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American Football

NFL: Kicker-Drama entscheidet Lions gegen Packers, Rams zurück auf Erfolgsspur

Aktualisiert:

von Oliver Jensen

NFL

NFL-Fans zerreißen Panthers nach Katastrophen-Spiel

Videoclip • 02:41 Min


Die Detroit Lions setzen sich denkbar knapp gegen die Green Bay Packers durch. Die Los Angeles Rams gewinnen gegen die Las Vegas Raiders, machen es in der Schlussphase aber unnötig spannend. Und die Arizona Cardinals bleiben zu Hause chronisch erfolglos. ran fasst die Spiele von Week 7 zusammen.

Green Bay Packers @ Detroit Lions 17:20

Die Detroit Lions haben das Division-Duell gegen die Green Bay Packers knapp gewonnen. Die Packers kassierten dadurch die erste Niederlage nach zuvor drei Siegen in Serie. Entscheidend für den Spielausgang war die Treffsicherheit der beiden Kicker.

Bei einem Zwischenstand von 17:17 und einer Restspielzeit von rund vier Minuten befanden sich die Packers in der gegnerischen Redzone. Quarterback Jordan Love (274 YDS, 2 TD, 1 INT) warf zweimal seinen Receiver Josh Jacobs an, der die Finger allerdings nicht an den Ball bekam. Also trat Kicker Trey Smack zum Field Goal aus 35 Yards an. Doch sein Schuss war zu flach und wurde geblockt. Besonders bitter: Es war bereits der zweite Field-Goal-Versuch, den Smack verschoss.

Also blieben den Lions 3:21 Minuten Zeit, um in Field-Goal-Reichweite zu gelangen und das Spiel zu entscheiden. Die Offense rund um Jared Goff (303 YDS, 2 TD), der in der gesamten Saison 2026 noch keine einzige Interception geworfen hat, gelangte bis an die gegnerische 4-Yard-Linie. Die Lions nahmen eine Auszeit und ließen Jake Bates das Field Goal zum Sieg erzielen - mit Erfolg.

Zu den auffälligsten Spielern der Partie gehörte auch der deutsche Lions-Receiver Amon-Ra St. Brown, der neun Pässe für 153 Yards fing. Die Lions stehen nun bei einer Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen, während die Packers bei 4-3 stehen.

Kicker Jake Bates schoss die Detroit Lions zum Sieg gegen die Green Bay Packers

Bild: ZUMA Press Wire


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Los Angeles Rams @ Las Vegas Raiders 35:21

Die zuletzt kriselnden Rams haben nach zwei Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis verbucht, indem sie das Auswärtsspiel bei den Las Vegas Raiders gewannen. Die Mannschaft von Head Coach Sean McVay steht nun bei einer 3-4-Bilanz. Die Raiders kassierten die vierte Niederlage in Serie, stehen ebenfalls bei 3-4 und haben dadurch erstmals in dieser Saison eine negative Bilanz.

Die Offense der Rams legte zunächst eine Machtdemonstration hin. War der erste Drive noch ein Three and Out, folgten daraufhin vier Angriffsserien mit jeweils einem Touchdown. Quarterback Matthew Stafford (195 YDS, 3 TD, 1 INT) warf zwei Touchdown-Pässe auf Davis Allen und einen weiteren auf Puka Nacua, zudem lief Running Back Kyren Williams in die Endzone. Die Raiders bekamen vor der Pause lediglich zwei Field Goals zustande, sodass sie mit einem 6:28-Rückstand in die Halftime gingen.

Doch die Raiders gaben sich nicht geschlagen. Während die Offense der Rams kaum noch stattfand, ließen die Raiders noch einmal Spannung aufkommen. Kirk Cousins (295 YDS, 2 TD) warf Touchdown-Pässe auf Tre Tucker und Ashton Jeanty, sodass Vegas 13 Minuten vor Spielende auf 18:28 herankam.

Erst jetzt wachte die Offense der Rams auf, antwortete im folgenden Drive mit einem Touchdown-Lauf von Blake Corum und sorgte somit für die Entscheidung.

