Fußball
WM 2026 - "Teilweise faschistische Regierung": Göttlich prangert USA an
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von SID:newstime
Wegen UFC-Event? Trump verpasst wohl WM-Auftakt
Videoclip • 55 Sek • Ab 12
Der deutsche Fußball-Spitzenfunktionär Oke Göttlich hat die politischen Verhältnisse im Land des WM-Hauptgastgebers USA unter Präsident Donald Trump erneut an den Pranger gestellt.
Oke Göttlich, seines Zeichens DFB-Vizepräsident und Boss des FC St. Pauli, kritisiert mit klaren Worten die US-Regierung um Donald Trump.
"In den USA zählt der Slogan unserer WM 2006 nicht: Die Welt zu Gast bei Freunden. Hier sind nicht alle Freunde – und denen macht man das leider auch sehr deutlich", sagte der Vizepräsident des DFB der "Frankfurter Rundschau": "Der Grundsatz wird konterkariert, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen miteinander und gegeneinander Fußball spielen - durch die Politik!"
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Göttlich forderte WM-Boykott
Göttlich hatte zu Beginn des Jahres für Schlagzeilen gesorgt. Der 50-Jährige brachte damals ins Gespräch, über einen WM-Boykott nachzudenken. Vom DFB forderte der Pauli-Chef eine klare Positionierung vor dem WM-Start.
Göttlich verteidigte diesen Ansatz mit Blick auf das Turnier und wurde nun sogar noch deutlicher. "Sollte es in einem Land stattfinden, wo eine autokratische, teilweise faschistische Regierung mit einem faschistischen Migrationsinstrumentarium namens ICE agiert? Ich finde, das muss man ansprechen", sagte Göttlich.
Und weiter: "Wir erleben, dass bestimmte Personen hier in Amerika teilweise viel mehr Polizeichecks haben oder ihre Ausweise zeigen müssen. Das sind Themen, die wir in Deutschland auch schon mal hatten – daher sollten wir das als deutsche Delegation auch thematisieren."
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Göttlich mit heftiger Kritik an FIFA
Göttlich, der zum Endrunden-Beginn zu einem "Austausch" mit Aktivisten in die USA gereist ist, sieht seine Äußerungen nicht als Kritik an der öffentlichen Zurückhaltung von DFB-Präsident Bernd Neuendorf: "Ein Verband wird aushalten, dass Oke Göttlich seine Meinung hat – und dass sich Bernd Neuendorf auf der sportpolitischen Bühne anders verhalten muss. Deshalb liegen wir aber nicht überkreuz."
Den Weltverband FIFA und dessen umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino kritisierte Göttlich dagegen heftig. "Wir müssen überlegen, ob eine Fußball-Weltmeisterschaft wirklich nur dazu dient, sie für den Kommerz auszuquetschen wie eine Zitrone", äußerte der 50-Jährige.
Er ergänzte: "Und wenn ja: Lassen wir Gianni Infantino in dem Glauben, dass er der weiße Ritter des Weltfußballs ist, um Geld von den Reichen zu nehmen und den Armen zu geben? Oder würden wir uns von jemandem lieber wünschen, dass er besser diejenigen unterstützt, die sich für Humanität einsetzen?"
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