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NFL: Lenny Krieg wartet weiter auf seine Chance - gehen dem Deutschen allmählich die Optionen aus?
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von Chris LugertNFL
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Die Achterbahnfahrt für Lenny Krieg in der NFL geht weiter. Nach gerade einmal zwei Tagen wurde der deutsche Kicker von den Green Bay Packers entlassen. Der Traum, tatsächlich in der besten Football-Liga der Welt Fuß zu fassen, verblasst immer mehr.
Die NFL ist bekanntlich ein schnelllebiges Geschäft. Diese Erkenntnis ist nicht neu, viele Spieler waren bereits Leidtragende der auf die Spitze getriebenen "Hire-and-fire"-Mentalität innerhalb der Liga. Chancen können sich unverhofft ergeben, genauso schnell aber auch wieder zerplatzen.
Besonders gut kennt Lenny Krieg diese Situation. Der 23 Jahre alte Berliner war erst kürzlich von den Green Bay Packers verpflichtet worden und sah die große Chance, mit Rookie Trey Smack um den Platz als Stammkicker kämpfen zu können. Nur zwei Tage später fiel Krieg dann den Mechanismen der NFL zum Opfer und wurde wieder entlassen, weil die Packers Platz im Kader schaffen mussten.
Ein durchaus frustrierendes Erlebnis, zumal Krieg weiterhin auf seine Chance warten muss, sich in der NFL beweisen zu können. Dabei hatte er in der Preseason vor der Saison 2025 durchaus für Aufsehen gesorgt, als er damals noch in Diensten der Atlanta Falcons ein Field Goals aus 57 Yards verwandelte.
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Krieg blieb Chance bei den Falcons verwehrt
Doch im Konkurrenzkampf mit Younghoe Koo zog Krieg den Kürzeren, dem Deutschen blieb nur ein Platz im Practice Squad. Als Koo schließlich aufgrund schwächerer Leistungen entlassen wurde, vertrauten die Falcons dennoch nicht auf den Berliner, sondern verpflichteten zunächst Parker Romo und danach Zane Gonzalez.
Nach der Saison endete Kriegs Zeit in Atlanta unspektakulär, sein Vertrag lief aus. Somit war sein persönlicher Höhepunkt die Reise zum NFL-Spiel in seiner Heimatstadt Berlin im November, als die Falcons auf die Indianapolis Colts trafen. Ihm selbst blieb allerdings nur eine Nebenrolle.
Und je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es für Krieg, an diesem Status etwas zu ändern. Jedes Jahr kommen neue Kicker in die NFL, meist über den Draft oder direkt danach als Undrafted Free Agents. Die Zahl an Spielern, mit denen Krieg und all die anderen Kicker konkurrieren, wird also immer größer.
Krieg hat wenig Argumente auf seiner Seite
Was dem ehemaligen ELF-Spieler, der über das International Player Pathway Program (IPP) in die NFL gekommen war, nicht hilft: Ohne Einsätze in der Regular Season kann Krieg nichts vorweisen, was ihn bei der Suche nach einem Job in der NFL von anderen, neuen Kandidaten abheben würde.
Dass er immerhin bei mehreren Teams bereits unter Vertrag stand, kann dabei auch als Negativpunkt ausgelegt werden. Schließlich konnte er sich nirgendwo durchsetzen.
Seine beeindruckenden Leistungen beim Scouting Combine, als er als einziger Kicker alle 14 Field-Goal-Versuche verwandelt hatte, sowie seine starke Preseason im Vorjahr sind inzwischen auch lange her. Als Argument in Verhandlungen kann er damit nicht mehr ewig auftrumpfen.
Krieg besitzt in der NFL nicht den Status eines Veteranen mit reichlich Erfahrung, der bei zahlreichen Teams, die aus unterschiedlichen Gründen einen Kicker suchen könnten, automatisch weit oben auf der Liste steht. Wenn, dann bleibt Krieg momentan nur die Rolle eines Herausforderers in einem mehr oder weniger offenen Konkurrenzkampf. So, wie es bei den Packers der Fall gewesen wäre.
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Kaum naheliegende Optionen für Lenny Krieg
Das Problem in der aktuellen Phase der Saisonvorbereitung: Viele Teams haben ihren Kicker längst gefunden. Und jene, die noch Zweifel haben, haben in den meisten Fällen bereits zwei Spieler für diese Position unter Vertrag, um einen Konkurrenzkampf ausleben zu können. Für Krieg gibt es derzeit also kaum naheliegende Optionen, um vor Saisonstart noch irgendwo unterzukommen.
Und während der Saison suchen Teams nach einer Kicker-Entlassung oder -Verletzung Soforthilfen, keine Projekte, die noch Entwicklungszeit benötigen. Somit könnte es für Krieg äußerst schwierig werden, noch einmal eine echte Chance in der Liga zu erhalten. Immerhin: Als IPP-Spieler kann Krieg noch zwei Jahre für einen Practice Squad verpflichtet werden, ohne gegen die 16 regulären Kaderplätze zu zählen.
Ob dieser Umstand reicht, um bald wieder einen Vertrag zu erhalten? Eine Garantie gibt es nicht. Aber es ist die NFL, und die ist ja bekanntlich schnelllebig. Krieg wird darauf hoffen, dass er dieses Mal davon profitieren kann.
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