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NFL - Baltimore Ravens: Neustart unter Jesse Minter - So soll Lamar Jackson endlich den Super Bowl erreichen
Aktualisiert:
von Daniel KuglerNFL
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Videoclip • 01:26 Min
Die Baltimore Ravens starten ein neues Kapitel nach dem Ende der Ära von Head Coach John Harbaugh. Nach einer enttäuschenden Saison soll unter der Führung von Jesse Minter endlich der Super Bowl erreicht werden.
Bei den Baltimore Ravens beginnt eine neue Zeitrechnung.
Nach dem Verpassen der Playoffs in der Vorsaison trennte sich die Franchise nach insgesamt 18 Spielzeiten von Head Coach John Harbaugh. Sein Nachfolger ist Jesse Minter, der zuvor als Defensive Coordinator bei den Los Angeles Chargers arbeitete.
Als eines von zehn NFL-Teams mit einem neuen Cheftrainer starteten die Ravens in dieser Woche mit ihrem freiwilligen Offseason-Programm.
Beim Auftakt am Montagmorgen erschienen auch bereits zahlreiche Star-Spieler wie Star-Quarterback Lamar Jackson, Running Back Derrick Henry und Defensive-End-Neuzugang Trey Hendrickson.
Unter Minter soll endlich der große Wurf gelingen und Jackson sich seinen Traum vom Super Bowl erfüllen können.
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Baltimore Ravens: Anwesenheit von Lamar Jackson bei freiwilligem Offseason-Programm vielsagend
Nach der enttäuschenden letzten Saison, als der Gewinn der AFC North am letzten Spieltag der Regular Season im Duell mit den Pittsburgh Steelers und damit auch die Postseason verpasst wurde, kommt es nun zu einem Paradigmenwechsel in Baltimore.
Neben Minter ist mit Declan Doyle auch ein neuer Offensive Coordinator an Bord. Der gerade einmal 30-Jährige war zuvor in gleicher Funktion bei den Chicago Bears tätig.
Dass Quarterback Jackson zum Start der Offseason-Programme bereits mit von der Partie ist, spricht Bände - hatte der zweimalige MVP doch in der Vorsaison die im kommenden Monat beginnenden OTAs (Organized Team Activities) größtenteils ausgesetzt und damit auf einen Bonus von 750.000 Dollar verzichtet.
Diese Tatsache entgeht auch nicht den Experten. "Dass Lamar Jackson am ersten Tag für den neuen Head Coach erscheint, obwohl er sonst zu diesem Zeitpunkt so gut wie nie im Trainingszentrum zu sehen ist – er arbeitet hart, ist in den sozialen Medien präsent, macht seinen coolen Slow-Motion-Gang –, das fühlt sich bedeutsam an", betonte NFL-Insider Ian Rapoport.
Und weiter: "Es wirkt, als würde der Quarterback zumindest vordergründig die Vorstellungen des neuen Cheftrainers und der Organisation mittragen, und das ist ein sehr gutes Zeichen für die Spieler im Locker Room. Es sieht einfach so aus, als würde Lamar Jackson gefallen, was er gehört hat", erklärte Rapoport.
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Baltimore Ravens: Lamar Jackson soll wieder besser in Szene gesetzt werden
Nach einem 1-5-Start in die Spielzeit wurde das Team in der vergangenen Saison schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Während sowohl Defense als auch Offense den Erwartungen hinterherliefen, kam bei Jackson auch noch Pech dazu. Aufgrund von zahlreichen Verletzungen konnte der Playmaker nur 13 Spiele absolvieren.
Mit einem gesunden Jackson soll nun wieder angegriffen werden. Dass sein neuer OC Doyle - der jüngste Coordinator der Liga - nur einige Monate älter ist als der Quarterback, könnte der Franchise dabei sogar zu Gute kommen.
