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Bundesliga - Offensive des FC Bayern wird menschlich, Kovac wird entlassen – die Hot Takes zur Saison 26/27

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

ran Fußball Bundesliga

BVB-Neuzugang mit Titelansage: Niko Kovac reagiert

Videoclip • 01:00 Min


Der FC Bayern München und der VfB Stuttgart eröffnen die neue Bundesliga-Saison. Vor dem Anpfiff liefert ran ein paar Hot Takes.

Der FC Bayern München verliert fast 20 Prozent seiner Offensivpower, Niko Kovac beendet die Saison nicht als Trainer von Borussia Dortmund und zwei Aufsteiger wissen zu begeistern.

Die neue Bundesliga-Saison beginnt am Freitagabend, wenn der Rekordmeister daheim gegen den VfB Stuttgart spielt (ab 19:50 Uhr live in SAT.1 und auf Joyn). In 34 Spielen wollen die Münchner ihren Titel verteidigen.

Ein Szenario, das unvermeidbar scheint. Auch weil die Konkurrenz nicht wirklich abliefern wird – zumindest in den ran-Hot-Takes zur neuen Saison.

Niko Kovac beendet die Saison nicht als BVB-Trainer

844 Tage – das war die bisher längste Amtszeit von Niko Kovac bei einem Bundesliga-Klub. Zwischen März 2016 und Juni 2018 war der Trainer für Eintracht Frankfurt tätig. Es war zugleich sein großer Durchbruch. Beim VfL Wolfsburg war er immerhin 625 Tage im Amt und beim BVB sind es jetzt schon 571 Tage.

Zugleich ist das die Marke, an der es für Kovac immer kompliziert wurde. Ob bei den genannten Vereinen oder auch beim FC Bayern und der AS Monaco: Wenn es ins zweite oder dritte Jahr ging, scheiterte der 54-Jährige oft an der Weiterentwicklung seines Teams.

Borussia Dortmund hat gute Transfers gemacht, gerade in der Offensive gibt es einige spannende Spieler wie Konstantinos Karetsas. Aber die Vorbereitung hat auch Schwierigkeiten angedeutet, die Kovac schon oft hatte. Im Ballbesitz bleibt das Team vorhersehbar. Und genau an diesem zähen Fußball wird Schwarz-Gelb in dieser Saison scheitern.

Kovac erlebt das Saisonende nicht als BVB-Coach. Ob es für die Top-3 reicht, wird vom Zeitpunkt der Entlassung abhängen und davon, ob der Nachfolger das Ruder herumgerissen bekommt.

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RB Leipzig kommt nicht in die Top-3

Noch schlimmer wird es RB Leipzig erwischen. Denn dort wird beides nicht passen: Kader und Trainer. Während der BVB seinen starken Kader noch mit einem neuen Coach retten kann, wird man in Leipzig den Aderlass des Sommers spüren. Yan Diomande und Lois Openda konnten nicht ersetzt werden.

Stattdessen gab es eine verzweifelte Rückholaktion von Christopher Nkunku und die damit verbundene Hoffnung, dass er nochmal die alte Form erreicht. Vieles stimmt in der Zusammensetzung des Teams nicht und auch der neue Coach Martin Demichelis muss erstmal beweisen, dass er Bundesliga kann.

In der Vorbereitung sah das noch erschreckend zäh und drucklos aus. Leipzig wird die Top-3 nicht erreichen und vielleicht sogar aus den Top-5 rutschen.

Die SV Elversberg spielt um Europa – zumindest kurz

Eine der ganz großen Saisonüberraschungen wird die SV Elversberg. Der offensiv- und spielfreudige Außenseiter der Liga wird so manchen Gegner mit seiner Intensität überraschen und dabei vor allem in der Hinrunde viele Punkte sammeln.

So viele, dass die Saarländer kurzzeitig an Europa schnuppern. In der Rückrunde normalisiert sich das alles aber wieder, Gegner stellen sich besser ein – und dennoch wird es locker für den Klassenerhalt reichen. Mit dem Abstieg haben sie nichts zu tun.

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Bayer Leverkusen rutscht aus den Top-6

Noch vor kurzer Zeit war Bayer Leverkusen die Überflieger der Bundesliga. In der vergangenen Saison landete die Werkself aber hart auf dem neuen Boden der Tatsachen.

Der Kader hat massiv an Qualität verloren, einige Neuzugänge schlugen nicht ein und auf der Trainerposition gab es nicht die zündende Idee. Das wird sich in dieser Saison nicht verändern. Leverkusen hat mit der Champions League nichts zu tun und rutscht sogar aus den Top-6.

Union Berlin steigt ab

Rutschen wird auch Union Berlin – und zwar in die 2. Bundesliga. Eigentlich hatten sich die Eisernen so sehr in der Bundesliga festgespielt, dass ein Abstieg fast absurd klingt.

Aber: Union hat in den letzten Jahren sukzessive an Qualität verloren. Mit Mauro Lustrinelli kam zudem eine kleine Wundertüte an die Seitenlinie. In der Schweiz war er durchaus erfolgreich, aber passt sein offensiver Stil nach Berlin-Köpenick? Am Ende steht der Abstieg für Union.

Schalke hat mit dem Abstieg gar nichts zu tun

Auch weil die Aufsteiger eine starke Saison spielen werden. Der FC Schalke 04 wird wie die SV Elversberg nichts mit den unteren Tabellenplätzen zu tun haben. Königsblau hat endlich wieder Stabilität im Klub und auf der Trainerbank.

Der pragmatische Stil von Miron Muslic und seine taktische Flexibilität werden enorm weiterhelfen. Hinzu kommt ein guter Mix aus erfahrenen Altstars wie Edin Dzeko und Robin Gosens einerseits sowie talentierten Spielern wie Vitalie Becker andererseits.

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Der FC Bayern schießt mindestens 20 Tore weniger

102. Klammert man die vergangene Saison aus, wäre diese Anzahl an Toren einer Mannschaft ein Bundesliga-Rekord. 101-mal traf der FC Bayern in der Saison 1971/72 und stellte damit eine Bestmarke auf, die unantastbar schien. Bis Vincent Kompany und Harry Kane kamen. In der vergangenen Saison pulverisierten die Münchner diesen Rekord mit 122 Treffern.

Absurd. In dieser Saison wird Normalität einkehren. Die Bayern schießen auch durch Rotation in der Rückrunde und Fokus auf die Champions League deutlich weniger Tore. Mindestens 20 weniger. Und selbst das wäre noch ein herausragender Wert, der es nahezu unmöglich macht, einen spannenden Titelkampf zu sehen. Damit ist eigentlich schon alles zur Dominanz des FC Bayern gesagt.

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