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BMW Open: Alexander Zverev scheitert im Schlaggewitter - Gegner Cobolli weint nach Todesfall
Aktualisiert:
von ran/SIDRAN TENNIS: BMW Open
BWM Open - Highlights: Zverev müht sich ins Halbfinale
Videoclip • 01:34 Min
Alexander Zverev scheitert im Halbfinale des ATP-Turniers in München und muss seinen Traum von der Titelverteidigung begraben. Gegner Flavio Cobolli erlebt derweil emotionale Momente.
Keine Titelverteidigung, kein Rekordsieg: Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier in München im Halbfinale gescheitert. Der 28 Jahre alte Vorjahressieger unterlag Flavio Cobolli 3:6, 3:6.
Für den überragenden Italiener emotionale Momente - und das nicht nur, weil er in Zverev die Nummer drei der Welt geschlagen hatte. Nach dem Matchball saß Cobolli weinend auf seiner Bank, weil am Vortag ein Freund von ihm gestorben war.
"Er war ein wirklich guter Freund aus unserem Klub. Er war 13 Jahre alt und hat schon lange Tennis gespielt. Es ist nie einfach über solche Sachen zu sprechen. Ich wollte das Spiel für ihn gewinnen und habe auch für ihn in einem Langarm-Shirt gespielt. Ich habe einen Weg gefunden, für ihn zu kämpfen. Das bedeutet mir viel", sagte er im Interview mit ran.
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Zverev kein Rekordchampion
In seinem vierten Halbfinale in München stieß Zverev ob der Pleite erstmals nicht ins Endspiel beim MTTC Iphitos vor, ihm entging damit auch die Chance, mit einem vierten Titel zum alleinigen Rekordchampion vor Philipp Kohlschreiber aufzusteigen.
Dem Schlaggewitter von Cobolli, in der Weltrangliste auf Position 16 geführt, stand Zverev phasenweise hilflos gegenüber. Viele Bälle, die der 23 Jahre alte italienische Davis-Cup-Sieger mit voller Wucht ins Feld schlug, blieben für den Weltranglistendritten unerreichbar. Bereits nach nur 68 Minuten war das sehr einseitige Duell vorbei.
"Er ist ein wilder Spieler. Es wird eine Challenge", hatte Zverev vor dem Match über seinen Gegner gesagt - viele Chancen, zu seinem Spiel zu finden, bekam er im dritten Duell mit Cobolli nicht. Der Florentiner führte nach einem Break schnell mit 4:1 und holte sich den ersten Satz nach nur 34 Minuten. Dabei gelangen dem Italiener vor allem mit seiner Vorhand insgesamt 20 "Winner", also direkte Punkte.
Cobolli auch im zweiten Satz zu stark für Zverev
Zverev konnte im ersten Durchgang nur fünf solcher Gewinnschläge verbuchen, und sollte er gehofft haben, sein Gegner werde mit zunehmender Dauer nachlassen, sah er sich getäuscht. Cobolli, im Vorjahr Sieger des Turniers in Hamburg, schlug im zweiten Satz weitere zwölf "Winner" und nahm Zverev zum 3:1 ein weiteres Mal den Aufschlag ab.
Am Finalsonntag ist dennoch ein deutscher Titelgewinn möglich: Jakob Schnaitter (Wasserburg/Inn) und Mark Wallner (München) stehen völlig überraschend im Endspiel des Doppel-Wettbewerbs. Im Halbfinale hatten sie Yuki Bhambri/Michael Venus (Indien/Neuseeland) besiegt, die gleich in der ersten Runde die an Nummer eins gesetzten Kevin Krawietz/Tim Pütz aus dem Turnier geworfen hatten.
In der Einzel-Weltrangliste werden Schnaitter (30) und Wallner (26), die sich über die Qualifikations ins Hauptfeld gespielt hatten, mittlerweile nicht mehr geführt, in der Doppel-Weltrangliste stehen sie immerhin gemeinsam auf Rang 47. Der Einzug ins Finale von München ist der größte Erfolg ihrer Karriere, gemeinsam haben sie bereits 83.900 Euro an Preisgeld sicher, für den Sieg gibt es 157.320 Euro. Gegner im Endspiel sind die Franzosen Theo Arribage und Albano Olivetti.
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