2. Bundesliga
Hecking kritisiert Entlassung: "Das war respektlos"
Aktualisiert:
Hecking musste Bochum im September verlassen
Bild: IMAGO/SID/Christian Schroedter
Dieter Hecking hat dreieinhalb Monate nach seinem Aus beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum Kritik am Vorgehen des Vereins geäußert. "Ich nahm an, dass ich das nächste Spiel noch bekomme, um alles in die richtige Richtung lenken zu können", sagte der 61-Jährige im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): "Schließlich habe ich am Telefon erfahren, dass es zu Ende ist – allerdings nicht vom direkt dafür Verantwortlichen. Der hat erst eine Dreiviertelstunde später angerufen."
Einen Namen nannte Hecking nicht, mit dem Ablauf haderte er jedoch: "Das war respektlos. Die Art und Weise hat mich – neben der Entlassung als solcher – besonders geärgert."
Die ersten sechs bis acht Wochen hänge man "schon durch. Du wirst von 100 auf 0 ausgebremst", erklärte Hecking, der Mitte September nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen in der 2. Liga hatte gehen müssen, rückblickend: "Ich habe viel reflektiert, doch so richtig habe ich bis heute nicht verstanden, was letztendlich ausschlaggebend war. Wir hatten Probleme mit Verletzungen, wussten aber, dass diese Mannschaft in der Lage ist, erfolgreich Fußball zu spielen, wenn sich alles stabilisiert."
Letztendlich wisse man als Trainer, "dass es nur darum geht, erfolgreich zu arbeiten", sagte Hecking: "Ich hätte allerdings gedacht, dass man mehr auf Kontinuität setzt." Derzeit belegt Bochum unter Trainer Uwe Rösler nach 17 Spieltagen den zehnten Platz.
Hecking kann sich derweil eine Rückkehr an die Seitenlinie vorstellen. "Ich habe viel zu viel Lust, etwas zu machen. Ich kann und möchte dem Fußball noch viel geben. Es kommt hier und da auch ein Angebot", erzählte er. Einen Job im Ausland schloss Hecking nicht aus, Engagements in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) oder ähnlichen Staaten würde er jedoch "aus politischen Gründen ausschließen", betonte er: "In Frage käme das europäische Ausland, denn es müsste Deutsch oder Englisch gesprochen werden."
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