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Trainer-Chaos in der BBL: FC Bayern will Gavel - Bambergs Hauptsponsor erhebt schwere Vorwürfe

Veröffentlicht:

von ran.de

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Videoclip • 01:19 Min


Der FC Bayern sucht einen Nachfolger für Svetislav Pesic. Als Top-Kandidat gilt dabei unter anderem Anton Gavel. Jetzt hat der Trainer seinen Vertrag bei den Bamberg Baskets wegen einem angeblichen Formfehler gekündigt. Durch das Trainer-Chaos will sich sogar Bambergs Hauptsponsor Michael Stoschek aus dem Basketball zurückziehen.

Die Bamberg Baskets waren das Überraschungsteam der aktuellen BBL-Saison. In der Liga belegte man am Ende den dritten Platz, den Pokal konnte man im Finale mit 74:72 gegen Alba Berlin gewinnen.

In den Playoffs schied man im Halbfinale dagegen knapp mit 2:3 in der Serie gegen den Klub aus der Hauptstadt aus. Das Gesicht des Erfolgs: Bamberg-Trainer Anton Gavel. Doch ausgerechnet um ihn läuft derzeit eine Schlammschlacht zwischen dem FC Bayern Basketball und den Baskets.

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Weil FC Bayern keine Ablöse zahlen will: Gavel kündigt Vertrag wegen Formfehler

Die Münchener führen derzeit in der Final-Serie der BBL mit 2:1. Ein weiterer Sieg würde die dritte Meisterschaft in Folge bedeuten. Allerdings ist seit rund einem Monat klar: Der aktuelle Trainer, Svetislav Pesic, wird nach der Saison in den Ruhestand gehen.

Als Nachfolger für den 76-Jährigen haben sich die Verantwortlichen auf Gavel festgelegt. Das Problem: Der 41-Jährige hat noch ein Jahr Vertrag in Bamberg - dementsprechend müsste der FC Bayern Ablöse zahlen. Laut "Bild"-Informationen würde der Klub mindestens eine Millionen Euro fordern.

Weil sie das nicht wollen, hat der Verein nun zu anderen Mitteln gegriffen. Dabei hat der Trainer seinen gültigen Vertrag zum 30. Juni 2026 gekündigt, da er laut einem Formfehler ungültig gewesen sein soll.

Brose-Gesellschafter Michael Stoschek, der 17 Jahre Hauptsponsor in Bamberg war und den Klub bis zuletzt auch privat unterstützt hatte, erklärte gegenüber der "Bild": "Er hat der Geschäftsführung eine Kündigung vorgelegt: Weil die digitale Unterschrift nicht schriftlich bestätigt wurde, sei sie angreifbar.“

Weiter sagt er: "Von der Rechtslage abgesehen, finde ich es doch ziemlich ungeheuerlich, dass der größte und erfolgreichste, finanziell stärkste Sportklub Europas dem kleinen Bamberg den wichtigen Trainer wegnimmt."

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Stoschek nach Telefonat mit Hainer: "Versuche haben zu keinerlei Einigung geführt"

Der Unternehmer telefonierte anschließend mit Bayern-Präsident Herbert Hainer. Doch auch das habe keine Veränderung in der Situation gebracht: "Herr Hainer und ich haben dreimal miteinander telefoniert, in einem sehr professionellen, persönlich freundschaftlichen Ton, das will ich ausdrücklich betonen", erklärte Stoschek.

Und weiter: "Aber in der Sache hat er sich keinen Millimeter bewegt. Die Versuche, die ich gemacht habe, in Gesprächen mit dem Präsidenten, haben zu keinerlei Einigung geführt. Ich bin nicht irritiert, ich bin total enttäuscht. Ich habe das nicht geglaubt."

Laut dem Unternehmer "hat Gavel einen laufenden Vertrag und der gilt." Zudem erklärte er: "Wir hatten einmal einen bayerischen Ministerpräsidenten, Franz-Josef Strauß, der hat den berühmten Satz gesagt: Pacta sunt servanda (Verträge sind einzuhalten, Anm. d. Red.). Den habe ich auch Herrn Hainer ans Herz gelegt."

Und weiter: "Dieser Satz hat mich als Unternehmer mein Leben lang geprägt. Dass man sich an die geschlossenen Verträge hält, das war für mich selbstverständlich. Deswegen bin ich so enttäuscht, das hat aber Herrn Hainer nicht beeindruckt.“

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Nach Trainer-Chaos um Gavel: Stoschek will sein Engagement zurückziehen

Diese Umstände scheinen Stoschek so stark beeinflusst haben, dass er sein Engagement in Bamberg in der kommenden Saison beenden will: "Die Bamberg Baskets müssen irgendwie klarkommen. Ich bin so enttäuscht, ich habe mein Herzblut verloren."

Und abschließend: "Ich habe so viele Jahre den Basketball begleitet, aber ich blende das jetzt einfach aus. Ich habe viele andere Probleme zu lösen und streiche das Thema Basketball jetzt einfach aus meinem Kopf."

Besonders bitter: Ursprünglich hatte der Unternehmer geplant, bei einem Verbleib von Gavel deutlich mehr Geld in den Verein zu investieren.

Laut "Bild" wären Stoschek und sein Sohn Maximilian, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Brose Gruppe, bereit gewesen, über 850.000 Euro zusätzlich beizusteuern.

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