Denver Broncos @ Arizona Cardinals 30:16

Die Arizona Cardinals bleiben vor eigenen Fans erfolglos. Saisonübergreifend kassierten sie bereits die zehnte Heim-Niederlage in Serie. Vor dem Spiel gab es noch Gänsehautstimmung, weil Franchise-Legende Larry Fitzgerald geehrt und seine Trikotnummer 11 zurückgezogen wurde.

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Als das Spiel dann allerdings begann, dominierten die Denver Broncos die Partie und sorgten mit ihren Big Plays für Furore. Nachdem beide Mannschaften jeweils nur mit zwei Field Goals für Punkte gesorgt hatten, spielte sich Broncos-Quarterback Bo Nix (222 YDS, 1 TD) in den Fokus. Erst legte er einen Touchdown-Lauf über 62 Yards hin, dann warf er kurz nach der Halftime einen 52-Yard-Touchdown-Pass auf RJ Harvey – 20:6 für die Broncos.

Die Cardinals kamen noch einmal bis auf sieben Punkte heran, indem Trey McBride einen Touchdown-Pass von Jacoby Brissett (272 YDS, 1 TD) fing. Dann allerdings zog Denver wieder davon. Die Broncos stehen nach dem dritten Sieg in Folge bei einer 5-2-Bilanz, während die Cardinals ein 2-5 vorzuweisen haben.

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San Francisco 49ers @ Atlanta Falcons 20:29

Die San Francisco 49ers haben die erste Saisonniederlage kassiert. Gegen die Atlanta Falcons, die zuvor zwei Spiele in Serie verloren hatten, kassierte die bisherige Nummer 1 der NFC eine 9-Punkte-Pleite.

Der Mann des Spiels war Falcons-Quarterback Michael Penix Jr., der 25 seiner 34 Pässe für 213 Yards an den Mann brachte, drei Touchdown-Pässe warf und ohne Turnover blieb. Dies war der entscheidende Faktor, denn den 49ers unterliefen gleich vier Ballverluste. Zwei Turnover gingen auf das Konto von Quarterback Brock Purdy, der für 288 Yards, einen Touchdown und zwei Interceptions warf.

Zunächst schienen die 49ers das Spiel zu dominieren. Christian McCaffrey und Kaelon Black erliefen jeweils einen Touchdown, sodass San Francisco zu Beginn des zweiten Viertels mit 14:3 führte. Dann verlor die Offense von San Francisco, die zeitweise auf den angeschlagenen McCaffrey verzichten musste, ihren Rhythmus. Bis zur Halftime verkürzten die Falcons ihren Rückstand auf 12:14.

Dann drehten die Falcons auf: Kyle Pitts Sr. und Drake London fingen jeweils einen Touchdown-Pass, während sich bei den 49ers die Ballverluste häuften. Atlanta verbessert sich dadurch auf eine Bilanz von drei Siegen und vier Niederlagen.

Kyle Juszczyk fing im Schlussviertel einen Touchdown-Pass von Brock Purdy, dennoch verloren die San Francisco 49ers bei den Atlanta Falcons

Bild: EPA


Cleveland Browns @ Tennessee Titans 27:24

Schlecht gestartet, dennoch gewonnen: Die favorisierten Browns fanden zunächst schwer in die Partie. Gleich der erste Drive der Titans endete mit einem Touchdown-Lauf über 36 Yards von Tony Pollard. Browns-Quarterback Deshaun Watson (308 YDS, 0 TD) leistete sich daraufhin eine Interception, sodass sich die Titans in einer guten Feldposition befanden. Erneut lief Pollard in die Endzone.

Die Titans hätten noch einen dritten Touchdown erzielen können, wurden allerdings dreimal an der gegnerischen 1-Yard-Linie gestoppt. Die Browns antworteten mit zwei Touchdown-Läufen von Quinshon Judkins und legten mit einem Field Goal nach, sodass es mit 17:14 in die Pause ging.

Nachdem das dritte Viertel punktlos blieb, glichen die Titans im Schlussviertel zunächst mit einem Field Goal aus. Doch die Browns gaben sich unbeeindruckt: Watson lief selbst in die Endzone und sorgte für einen Zwischenstand von 24:17. Zwar glichen die Titans aus, indem Pollard 58 Sekunden vor Spielende seinen dritten Touchdown erlief. Doch Cleveland genügte die verbleibende Zeit, um Andre Szmyt in Field-Goal-Position zu bringen.

