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NFL: Kansas City Chiefs sollten sich von Rashee Rice trennen - Kommentar

Aktualisiert:

von Luis Woppmann

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Videoclip • 05:07 Min


Zum wiederholten Mal fällt Rashee Rice neben dem Platz negativ auf und muss ins Gefängnis. Die Kansas City Chiefs sollten nun einen Schlussstrich ziehen und sich vom talentierten Wide Receiver trennen. Ein Kommentar.

von Luis Woppmann

Rashee Rice galt vor dem Draft 2023 als vielversprechendes Talent in einem starken Receiver-Jahrgang.

Damals wurde er in der zweiten Runde von den Kansas City Chiefs ausgewählt, in der Hoffnung, er könnte langfristig eine verlässliche Anspielstation für Star-Quarterback Patrick Mahomes werden.

In der ersten Saison ging die Rechnung voll auf: Rice kam auf 938 Receiving Yards sowie sieben Touchdowns und war knapp hinter Tight End Travis Kelce der zweitbeste Passempfänger der Chiefs.

Zahlen, die sich für eine erste Saison sehen lassen können - vor allem wenn man bedenkt, dass Head Coach Andy Reid den Wide Receiver in der ersten Hälfte der Saison noch sehr zurückhaltend einsetzte und ihn erst in der zweiten Hälfte deutlich mehr Snaps spielen ließ.

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Rashee Rice: Immer wieder negative Schlagzeilen

An die Leistungen im Saisonendspurt konnte Rice allerdings nie wieder anknüpfen. Stattdessen folgten negative Schlagzeilen: Im März 2024 verursachte der Passempfänger auf einem Highway in Dallas einen Massenunfall und beging Fahrerflucht, im Mai des gleichen Jahres soll er in einem Nachtclub in Dallas angeblich einen Fotografen verletzt haben.

Im Februar diesen Jahres wurde Rice dann zudem von seiner ehemaligen Partnerin Dacoda Jones wegen mutmaßlicher häuslicher Gewalt angezeigt. Offenbar lernt er aber nicht dazu.

So wurde der 26-Jährige positiv auf Cannabis getestet und muss wegen einem Verstoß gegen seine Bewährungsauflagen nun für 30 Tage ins Gefängnis. Zu allem Überfluss wurde Rice gerade erst erneut am Knie operiert, nachdem er sich bereits 2024 schwer verletzt hatte und seine Saison nach vier Spielen bereits beendet war.

Ursprünglich hätte der Receiver in rund zwei Monaten wohl wieder auf dem Platz stehen können - hinter Gittern wird die Reha allerdings wohl eher langwieriger verlaufen.

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Kansas City Chiefs: Rashee Rice ist eine tickende Zeitbombe

Ganz egal wie schnell Rice für die Chiefs wieder auf dem Platz steht, er bleibt eine tickende Zeitbombe.

Nach der kommenden Saison läuft sein Rookie-Vertrag aus. Dann müssen die Chiefs entscheiden, ob sie weiter mit ihm planen wollen. Er hat bereits angekündigt, seine gesamte Karriere bei der Franchise verbringen zu wollen.

Trotz seiner zahlreichen Skandale riskierte Rice im Februar in einem "Instagram"-Live eine große Lippe und betonte, er wolle genauso viel verdienen wie Receiver-Topverdiener Jaxon Smith-Njigba, der bei den Seattle Seahawks für vier Jahre und 168,6 Millionen Dollar verlängert hat.

Vergleicht man die Statistiken der beiden Spieler in der abgelaufenen Saison, ist diese Forderung lachhaft, zumal "JSN" zwei Jahre jünger ist.

Rice hat in drei Jahren in der NFL nur 28 von 51 möglichen Spielen in der Regular Season bestritten. Ob sich diese Quote verbessern wird, ist vollkommenen offen. So viel Talent er auch hat, die Chiefs können sich bisher nicht so auf ihn verlassen, wie man es von einem Erstrunden-Pick erwarten würde.

Nach der enttäuschenden Vorsaison und dem ersten Verpassen der Playoffs seit 2014 muss sich die Franchise die Frage stellen, mit welchen Spielern sie in Zukunft planen kann. Rice sollte keiner davon sein.

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Rashee Rice: Trade als letzte Chance für Chiefs

Dadurch bleiben zwei Optionen für das Team: Entweder behalten sie den Receiver im Kader und lassen ihn anschließend zum Free Agent werden, oder sie suchen nach einem Trade-Partner.

Zweiteres dürfte wohl die letzte Gelegenheit sein, noch eine halbwegs passable Gegenleistung für den ehemaligen Zweitrunden-Pick zu bekommen. Diese Chance sollten die Chiefs nutzen, ehe es zu spät ist.

Als Ersatz gäbe es mit etwa mit Routinier Stefon Diggs noch einen Top-Receiver auf dem Markt, der auf Anhieb ein verlässlicher Passempfänger für den zurückkommenden Mahomes sein könnte. Zudem scheint auch eine mögliche Rückkehr von Tyreek Hill nach Kansas City nicht undenkbar.

Beide wären zumindest kurzfristig eine direkte Verstärkung, ehe sich die Franchise in der kommenden Saison mit langfristigen Lösungen beschäftigen kann.

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