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Aikman und Brady mit pikanten Doppelrollen: Die NFL muss klare Grenzen setzen - Kommentar
Veröffentlicht:
von Franziska WendlerNFL
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Videoclip • 01:09 Min
Troy Aikman und Tom Brady bekleiden innerhalb der NFL pikante Doppelrollen. Eine Praktik, die es so nicht geben darf. Ein Kommentar.
Rund drei Monate ist es her, es war Anfang Januar, als die Miami Dolphins verkündeten, NFL-Legende Troy Aikman bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer und General Manager als Berater hinzuzuziehen.
Die gesuchten Personen wurden schnell gefunden. Jeff Hafley wurde als neuer Head Coach installiert, Jon-Eric Sullivan als GM. Spätestens als Hafley am 19. Januar eingestellt wurde, hätte Aikman die Dolphins verlassen können. Doch er tat es nicht.
Drei Monate später geht es mit großen Schritten auf den Draft zu – und der langjährige Quarterback steht noch immer in Diensten der Franchise. Welche Position er bekleidet? Unklar!
Klar ist aber, er ist offenbar gekommen, um zu bleiben. Entgegen der ursprünglichen Aussagen.
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Aikman beim Draft für die Dolphins
Kürzlich erklärte Aikman im Interview mit "DLLS Sports", er werde bei der Talenteziehung in wenigen Wochen dabei sein – aber nicht in seiner eigentlichen Rolle.
Der Chef-Analyst von "Monday Night Football" beim US-Sender "ESPN" ist stattdessen in Diensten der Dolphins am Start: "Ich werde für den Draft in Miami sein. Ich werde in ihren Räumlichkeiten sein", gab er zu Protokoll.
Die Gründe liegen für den 59-Jährigen auf der Hand. "Ich glaube, die Dolphins haben klug gehandelt, indem sie meine Beziehungen innerhalb der Liga erkannt haben und wussten, dass ich über Informationen verfüge, die sie nicht haben oder nicht bekommen können."
Und weiter: "Und ich glaube, sie haben klug gehandelt, indem sie sich das zunutze gemacht haben, sei es durch mich oder durch jemand anderen. Ich werden den Dolphins die Daumen drücken, denn jetzt steht für mich etwas auf dem Spiel."
Aikman mit offensichtlichem Interessenskonflikt
Eine Aussage, deren Tragweite man sich deutlich machen muss. Einer der Top-Kommentatoren in der NFL-Berichterstattung, eigentlich zu Neutralität und Objektivität verpflichtet, sagt offen, welchem Team er künftig die Daumen drückt.
Ein offensichtlicher Interessenskonflikt, der ihn in eine pikante Lage bringt. Als Kommentaror hat er die Möglichkeit, sich mit den Teams zu treffen und Trainingseinheiten zu besuchen, wenn er während der Regular Season über sie berichtet.
Doch fühlen sich die Verantwortlichen der 31 anderen Franchises wirklich wohl damit, Informationen mit jemandem zu teilen, der alles andere als unparteiisch ist?
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Brady ebenfalls in Doppelrolle
Eine gänzlich neue Situation ist diese seltsame und nicht klar definierte Doppelrolle derweil nicht. Mit Quarterback-Legende Tom Brady, der als Kommentator für den Sender "Fox" und als Minderheits-Eigentümer der Las Vegas Raiders fungiert, gibt es bereits einen ähnlichen Fall.
Und der könnte sich verschärfen. Während TB12 bislang nicht wirklich bei den Raiders in Erscheinung trat, war er zum Auftakt des Offseason-Programms des Teams vor Ort.
Ob dies auch bedeutet, dass er zukünftig mehr aktiv involviert ist, ist derweil noch völlig unklar.
NFL muss klare Grenzen ziehen
Die NFL scheint mit den klaren Interessenskonflikten und dem Wettbewerbsvorteil durch das gewonnene Insiderwissen derweil keine Probleme zu haben.
Zwar zeigte die Liga eine ablehnende Haltung als Brady – zu diesem Zeitpunkt bereits Owner – noch einmal ein Comeback auf dem Platz in Erwägung zog, seine Doppelrolle als Eigentümer und TV-Analyst sorgt derweil aber nicht für Probleme.
Und auch bei Aikman, seit Jahren als Analyst tief im Geschäft, scheint es kein Problem zu geben. Das sollte es aber!
Die NFL ist ein Milliardengeschäft. Professionelle und unabhängige Strukturen sollten eigentlich Grundvoraussetzung sein. Entsprechend braucht es klare Grenzen.
Die Integrität von Liga, Medien und Teams kann man auf Dauer nur wahren, wenn die Rollen klar definiert sind und das Angehören zu mehr als einer Partei nicht gestattet ist.
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