Aus 32 Yards beförderte er das Ei durch die Torstangen und machte den Sieg perfekt. Beeindruckend: Eine Woche zuvor hatte er die Browns im Spiel gegen die Ravens ebenfalls mit dem letzten Play zum Sieg geschossen.

Die Browns verbessern sich auf eine 5-2-Bilanz, während die Titans bei 1-6 stehen.

Indianapolis Colts @ Minnesota Vikings 10:16

Die Minnesota Vikings spielen weiterhin unspektakulär und gewinnen dennoch verlässlich. Das 16:10 gegen die Indianapolis Colts war der sechste Sieg im sechsten Spiel.

Quarterback Kyler Murray, der zwischenzeitlich humpelte, agierte minimalistisch: Er brachte 14 seiner 24 Pässe für 150 Yards und einen Touchdown an den Mann. Auch das Laufspiel war mit einem Raumgewinn von 136 Yards keineswegs spektakulär. Doch all das genügte, weil die Offense ohne Ballverlust blieb, die Verteidigung wenig zuließ und Kicker Will Reichard drei Field Goals verwandelte.

Die Colts hingegen agierten ideenlos und kassierten daher die vierte Niederlage in Folge. Quarterback Daniel Jones warf für lediglich 108 Yards und eine Interception. Für den einzigen Touchdown der Colts sorgte Running Back Jonathan Taylor. Besonders bitter: Kicker Spencer Shrader verschoss zwei Field-Goal-Versuche. Indianapolis steht bei einer enttäuschenden 2-5-Bilanz.

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Miami Dolphins @ New York Jets 28:25

Es ist tatsächlich passiert: Die bislang erfolglosen Miami Dolphins haben ihr erstes Saisonspiel gewonnen! Sie siegten auswärts bei den Jets, die sich auf eine 2-5-Bilanz verschlechtern.

Die Franchise aus Florida dominierte bereits die erste Hälfte des Spiels: Quarterback Malik Willis (208 YDS, 2 TD) warf einen Touchdown-Pass auf Caleb Douglas und lief zudem einmal selbst in die Endzone. Auch der verlässliche Running Back Ollie Gordon erlief einen Touchdown. Mit einer beruhigenden 21:7-Führung gingen die Dolphins in die Pause.

Nach der Halftime fanden die Jets zu ihrem Spiel. Omar Cooper fing im dritten Viertel einen Touchdown-Pass von Geno Smith (287 YDS, 3 TD, 1 INT). Im Schlussviertel standen die Jets sogar an der gegnerischen 1-Yard-Linie, ehe Smith bei einem dritten Versuch gesackt wurde. Die Jets konnten den Rückstand lediglich per Field Goal auf 17:21 verkürzen.

Dies gab den Dolphins offenbar Aufwind. Willis warf seinen dritten Touchdown-Pass auf Caleb Douglas, der die 63 Yards bis in die Endzone zurücklegte. Doch mit dem 28:17 war die Partie noch längst nicht entschieden. Die Jets antworteten mit einem Touchdown-Pass von Smith auf Mason Taylor und ließen eine Two-Point-Conversion folgen, sodass sie dreieinhalb Minuten vor Spielende auf 25:28 herankamen. Doch die Offense der Dolphins gab den Ball nicht mehr her.

Das einzige sieglose Team der NFL sind somit die Los Angeles Chargers (0-6), die sich in einer Bye Week befinden.

Tampa Bay Buccaneers @ Carolina Panthers 43:13

Findet Tampa Bay mit Baker Mayfield zurück auf die Erfolgsspur? Der Quarterback gab nach überstandener Daumenverletzung sein Comeback. Die Franchise aus Florida sorgte bereits in der ersten Hälfte für klare Verhältnisse. Der erste Drive, bei dem Mayfield unter anderem einen Pass über 19 Yards warf, wurde mit einem Touchdown-Lauf von Bucky Irving vollendet.

Im zweiten Viertel lief für die Panthers nahezu alles schief. Nachdem sie ein Field Goal kassiert hatten, wurde Quarterback Bryce Young (163 YDS, 1 TD, 2 INT) gesackt und verlor den Ball. Calijah Kancey nahm das Ei auf und trug es in die Endzone – 17:0 für Tampa Bay.

