Radsport
Tadej Pogacar rast bei Flandern-Rundfahrt bei Rot übers Gleis - Nachspiel droht
Veröffentlicht:
von SIDran Fußball
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Videoclip • 01:33 Min
Der slowenische Radsportler Tadej Pogacar missachtete bei der Flandern-Rundfahrt das rote Warnlicht und die Rennkommissäre und fuhr trotzdem über einen Bahnübergang. Das könnte für ihn noch teuer werden.
Die Konkurrenz konnte Tadej Pogacar nicht einfangen, und vom belgischen Bahnverkehr ließ sich der Radsport-Superstar bei der Flandern-Rundfahrt auch nicht aufhalten. Und das könnte dem Slowenen womöglich etwas Ärger einbringen.
Auf dem Weg zu seinem dritten Sieg bei der "Ronde" hatte Pogacar wie eine Vielzahl anderer Fahrer wie Red-Bull-Star Remco Evenepoel nicht an einem roten Warnlicht vor einem Bahnübergang angehalten - dieses Verhalten untersagen sowohl die Rad- als auch die Verkehrsgesetze.
"Das war nicht schön. Nicht einmal zehn Meter vor dem Übergang sind drei Männer auf die Straße gesprungen und haben gewunken, um uns anzuhalten", sagte Pogacar. Bei den Personen handelte es sich um Rennkommissäre, was Pogacar aber in der Hektik durchging: "Ich habe gedacht, vielleicht sind es Demonstranten oder so etwas. Und dann war das Feld auch schon geteilt."
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Bei Rot über Bahnübergang: Gefahr eines Sturzes sei zu groß gewesen
Um zu stoppen, sei die Vorwarnzeit zu kurz gewesen, sagte Pogacar, die Gefahr eines Sturzes bei einer Vollbremsung zu groß. Belgischen Medien zufolge könnte den betreffenden Fahrern eine Geldstrafe von 320 Euro und sogar ein kurzzeitiger Entzug des Führerscheins drohen. Die Durchsetzung einer verkehrsrechtlichen Sanktion dürfte aber eher unwahrscheinlich sein.
Derlei Vorfälle an Bahnübergängen geschehen bei den europäischen Klassikern nicht selten. Es gab bereits heikle Szenen, als Fahrer gesenkte Schranken umkurvten. Logistisch ist es nicht möglich, bei einem Rennen über teils weit mehr als 200 km mit zwangsläufigen Gleisüberquerungen den Bahnverkehr passgenau zu stoppen - dass Fahrer damit durch Wartezeiten benachteiligt werden, ist nicht vermeidbar.
Die Rennleitung verzichtete am Sonntag darauf, Pogacar und andere Profis zu bestrafen, das Reglement hätte eine Disqualifikation hergegeben. Blechen musste Pogacar dennoch: Für Müllentsorgung außerhalb der vorgesehenen Zonen wurde er mit einer Buße von 500 Schweizer Franken (542 Euro) belegt - der bestbezahlte Radsportler der Welt konnte das verschmerzen.
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