört, verbreiten. "Gute Vibes" nennt Rüdiger das selbst. Das klappt bislang vorzüglich. Die Stimmung im DFB-Camp ist ausgezeichnet. Übrigens nicht nur wegen des Auftaktsiegs.

Es ist diese Anpassungsfähigkeit, die den 33-Jährigen weiterhin zu einem wichtigen Baustein macht.

Übrigens nicht nur für die Nationalmannschaft. Auch bei Real Madrid hat Rüdiger vor wenigen Tagen verlängert, obwohl er längst nicht mehr den Status eines "Unantastbaren" hat.

Auch das geschieht nicht ohne Grund…

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