"Thank you Cleveland"
NFL: Joe Flacco zeigt’s allen und die Cleveland Browns scheitern wieder an sich selbst - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Kai EsserNFL
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Videoclip • 01:53 Min
Die Cleveland Browns haben Joe Flacco vorsätzlich und fahrlässig in der eigenen Division getradet. Damit haben die Browns nicht nur ein ungeschriebenes Gesetz gebrochen, sie stehen mal wieder als Verlierer da. Ein Kommentar.
Von Kai Esser
Es gibt Dinge, die aktuell mehr Spaß machen, als Fan der Cleveland Browns zu sein.
Zahnwurzelbehandlungen zum Beispiel. Oder sich in Brennnesseln legen. Die Browns stehen derzeit wie die Lachnummer der Liga da.
Nachdem sie Quarterback Joe Flacco zu den Cincinnati Bengals getradet haben, zeigten die Browns mal wieder: Sie bekommen die Quarterback-Position einfach nicht nachhaltig in den Griff.
Cleveland Browns: Flacco-Trade macht auch Tomlin fassungslos
Es gibt schon Gründe, wieso Spieler in der Regel nicht in der eigenen Division getradet werden - wenn sie nämlich wider Erwarten doch performen sollten, steht man nicht nur dumm da, sondern muss auch noch zwei Mal im Jahr gegen sie spielen.
Nicht nur man selbst, sondern auch die engsten Rivalen.
"Es ergibt keinen Sinn", sagte der sonst so diplomatische Mike Tomlin nachdem er sich auf Flacco als Gegner vorbereiten musste. Unwahrscheinlich, dass sich seine Meinung geändert hat, nachdem er mit seinen Pittsburgh Steelers 31:33 gegen die Bengals und Flacco - der drei Touchdowns warf - verloren hatte.
Es ist nur das nächste Kapitel in der langen und erfolglosen Geschichte der Quarterbacks der Browns. 41 (!) verschiedene Starter hatten die Browns seit ihrer Rückkehr in die NFL 1999. Das sind mehr als anderthalb pro Saison.
Dabei ist Flacco nur kurz gedacht, 2021 wurde ein gewisser Baker Mayfield weggeekelt - ja, der Baker Mayfield, der aktuell im ran-Quarterback-Ranking auf Platz 1 mit den Tampa Bay Buccaneers steht.
An irgendeinem Punkt kann man es nicht mehr anders erklären als mit einem Fluch, der auf Spielmachern in Cleveland liegt - oder an einem konstanten und kollektiven Fehlversagen. Eines von beiden.
Cleveland Browns nur mit Rookie-QBs - Flaccos Karriereherbst aus dem Märchenbuch
Jetzt haben die Browns mit Dillon Gabriel und Shedeur Sanders nur noch zwei Rookies im aktiven Kader. Dazu im Practice Squad Bailey Zappe.
Es bedarf keiner hohen Qualität als Analyst um zu sehen, dass die Browns ihre Quarterback-Situation zum wiederholten Male vor die Wand fahren.
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Und Joe Flacco währenddessen? Der hatte beim Spiel "sehr viel Spaß", wie er später zugab. Überhaupt gab sich der 41-Jährige lässig und cool, als hätte er gerade nicht den größten Rivalen der Franchise-Historie mit einem Passer Rating weit über 100 besiegt.
Flacco genießt die letzten Jahre seiner Karriere, womöglich sogar das letzte Jahr. Als er im Interview bei "Prime Video" saß, hatten die noch anwesenden Fans der Bengals auch eine Nachricht an die Browns:
"Thank you Cleveland!"
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