Zu Vorgänger Todd Monken hatte Jackson kein wirklich gutes Verhältnis. Dies bestätigte der neue Head Coach der Cleveland Browns im Januar in "The Ryan Ripken Show": "Ich habe Lamar nicht gut genug gecoacht. Ich hatte nicht so ein gutes Verhältnis zu ihm, wie ich es hätte haben können. Ich habe nicht das getan, was wir dieses Jahr hätten tun müssen, um genug Spiele zu gewinnen und uns eine Chance zu sichern. Davon bin ich überzeugt."
Dies soll unter Doyle ganz anders werden. Seine sehr gute Beziehung zu Bears-Quarterback Caleb Williams in der vergangenen Saison ist ein vielversprechendes Zeichen dafür. In seiner zweiten NFL-Saison legte Williams mit 3942 Passing Yards und 27 Touchdowns bei nur sieben Interceptions starke Zahlen auf.
Jackson soll auch als Pocket Passer glänzen
Seine bisherige Berühungspunkte mit Jackson hinterließen bereits bleibenden Eindruck beim jungen Coach: "Seine Bereitschaft zuzuhören, sein Wissensdurst, sein Streben nach Weiterentwicklung. Er ist jemand mit einer auf Weiterentwicklung ausgerichteten Denkweise. Er hat auf wirklich hohem Niveau gespielt, und dennoch glaube ich, dass er weiter daran arbeiten will und das Gefühl hat, sich noch verbessern zu können. Ich und der Rest des Trainerteams freuen uns sehr darauf, dieses Ziel gemeinsam mit ihm zu verfolgen", schwärmte Doyle.
Dabei sollen besonders nicht nur Jacksons Stärken im Laufspiel im Fokus stehen, sondern vermehrt auch wieder das Passspiel verbessert werden, das nicht nur zuletzt zu sehr in den Hintergrund geriet. Die Ravens belegten in der vergangenen Saison den letzten Platz bei den Passversuchen. Man könnte hierbei zwar argumentieren, dass Jacksons Verletzung eine gewichtige Rolle gespielt hat, doch bereits in der Saison zuvor lag die Franchise bei den Passversuchen auf dem vorletzten Platz.
Das neue Offense-System soll auch Jacksons Fähigkeiten als Pocket Passer wieder mehr entgegen kommen und sein Game auf ein neues Level heben: "Wir sind auf der Suche nach spektakulären Plays", ließ der neue Ravens-OC im Februar bereits die Herzen der Fans höher Schlagen.
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Baltimore Ravens: Jesse Minter will nächste Top-Defense bauen
Und auch auf der anderen Seite des Spielfeldes besteht Handlungsbedarf. Dem Pass Rush fehlte es vergangene Saison an Durchschlagskraft, die Unit gehörte zu den schlechtesten der Liga. Mit gerade einmal 30 Sacks legte die Defense den schlechtesten Wert seit 2010 auf.
Eine große Schwachstelle, an der der neue Cheftrainer Minter aber direkt angesetzen kann. Dass er trotz fehlender Erfahrung als Head Coach das Zeug dazu hat, eine gefürchtete Defense zu formen, hat er in der jüngsten Vergangenheit gleich mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So führte Minter vor dem Bau der dominanten Chargers-Defense ebenfalls als DC bereits die University of Michigan 2023 zur National Championship, als die Wolverines mit einer 15-0-Bilanz die stärkste Defense des Landes stellten.
Nach dem geplatzten Trade für Defense-Star Maxx Crosby von den Las Vegas Raiders reagierte die Franchise schnell und schnappte sich mit Hendrickson den besten Pass Rusher auf dem Markt. Laut "NFL.com" wollte die Franchise die Jagd auf den gegnerischen Quarterback wohl eigentlich mit beiden Spielern als neues dominantes Rusher-Duo ganz neu aufstellen.
Womöglich kommt statt Crosby nun aber ein anderer prominenter Name. Demnach könnten die Ravens einen Deal für Defensive Tackle Dexter Lawrence anstreben, der kürzlich bei den New York Giants einen Trade gefordert hat.










