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2. Bundesliga: VfL Wolfsburg will kein "FC Bayern der 2. Liga" sein

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball Bundesliga

VfL Wolfsburg - Kabinenstimmung nach Abstieg: "Tränen fließen"

Videoclip • 01:41 Min


Der VfL Wolfsburg geht als klarer Favorit in die neue Saison der 2. Liga. Vor allem wirtschaftlich gesehen kann kein anderer Zweitligist mit den Wölfen mithalten. Der langjährige Bundesligist will sich aber nicht auf der Favoritenrolle ausruhen.

Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph vom Fußball-Zweitligisten VfL Wolfsburg sieht seinen Klub nicht als "FC Bayern der 2. Liga". Zwar nehme der VfL die Favoritenrolle an, den Bayern-Vergleich wolle er jedoch nicht mittragen. "Der FC Bayern steht für Erfolg, harte Arbeit und höchste Ansprüche. Von den Vergleichen halte ich aber nichts, weil sie für jeden bequem sind, die uns in die Favoritenrolle schieben", sagte Rudolph der "Sport Bild".

Der Anspruch müsse sein, oben mitzuspielen: "Aber wir tun anderen nicht den Gefallen, dass wir sagen, wir seien der FC Bayern der 2. Liga. Wir müssen erst beweisen, dass wir in dieser harten 2. Liga bestehen können." Die Niedersachsen starten am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern (ab 20:30 Uhr im Liveticker) in die Saison.

Der VfL nimmt das Projekt Wiederaufstieg mit einer wirtschaftlichen Überlegenheit gegenüber den Ligarivalen in Angriff. Rund 23 Millionen Euro sind bisher in neue Spieler geflossen, die Ausgaben übersteigen die aller restlichen 17 Zweitligisten zusammen. Insgesamt hat Wolfsburg aber ein deutliches Transferplus erzielt. Nichtsdestotrotz liegt der Kadermarktwert der Wölfe laut "transfermarkt.de" bei rund 169 Millionen Euro – klarer Spitzenwert der Liga, St.Pauli kommt auf Platz zwei liegend "nur" auf rund 46 Millionen Euro.

"Der Etat ist im Vergleich zur Bundesliga stark gesunken. Aber es stimmt: Wir nehmen viel Geld in die Hand. Aber wir haben auch etliche Transfererlöse", sagte Rudolph: "Wir wollten Erfahrung, Führung und Zweitliga-Stärke im Kader. Dafür sind uns sehr gute Transfers gelungen. Es macht mich froh, dass wir sie überzeugen konnten. Es ist nicht das Geld, das diese Spieler lockt, sondern das Projekt."

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VfL Wolfsburg: Kader ist noch nicht final

Final ist der Kader aber noch nicht. "Auf der Abgangsseite wird es noch etwas geben, aber wir sind auch noch nicht durch, was die Zugänge angeht", sagte Hecking. Spieler wie Torhüter Kamil Grabara, Denis Vavro oder Mohamed Amoura dürften den Verein noch verlassen und das bereits große Transferplus weiter wachsen lassen. Das Klima in der Kabine soll weiter verbessert werden.

Der VfL hat im Sommer einige prominente Namen verpflichten können. Königstransfer Fabian Reese (Hertha BSC) und Abwehrspieler Hauke Wahl (FC St. Pauli) sind zweitligaerfahren und gelten intern bereits als Führungsspieler. Für Torgefahr sollen Robert Glatzel (Hamburger SV) und Fraser Hornby (Darmstadt 98) sorgen, Rückkehrer Elvis Rexhbecaj (FC Augsburg) schafft Identifikation. Im Gegenzug erzielte Wolfsburg lukrative Erlöse für Spieler wie Konstantinos Koulierakis (AS Rom) oder Patrick Wimmer (TSG Hoffenheim).

"Die neuen Jungs, die da sind, plus die Veränderungen im Staff, die wir vorgenommen haben – das wächst gerade alles zusammen", sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler. Coach Strobl arbeitete die mitunter lethargischen Auftritte und den fehlenden Zusammenhalt aus der Vorsaison auf - und gelobte Besserung. "Man will hier eine Mannschaft sehen, die sich den Arsch aufreißt, und dann wird einem auch mal etwas verziehen. Das ist die höchste Prämisse, das haben wir den Jungs gesagt", sagte Strobl, der Hecking an der Seitenlinie beerbt hat: "Wir spielen miteinander Fußball – und das sollen alle im Stadion merken."

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