- Anzeige -

NFL

Aaron Rodgers und die Pittsburgh Steelers: Eine Zweckehe ohne Glanz - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Chris Lugert

Bild: 2025 Getty Images


Aaron Rodgers unterschreibt jetzt doch bei den Pittsburgh Steelers, doch ein Coup ist das nicht. Dafür ist der Lack beim Quarterback zu sehr ab und das Team offensiv zu schwach. Dennoch kann er noch eine wichtige Aufgabe erfüllen. Ein Kommentar.

Von Chris Lugert

Lange hat die NFL-Welt auf seine Entscheidung gewartet, vermutlich hat es Aaron Rodgers genossen, noch einmal über mehrere Wochen ein Gesprächsthema zu sein. Jetzt machte er dem Schauspiel ein Ende.

Auch mit seinen 41 Jahren verabschiedet sich der Quarterback noch nicht in den Ruhestand, sondern hängt noch eine - vermutlich endgültig finale - Saison dran. Sein künftiges Team sind die Pittsburgh Steelers.

Wer auch sonst? Schon seit Monaten warteten die Steelers auf die Zusage des viermaligen MVP, doch der ließ sich nicht drängen. Gleichzeitig schien sich Pittsburgh seiner Sache sehr sicher zu sein, wie die bisherige Offseason zeigte.

Nicht in der Free Agency, auch nicht im Draft kam ein Quarterback, der das Kaliber besitzt, ein Team sofort anführen zu können. Alles wurde auf die Karte Rodgers gesetzt, erst zuletzt gab es Berichte über einen möglichen Plan B Kirk Cousins.

Doch so groß der Name des früheren Super-Bowl-Champions und künftigen Hall-of-Famers auch sein mag: Rodgers macht die Steelers nicht über Nacht zu seinem Titelkandidaten. Dazu fehlt es dem Kader individuell zu sehr an Qualität.

Aaron Rodgers in Pittsburgh: Wenig Qualität der Playmaker

Und das auch weiterhin auf der Quarterback-Position. Rodgers ist noch immer ein solider Spielmacher in der NFL, seine letzte Saison bei den New York Jets war okay - mehr aber auch nicht. Und dort hatte er bessere Mitspieler.

Garrett Wilson, Davante Adams, sein Buddy Allen Lazard, dazu ein Running Back wie Breece Hall - das Arsenal konnte sich sehen lassen, doch Rodgers schaffte es nicht, dieses Material in Erfolg umzumünzen.

- Anzeige -
- Anzeige -

NFL: Starter-Kampf bei den Vikings - Quarterback-Situationen der Teams

  • Die Quarterback-Situationen der NFL-Teams
    Die Quarterback-Situationen in der NFL verändern sich stetig. Welche Spielmacher stehen wo unter Vertrag? Wer ist Starter, wer muss sich vorerst mit der Backup-Rolle begnügen? ran zeigt die Lage aller 32 Teams (Stand: 13. März 2026). 

    Getty Images

  • Minnesota Vikings
    Neuzugang bei den Vikings: Die Franchise hat den zuvor bei den Arizona Cardinals entlassenen Kyler Murray für ein Jahr unter Vertrag genommen. In der Offseason wird er mit J.J. McCarthy um den Posten als Starter kämpfen
    • Starter: J.J. McCarthy (im Bild) 
    • Backups: Kyler Murray, Max Brosmer

    Imagn Images

  • Miami Dolphins
    Der begehrteste Quarterback der diesjährigen Free Agency ist vom Markt! Die Miami Dolphins ersetzen Tua Tagovailoa mit Malik Willis, der zuletzt als Backup von Jordan Love bei den Green Bay Packers glänzte. Willis unterschreibt einen Dreijahresvertrag über 67,5 Millionen US-Dollar, 45 Millionen davon sind garantiert. 
    • Starter: Malik Willis (im Bild)
    • Backups: Zach Wilson, Quinn Ewers, Cam Miller

