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WM 2026 - Julian Nagelsmann kann gegen Ecuador testen: Diese Wechsel im DFB-Team bieten sich an
Veröffentlicht:
von Tobias Hlusiakran Fußball
WM 2026 - Kimmich über Undav: " Für mich das entscheidende..."
Videoclip • 03:59 Min
Deutschland steht vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador bereit als Gruppensieger fest. Dem Bundestrainer bietet sich damit eine unverhoffte Chance zum Testen. Diese sollte er nutzen.
Aus Winston-Salem berichtet Tobias Hlusiak
Eigentlich müsste Julian Nagelsmann ein Dankesschreiben ins Quartier der Mannschaft aus Curacao schicken.
Denn durch den völlig überraschenden ersten Punktgewinn in der Geschichte des Inselstaates gegen Ecuador hat Deutschland den Gruppensieg in der Staffel E schon nach zwei Spielen sicher.
Dem Bundestrainer bietet sich so in der letzten Partie der Vorrunde die Chance, einige Dinge auszuprobieren oder zu festigen, die in der K.-o.-Runde von Nutzen sein könnten.
Kommt es gar zu einer großen Rotation?
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Lothar Matthäus mit Rat an Julian Nagelsmann
Zu erwarten ist das eher nicht.
Nagelsmann hatte zuletzt immer wieder auf den Wunsch nach Rhythmus für seine Stammspieler hingewiesen.
Für Lothar Matthäus ist das auch der richtige Weg für das Ecuador-Spiel.
"Wenn man jetzt denkt, man könne ein bisschen mehr rotieren und mal Ersatzspieler spielen lassen, weil man Gruppenerster ist – nein", erklärte der Rekordnationalspieler in seiner Kolumne bei "Sky".
"Man sollte einen Rhythmus und Kern beibehalten. Jetzt im Spiel gegen Ecuador keine Experimente machen. Das wäre der falsche Ansatz."
Trotzdem sind kleine Testläufe angebracht, denn die Stammelf der ersten beiden Partien überzeugte bislang nicht restlos.
Besonders im Hinblick auf stärkere Gegner im weiteren Turnierverlauf sind Änderungen wahrscheinlich.
DFB-Kette muss sich neu finden
Nico Schlotterbeck wird den Rest des WM-Turniers verpassen. Ein harter Schlag für die deutsche Mannschaft, das ist seit Montagmorgen klar.
Ebenso steht quasi fest, dass Antonio Rüdiger den Platz des Dortmunders einnimmt. Schon in der zweiten Halbzeit gegen die Elfenbeinküste hatte der langjährige Stammspieler dies getan - und gut abgeliefert (ran-Note 2).
Um in K.-o.-Duellen gegen absolute Top-Teams konkurrenzfähig zu sein, ist eine gut funktionierende Abwehrkette essenziell.
Nagelsmann sollte deshalb Rüdiger, Jonathan Tah, Joshua Kimmich und Nathaniel Brown aufbieten.
Jede gemeinsame Minute ist Gold wert, auch oder gerade weil sich ohne Schlotterbeck und seine präzisen Diagonalbälle auf den rechten Flügel die Spieleröffnung des DFB-Teams gravierend verändert.
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DFB-Elf: Pause für den besten Mann?
In der deutschen Mannschaft befinden sich einige Spieler, die in den vergangenen Monaten mit Verletzungen zu kämpfen hatten und lange ausfielen.
Felix Nmecha wurde erst wenige Tage vor der Kadernominierung wieder fit. Der Dortmunder ist bislang der beste deutsche Spieler im Turnier, geht mit enormer Körperlichkeit voran.
Gleichzeitig ist der 25-Jährige aber nachweislich sehr anfällig für Wehwehchen oder größere Blessuren. Eine Pause, um zum Start der K.-o.-Phase voll auf den Mittelfeldstar bauen zu können, könnte eine gute Idee sein.
Zusätzlich böte sich dadurch die Chance, Leon Goretzka mit einem Startelfeinsatz zu belohnen.
DFB-Elf: Erfüllt Nagelsmann den Wunsch vieler Fans?
Was für Nmecha gilt, ist auch auf Jamal Musiala, Kai Havertz und Florian Wirtz anwendbar. Alle verpassten in der vergangenen Saison Zeit, sind noch nicht voll im Flow.
Sollte auch nur einer der drei aus der Startelf rotieren, böte sich für den Bundestrainer die Chance, dem öffentlichen Wunsch nach einer größeren Rolle für Deniz Undav zu entsprechen.
Der Top-Scorer dieser WM könnte beweisen, ob sein Einfluss sogar noch größer ist, wenn er gleich vom Anpfiff weg auf dem Platz steht.
Auch der gegen die Elfenbeinküste starke Joker Nadiem Amiri könnte den zentralen Part der offensiven Dreierreihe ohne Probleme spielen.
DFB-Elf: Spielpraxis für "Bankdrücker" möglich
Egal ob Nagelsmann seine Startelf umbaut oder nicht, er wird in jedem Fall dafür Sorge tragen, einigen Wenig-Spielern im Kader Einsatzzeit zu verschaffen.
Angelo Stiller, Nick Woltemade, David Raum oder Maximilian Beier sollten zum Zug kommen. Vielleicht findet der Bundestrainer sogar Platz für Assan Ouedraogo, der im Training bislang eine gute Figur macht.
Bedeutungslos oder nicht, das Ecuador-Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, wäre der falsche Weg.
"Sportlich ist das gar nicht egal, wie du das nächste Spiel gestaltest. Du hast jetzt elf Siege in Serie. Gelingt dir der zwölfte, stärkt das erneut den Glauben. Glaube ist alles", beschwört "ZDF"-Experte Per Mertesacker.
Nagelsmann wird das im Hinterkopf haben, wenn er seine Aufstellung plant.
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