Handball-EM 2026
Handball-EM: DHB-Ikonen Kretzschmar und Co. kontern Alfred Gislason: "Legen die Finger in die Wunde"
Aktualisiert:
von ran.deran Handball
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Videoclip • 03:41 Min
Die deutschen Handball-Ikonen Michael Kraus, Stefan Kretzschmar und Pascal Hens haben die Kritik von Bundestrainer Alfred Gislason zurückgewiesen.
Der Zoff rund um die deutsche Handball-Nationalmannschaft nach Platz zwei bei der EM 2026 geht in die nächste Runde.
Die Ex-Nationalspieler Michael Kraus, Stefan Kretzschmar und Pascal Hens wiesen die von Bundestrainer Alfred Gislason geäußerte Kritik zurück.
"Wir sind alle die größten Fans der Nationalmannschaft - werden uns aber mal ganz klar nicht den Mund verbieten lassen", sagte Kraus in seinem Podcast "Harzblut", "und wenn Scheiß-Spiele stattfinden, wie es bei dem Turnier auch der Fall war, dann werden wir auch weiterhin kritisieren. Wir legen die Finger in die Wunde".
Gislason betitelte Kraus und Co. als Selbstdarsteller
Damit reagierte Kraus wiederum auf eine Aussage von Gislason, der sich nach der Vorrunden-Niederlage gegen Serbien (27:30) zunächst deutliche Worte anhören musste. "Alfred, scheiße gecoacht, vercoacht", sagte Kraus damals nach der Pleite und zog damit den Zorn des Bundestrainers auf sich.
"Wenn es nur ein klein bisschen ein halbes Dreckspiel ist, dann ist jeder von diesen Selbstdarstellern bereit, uns ans Bein zu pinkeln", kritisierte Gislason die Aussage des Ex-Nationalspieler. Zudem merkte Gislason auch an, dass den Podcasten um Kraus das nötige taktische Verständnis fehle. Dies wollte der Ex-Profi natürlich nicht auf sich sitzen lassen.
"Aber Pommes (Spitzname von Pascal Hens; Anm. d. R.), Kretzsche und mir mangelndes taktisches Verständnis … also ich will jetzt die Titelsammlung auch nicht aufzählen, weil wir keine Selbstdarsteller sind. Obwohl, warte mal, Champions-League-Sieger, Weltmeister, Europameister, deutscher Meister. Und das alles auf zentralen Positionen. Ich glaube, da ist schon ein bisschen taktisches Verständnis da", erwiderte Kraus im Podcast.
Kretzschmar über Gislason: "Hat 'Harzblut' noch nie gesehen"
Auch Kretzschmar reagierte leicht angesäuert über die Reaktion von Gislason. "Natürlich beschäftigt mich das. Mal zur Einordnung, Thema Selbstdarsteller: Das ist ja unser Podcast und da sind wir ja zu sehen. Was willste jetzt machen? Wir können ja alle hier ne Puppe hinsetzen und aus dem Off sprechen, dass wir es vielleicht pantomimisch angehen", sagte der 52-Jährige und fügte über Gislason an: "Der hat 'Harzblut' noch nie gesehen."
Hens schlug derweil versöhnliche Töne an: "Dass diese einzelnen Aussagen, die da rausgepickt wurden, dem Bundestrainer auf den Sack gehen, kann man vielleicht auch verstehen. Aber wir haben nur das analysiert, was wir gesehen haben."
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