    Icon Sportswire

  • Atlanta Falcons
    Nach der Entlassung von Tua Tagovailoa bei den Miami Dolphins steht auch schon ein Abnehmer bereit. Die Atlanta Falcons sichern sich die Dienste des Quarterbacks. Tagovailoa wird in der Offseason mit Michael Penix um den Starting-Job kämpfen. Es handelt sich um einen Einjahresvertrag.
    • Starter: Michael Penix Jr.
    • Backup: Tua Tagovailoa (im Bild)

    Icon Sportswire

  • Arizona Cardinals
    • Starter: Jacoby Brissett (im Bild)
    • Backups: Gardner Minshew, Kedon Slovis

    Imagn Images

  • Baltimore Ravens
    • Starter: Lamar Jackson (im Bild)
    • Backup: Tyler Huntley

    Imagn Images

  • Buffalo Bills
    • Starter: Josh Allen (im Bild)
    • Backup: Kyle Allen
    • Reserve/Future Contract: Shane Buechele

    Imagn Images

  • Carolina Panthers
    • Starter: Bryce Young (im Bild)
    • Backups: Kenny Pickett, Andy Dalton

    ZUMA Press Wire

  • Chicago Bears
    • Starter: Caleb Williams (im Bild)
    • Backups: Case Keenum, Tyson Bagent

    2025 Getty Images

  • Cincinnati Bengals
    • Starter: Joe Burrow (im Bild)
    • Reserve/Future Contract: Sean Clifford

    IMAGO/Imagn Images

  • Cleveland Browns
    • Starter: Shedeur Sanders Im Bild)
    • Backups: Dillon Gabriel, Deshaun Watson

    2025 Getty Images

  • Dallas Cowboys
    • Starter: Dak Prescott (im Bild)
    • Backups: Joe Milton III, Sam Howell

    2024 Getty Images

  • Denver Broncos
    • Starter: Bo Nix (im Bild)
    • Backups: Jarrett Stidham, Sam Ehlinger

    USA TODAY Network

  • Detroit Lions
    • Starter: Jared Goff (im Bild)
    • Backup: Teddy Bridgewater
    • Reserve/Future Contract: Malik Cunningham

    2025 Getty Images

  • Green Bay Packers
    • Starter: Jordan Love (im Bild)
    • Backup: Desmond Ridder
    • Reserve/Future Contract: Kyle McCord

    IMAGO/Icon Sportswire

  • Houston Texans
    • Starter: C.J. Stroud (im Bild)
    • Backups: Davis Mills, Graham Mertz

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • Indianapolis Colts
    • Starter: Daniel Jones (im Bild)
    • Backups: Anthony Richardson, Riley Leonard
    • Reserve/Future Contract: Seth Henigan

    AFP/GETTY IMAGES/SID/LUKE HALES

  • Jacksonville Jaguars
    • Starter: Trevor Lawrence (im Bild)
    • Backup: Nick Mullens
    • Reserve/Future Contract: Carter Bradley

    2024 Getty Images

  • Kansas City Chiefs
    • Starter: Patrick Mahomes (im Bild)
    • Backup: Chris Oladokun
    • Reserve/Future Contract: Jake Haener

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • Las Vegas Raiders
    • Starter: Aidan O'Connell

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • Los Angeles Chargers
    • Starter: Justin Herbert (im Bild)
    • Future/Reserve Contract: DJ Uiagalelei

    2025 Getty Images

  • Los Angeles Rams
    • Starter: Matthew Stafford (im Bild)
    • Backup: Stetson Bennett

    ZUMA Press Wire

  • New England Patriots
    • Starter: Drake Maye (im Bild)
    • Backups: Joshua Dobbs, Tommy DeVito

    2025 Getty Images

  • New Orleans Saints
    • Starter: Tyler Shough (im Bild)
    • Backup: Spencer Rattler

    ZUMA Press Wire

  • New York Giants
    • Starter: Jaxson Dart (m Bild)
    • Backup: Jameis Winston

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • New York Jets
    • Starter: Geno Smith (im Bild)
    • Backups: Justin Fields, Brady Cook, Hendon Hooker
    • Reserve/ Future Contract: Bailey Zappe