Zwar warf Young daraufhin einen Touchdown-Pass auf Darren Waller. Doch der Extrapunktversuch lief im doppelten Sinne schief. Der Schuss wurde nicht nur geblockt, sondern auch noch von Zyon McCollum in die gegnerische Endzone getragen, sodass es zwei Punkte für Tampa Bay gab.

Die Buccaneers ließen vor der Halbzeit noch zwei Touchdowns folgen – erst lief Bucky Irving in die Endzone, dann fing Tez Johnson einen Touchdown-Pass von Mayfield –, sodass die Partie beim Halbzeitstand von 33:6 praktisch entschieden war. Insgesamt erwies sich das Laufspiel der Buccaneers mit 258 Yards als Erfolgsschlüssel, während Mayfield mit nur 64 Passing-Yards und einem Touchdown-Pass kein großer Faktor war.

Tampa Bay steht bei einer 2-5-Bilanz, Carolina bei 3-3.

Cincinnati Bengals @ Baltimore Ravens 35:13

Die Cincinnati Bengals kamen gut erholt aus ihrer Bye Week und haben im Division-Duell gegen die Baltimore Ravens ein starkes Comeback hingelegt.

Unter der Woche gab es Hoffnung, Quarterback Lamar Jackson könnte nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder auf das Spielfeld zurückkehren. Doch ein Einsatz kam offenbar zu früh. Zum dritten Mal in Folge fehlte Jackson und wurde von Backup Tyler Huntley (298 YDS, 1 TD, 1 INT) ersetzt.

Dies schien für die Ravens zunächst kein Problem zu sein. Erst fing Zay Flowers einen 48-Yard-Touchdown-Pass von Huntley, dann legte Kicker Tyler Loop mit zwei Field Goals nach. Mit 13:0 für die Ravens ging es in die Pause. Dann kam der Bruch!

Nach der Halftime drehten die Bengals nämlich ordentlich auf: Ihre folgenden fünf Drives (!) endeten jeweils mit einem Touchdown. Quarterback Joe Burrow (292 YDS) warf Touchdown-Pässe auf Mike Gesicki, Tee Higgins, Ja’Marr Chase und Drew Sample, zudem lief Samaje Perine selbst in die Endzone. Die Ravens brachten nach der Pause keinen einzigen Punkt mehr zustande.

Cincinnati verbessert sich auf eine 4-2-Bilanz, die Ravens stehen bei 4-3.

New York Giants @ Houston Texans 27:21 n.V.

Die New York Giants haben den Siegeszug der zuletzt aufstrebenden Houston Texans gestoppt. Mit einer Bilanz von 4-2-1 entwickeln sie sich zu einer Überraschungsmannschaft der Saison, während die Texans bei einer 2-5-Bilanz stehen.

Nachdem Giants-Neuzugang J.J. McCarthy vor einer Woche für Jameis Winston eingewechselt worden war und ein starkes Schlussviertel gespielt hatte, wurde er unter der Woche zum Starting-Quarterback ernannt. Nun trafen die Giants auf die Texans, die nach einem katastrophalen Saisonstart zuletzt zwei Spiele in Folge gewonnen hatten.

Die erste Hälfte des Spiels verlief ausgeglichen. Den Giants gelangen zwei Touchdowns: Zunächst lief Tyrone Tracy Jr. in die Endzone, dann wurde der zum Backup degradierte Jameis Winston bei einem Play kurz vor der Endzone ins Spiel gebracht und lief über ein Yard in die Endzone.

Die Texans, bei denen der deutsche Tight End Marlin Klein erneut inaktiv war, erzielten einen Touchdown und zwei Field Goals, sodass es mit einem 14:14 in die Halftime ging. Im weiteren Spielverlauf gelang beiden Mannschaften jeweils ein Touchdown, sodass die Entscheidung erst in der Verlängerung fiel.

Houston befand sich zuerst im Ballbesitz, schaffte aber kein First Down. Die Giants hingegen brauchten nur drei Spielzüge, um das Spiel mit einem Touchdown-Lauf über 30 Yards von Devin Singletary zu entscheiden.

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