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Wimbledon: Erster Tennis-Coup von Alexander Zverev auf Rasen? Zielvorgabe, Experten-Meinungen & Stolpersteine

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

:newstime

Alexander Zverev spricht über Familienpläne

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Alexander Zverev geht mit großen Ambitionen in das legendäre Rasen-Turnier Wimbledon. Experten sehen die Ausgangslage gut, doch es warten einige Hürden auf den deutschen Tennis-Star.

Alexander Zverev möchte nach seinem Sieg bei den French Open auch in Wimbledon (live und exklusiv auf Prime Video) für Furore sorgen. Der beste deutsche Tennis-Spieler ist beim legendären Rasenturnier zwar nicht der absolute Top-Favorit, gehört jedoch zu den Anwärtern auf den Turniersieg.

Der 29-Jährige spielt nach einem schwierigen Jahr 2025 so stark wie noch nie und zehrt noch von seinem positiven Erfolgserlebnis in Paris, das deutschlandweit für Aufsehen gesorgt hat.

"Es ist schon was Besonderes, glaube ich, für alle für Deutschland. Viele haben mitgefiebert, viele haben das Finale auch wirklich verfolgt. Und es ist besonders, dass ich es geschafft habe", geht aus seinem von "Prime Video" veröffentlichen Statement hervor.

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Wimbledon: Was erwartet sich Alexander Zverev?

Alexander Zverev geht mit Selbstvertrauen und Rückenwind in das Grand-Slam-Turnier in England. Sein Hauptziel besteht darin, sein gutes Gefühl auch auf dem Platz zu zeigen.

"Ich fühle mich gut. Ich fühle mich, als ob ich eine gute Trainingswoche gehabt habe. Ich finde, das Turnier in Halle habe ich auch eigentlich ganz okay gespielt. Ich fühle mich auf diesem Belag momentan ganz wohl und ich hoffe, dass ich das auch einen Platz auch zeigen kann."

Wimbledon: Was erwarten andere von Alexander Zverev?

Es herrscht bei vielen Experten und Insidern großer Optimismus, was die Chancen von Zverev in Wimbledon betrifft.

Sabine Lisicki: "Ich will's nicht verschreien, aber ich hab tatsächlich ein Bauchgefühl, dass er es hier gewinnen kann. (...) Das ist etwas ganz Besonderes, wenn du einen Grand Slam-Titel gewinnst: Selbstvertrauen. Auch in den Schlägen, finde ich. Vielleicht, wenn du sie mal nicht spürst. Aber du weißt, wie es sich angefühlt hat in Paris." (Prime Video)

Boris Becker: "Er hat die Qualität für mehr Grand Slams. Aber er muss sich die Ziele stecken. Sein Ziel war immer: Ich will meinen Major! Den hat er jetzt. Es gibt keinen Grund für mich, warum er nicht auch Wimbledon gewinnen kann" (Becker-Petkovic-Podcast)

Michael Stich: "Er muss nur an sich glauben. Und ich glaube, das wird er tun, weil er seinen ersten Grand Slam gewonnen hat. Zverev und Jannik Sinner sind für mich die beiden Top-Favoriten." (Prime Video)

Mischa Zverev: "Ich glaube, ein Grand-Slam-Sieg gibt dir sehr viel Selbstvertrauen. Ich glaube auch diese Bestätigung: 'Ich hab's geschafft, ich hab auch vieles richtig gemacht und ich hab's mir verdient.' Ich glaube, in vielen Situationen bist du nach so einem Sieg auch ruhiger." (Prime Video)

Wimbledon: Wie stark ist Alexander Zverev auf Rasen?

Alexander Zverev hat auf Rasen trotz mehrerer Finalteilnahmen noch kein ATP-Turnier gewonnen. In Wimbledon stand er dreimal im Achtelfinale, kam aber nie über dieses hinaus.

Im letzten Jahr scheiterte Zverev bereits in Runde eins. Es ist nicht unüblich, dass die Top-Spieler in Wimbledon früh scheitern, da es gegen Akteure mit einem starken Service immer schwer ist, auch wenn diese im Ranking deutlich weiter unten platziert sind.

Zverev besitzt einen guten Aufschlag und hat auch seine Stops verbessert. Dies könnte dazu führen, dass der Knoten platzt.

Es gibt jedoch gerade in Wimbledon gewisse Tücken:

"Was in Wimbledon sehr speziell ist, ist das jeder Platz sich ein wenig anders spielt", erklärte Bruder Mischa Zverev. "Aorangi , das ist die Trainingsanlage. Der Ballabsprung ist flacher, langsamer. Dann, die Plätze zwischen Center Court und Court 1 sind schneller", führte er weiter aus. Man müsse "immer ein wenig anders spielen und sich anpassen".

Wimbledon: Welche Rolle spielen die Temperaturen?

Bereits bei den French Open machte die Hitze einigen Akteuren zu schaffen. Dies galt für Top-Favorit Jannik Sinner, aber auch für Alexander Zverev, dem im Finale eine Dehydrierung zu schaffen machte.

Mischa Zverev glaubt, dass die Temperaturen auch in Wimbledon eine Rolle spielen könnten.

"Letzte Woche hatten wir teilweise 35 Grad, die nächsten Tage maximal 23, 24 Grad. Das sind immer so Faktoren, die kann man schwer vorhersehen", erklärte er.

Die Temperaturen wirken sich nicht nur auf den Körper aus, sondern auch auf die Platzverhältnisse. "Man muss sich anpassen können und ich glaub, Sascha wird es hervorragend meistern dieses Jahr", so der ältere Zverev-Bruder

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Wimbledon: Welchen Einfluss kann die Diabetes-Erkrankung von Zverev spielen?

Beim Turnier in Halle hatte der an Diabetes Typ 1 erkrankte Zverev seine Probleme mit dem passenden Zuckerspiegel und scheiterte an Taylor Fritz. Ausschlaggebend war ein Messfehler seines Diabetes-Sensors. Dies sei seinen Aussagen zufolge zuvor noch nie vorgekommen.

Dass ein solches Unglück in Wimbledon erneut passiert, ist ziemlich unwahrscheinlich. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, die Erkrankung zu managen, insbesondere bei schweren äußeren Bedingungen. Zverev kennt seine Erkrankung und seinen Körper jedoch bestens, weswegen keine größeren Probleme zu erwarten sind.

Wimbledon: Welche Challenges muss Alexander Zverev bestehen?

Alexander Zverev trifft in Runde eins als Zweiter der Setzliste (Donnerstag, 30. Juni) auf den talentierten Belgier Alexander Blockx, was eine unangenehme Aufgabe ist.

"Blockx serviert sehr, sehr gut, hat sehr schnelle Grundlinienschläge. Sascha ist natürlich auf dem Papier der bessere Spieler, stabiler. (...) Ich mache mir da jetzt nicht allzu große Sorgen", schilderte Mischa Zverev.

Knifflig könnte es außerdem in Runde drei werden, wo es gegen French-Open-Halbfinalist Matteo Arnaldi gehen könnte. Der erste ganz große Kracher droht im Viertelfinale, wo er es mit Angstgegner Taylor Fritz zu tun bekommen könnte.

Ein drohender Top-Gegner im Halbfinale  wäre der US-Amerikaner Ben Shelton. Auf Jannik Sinner kann Zverev erst im Finale treffen. Der Deutsche hat die letzten neun Duelle gegen den Italiener verloren.

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