    ZUMA Press Wire

  • Philadelphia Eagles
    • Starter: Jalen Hurts (im Bild)
    • Backup: Tanner McKee

    2023 Getty Images

  • Pittsburgh Steelers
    • Starter: Mason Rudolph (im Bild)
    • Backup: Will Howard

    UPI Photo

  • San Francisco 49ers
    • Starter: Brock Purdy (im Bild)
    • Backups: Mac Jones, Kurtis Rourke
    • Reserve/Future Contract: Adrian Martinez

    Imagn Images

  • Seattle Seahawks
    • Starter: Sam Darnold (im Bild)
    • Backups: Jalen Milroe, Drew Lock

    2025 Getty Images

  • Tampa Bay Buccaneers
    • Starter: Baker Mayfield (im Bild)
    • Backups: Connor Bazelak, Jake Browning

    2025 Getty Images

  • Tennessee Titans
    • Starter: Cam Ward (im Bild)
    • Backups: Mitchell Trubisky, Will Levis

    Imagn Images

  • Washington Commanders
    • Starter: Jayden Daniels (im Bild)
    • Backup: Marcus Mariota

    IMAGO/Icon Sportswire


In Pittsburgh ist die Offensive auf dem Papier schwächer besetzt. Zwar kam D.K. Metcalf als neuer Nummer-1-Receiver, dafür wurde aber auch George Pickens weggeschickt. Der Kader wurde quasi mit keinem Playmaker verstärkt.

Offenbar hoffen die Steelers darauf, dass Rodgers alleine mehr aus der Offensive herausholen kann, als es Russell Wilson und Justin Fields gelang. Doch woher dieser Optimismus? Und selbst wenn er etwas besser ist - was heißt das genau?

Die Defense ist die Identität der Steelers, was auch vollkommen in Ordnung ist. Diese Unit kann Pittsburgh tragen und erneut in die Playoffs bringen. Das war aber schon 2024 der Fall. Mehr wird nicht drin sein. Wo ist die Verbesserung?

Zu glauben, Rodgers habe noch die Magie von einst, um eine Offensive allein auf ein höheres Level zu heben, ist gelinde gesagt naiv, wenn nicht gar fahrlässig. Die Steelers schleppen sich auf der Quarterback-Position von einem Platzhalter zum anderen.

Seit dem Rücktritt von Ben Roethlisberger sucht Mike Tomlin vergeblich eine langfristige Lösung. Kenny Pickett war es nicht, Justin Fields passte nicht ins Konzept - also wieder ein neuer Übergang.

Aaron Rodgers als Mentor für Will Howard?

Doch vielleicht kann Rodgers diesbezüglich in dem einen Jahr in Pittsburgh einen Dienst verrichten, der für die Franchise mehr wert ist als eine Saison, deren Frage lautet, ob man in der Wild Card Round scheitert oder die Divisional Round erreicht.

Im Draft zogen die Steelers in Runde sechs Will Howard, der Talent, aber auch klare Schwächen mitbringt. Ein Jahr im Training mit Rodgers könnte den Youngster womöglich auf eine neue sportliche Ebene bringen.

- Anzeige -
- Anzeige -

Erklärt sich Rodgers hier bereit, seine Erfahrungen als Mentor an den Rookie weiterzugeben, könnten die Steelers ihren Franchise-Anführer der Zukunft womöglich bereits im Kader haben.

Dann hätte sich die Verpflichtung von Rodgers auch sportlich sogar langfristig gelohnt - etwas, was bei einem 41-Jährigen eigentlich nicht zu erwarten ist. Ob die Saison 2025 dann mit zehn oder elf Siegen in den Archiven steht, ist nebensächlich.

Und für Rodgers wäre es ein weiteres Erbe, das er der NFL hinterlassen kann. Ein Erbe, das über eigene Statistiken, Titel und Rekorde hinausgeht, sondern auch direkt die nächste Generation betrifft. Oder kurz: Er würde weiter Gesprächsthema bleiben.

Mehr News und Videos