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Formel 1 - Enttäuschung in Ungarn: So kann Ferrari nicht Weltmeister werden - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Luis Woppmann

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Formel 1 - Fans rechnen mit Ferrari ab: "WM selbst verspielt"

Videoclip • 01:54 Min


Ferrari galt in Ungarn als Favorit, doch enttäuschte im Rennen erneut. Vor allem eine strategische Entscheidung gegen Ende wirft dabei zum wiederholten Male Fragen auf. Sollte der Rennstall diese Fehler nicht minimieren, könnte er seine Titelchance verspielen, wenn es soweit ist. Ein Kommentar.

Von Luis Woppmann

Eigentlich ist der Große Preis von Ungarn wie gemacht für Ferarri.

Die vielen Kurven und wenigen langen Vollgaspassagen kommen den Stärken des italienischen Rennstalls traditionell sehr gelegen.

Dementsprechend galten Lewis Hamilton und Charles Leclerc vor und während dem Wochenende als Favoriten auf den Sieg - wenn nicht sogar auf einen Doppelsieg.

Dis starken Ergebnisse im Freien Training und Qualifying entsprachen daher voll und ganz den Erwartungen. Im Rennen enttäuschte der Rennstall allerdings erneut auf ganzer Linie - am Ende reichte es für beide Fahrer nicht einmal für einen Podiumsplatz.

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Boxenstopp kostet Hamilton das Podium

Grund dafür war zum einen der schwache Start von Leclerc. Allerdings wirft vor allem die Entscheidung, Hamilton gegen Ende bei einem Virtual Safety Car zum Boxenstopp zu holen, viele Fragen auf.

Für Lando Norris, der sich zuvor neue Reifen geholt hatte, machte die Entscheidung durchaus Sinn, weil er einen komfortablen Vorsprung auf Hamilton auf den zweiten Platz hatte.

Der Ferarri-Fahrer hatte diesen Vorsprung jedoch nicht und verlor durch das Manöver zwei Plätze. Zu allem Überfluss bekam er noch eine 5-Sekunden-Strafe für überhöhte Geschwindigkeit in der Boxengasse.

Die Entscheidung wirkt umso seltsamer, weil Antonelli ebenfalls kurz zuvor erst neue Reifen bekommen hatte. Das führte dazu, dass der Brite auch mit weichen Reifen über zehn Runden lang nicht an ihm vorbeikam.

Neben dem jungen Italiener landete am Ende Max Verstappen unter den ersten Drei, der im Anschluss selbst sagte, dass er nicht damit gerechnet hatte, auf dem Podium zu stehen.

Ferrari hat sich in Ungarn selbst geschlagen

Gerade diese Aussage zeigt: Ferrari hat sich wieder einmal selbst geschlagen.

Das Rennen in Ungarn reiht sich dabei in eine lange Liste an fragwürdigen Entscheidungen ein, die das Team seit Jahren begleiten.

Die Wahrheit ist: So kann Ferrari keinen Fahrer-Titel gewinnen.

Andere Top-Teams machen zwar auch Fehler, aber bei Weitem nicht so häufig und so gravierend wie das Team von Fred Vasseur - und vor allem nicht auf Strecken, auf denen sie klar favorisiert sind.

Hinsichtlich dem starken Mercedes und der absurden Dominanz von Antonelli ist ein WM-Titel in dieser Saison ohnehin nicht realistisch, aber das Beispiel Verstappen aus dem Vorjahr zeigt, dass man auch mit einem schlechteren Auto und großem Rückstand bis zum Schluss im Titelkampf mitmischen kann.

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Ferrari darf seine Titelchance nicht verspielen

Gerade weil die Zeichen für Hamilton zuletzt wirklich gut standen. Der siebenmalige Weltmeister scheint nach seiner enttäuschenden Debütsaison in diesem Jahr angekommen zu sein.

Genau dieser Sprung sollte Ferrari Hoffnung machen. Wenn der 41-Jährige seine Form beibehalten kann und das Team den Abstand des Autos zur Spitze schließen kann, scheint ein Weltmeistertitel durchaus möglich.

McLaren hat gezeigt, dass es lange dauern kann, bis eine Saison kommt, in der endlich alle Zahnräder ineinandergreifen und sich der jahrelange Anlauf auszahlt. Und auch wenn der Titel von Norris am Ende knapp war, hat er ihn doch geholt.

Sollte Ferrari in einer der kommenden Saisons in eine ähnliche Situation kommen, muss das Team seine Strategie-Fehltritte miniminieren, sonst könnte der Rennstall seine Chance auf den ersten Fahrertitel seit 2007 ein weiteres Mal verspielen.

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