Bundesliga
Das ran Power Ranking zum Start der Bundesliga-Saison 2026/27: Wer wird Bayern-Jäger? Wer muss zittern?
Veröffentlicht:
von Martin Jahnsran Fußball Bundesliga
FC Bayern im Herzen: VfB-Star vor emotionalem Duell
Videoclip • 01:41 Min
Wer fordert den FC Bayern? Wer greift nach Europa? Und welche Klubs müssen sofort um den Klassenerhalt zittern? ran ordnet alle 18 Bundesliga-Teams vor dem Saisonstart ein - vom Favoriten bis zum Wackelkandidaten.
Der FC Bayern geht als klarer Favorit in die neue Bundesliga-Saison – doch dahinter ist die Hierarchie so offen wie lange nicht.
Kann der BVB den Rekordmeister ernsthaft unter Druck setzen? Wie weit tragen die Umbrüche bei Bayer Leverkusen und RB Leipzig? Und schafft der VfB Stuttgart den nächsten großen Schritt?
Im Kampf um Europa rechnen sich auch Freiburg, Frankfurt, Hoffenheim und Mainz Chancen aus. Im Tabellenkeller stehen dagegen Aufsteiger, Traditionsvereine und einige Teams mit großen Baustellen unter besonderem Druck.
ran ordnet alle 18 Klubs ein - vom Meisterschaftsfavoriten bis zum ersten Abstiegskandidaten
18. SC Paderborn
Über die Relegation gegen den VfL Wolfsburg hat der SC Paderborn seinen dritten Bundesliga-Aufstieg klargemacht. Bislang ging es beide Male direkt wieder zurück ins Unterhaus. Und auch diesmal dürfte der SCP der krasseste Außenseiter sein.
Der Kadermarktwert laut Transfermarkt ist mit etwas über 46 Millionen Euro mit Abstand der niedrigste der Liga. Dass in Paderborn verhältnismäßig kleine Brötchen gebacken werden, zeigte auch der neue Rekordtransfer des Klubs: Marvin Pieringer kam für drei Millionen Euro von Heidenheim. Aber: Schon in der 2. Liga hat Trainer Ralf Kettemann mit seinem Kader überperformt und mit seiner Intensität und dem mutigen Spielstil letztlich auch das deutlich teurere Wolfsburger Team in die Zweitklassigkeit geschossen.
Dennoch: Die Ostwestfalen gehen als krasser Außenseiter in die Saison, zumal mit Filip Bilbija (zu Derby County), Mika Baur (Celtic) und Calvin Brackelmann drei Leistungsträger den Klub verlassen haben.
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17. SV Elversberg
Mit den meisten Toren aller Zweitligisten machte die SV Elversberg ihren ersten Bundesliga-Aufstieg perfekt. Und das Team von Trainer Vincent Wagner sorgte auch in der Vorbereitung für Offensivwirbel: Mit fünf Toren gegen Straßburg, vier gegen Lorient und einem Sieg gegen Nijmegen sorgte die SVE für Aufsehen. Im Pokal gewannen die Elversberger bei Drittligist MSV Duisburg am Ende souverän mit 3:1.
Die Offensive wurde mit Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu (Leihgabe von Eintracht Frankfurt), dem aus Leverkusen ausgeliehenen Youngster Francis Onyeka für das offensive Mittelfeld, Noah Darvich vom VfB Stuttgart sowie Rechtsaußen Cole Campbell verstärkt. Letzterer kam für sechs Millionen Euro vom BVB und ist damit Elversbergs Rekord-Transfer.
Doch funktioniert die unerfahrene Mannschaft um die jungen Offensiven auch im Fußball-Oberhaus? Dafür braucht es eine Defensive, die beweist, dass sie auch gegen Erstliga-Angreifer stabil stehen kann.
16. Werder Bremen
Mit nur 32 Punkten schaffte Bremen vergangene Saison den Klassenerhalt.
Und mit Mio Backhaus (zum SC Freiburg), Karim Coulibaly (Straßburg) und Romano Schmid (Frosinone) verließen drei wichtige Säulen den Verein. Die wohl relevantesten Zugänge sind Torwart Alexander Schlager (Salzburg), der Niederländer Ludovit Reis (FC Brügge) im zentralen Mittelfeld, der junge Spanier Chuki von Real Valladolid für das offensive Mittelfeld sowie zwei Rückkehrer auf Leihbasis: Niclas Füllkrug und Eren Dinkci.
Doch Füllkrug hadert seit Jahren mit Verletzungsproblemen und Dinkci konnte in den vergangenen drei Spielzeiten in Heidenheim und Freiburg die hohen Erwartungen nach seinen starken ersten Ligajahren zuletzt nicht erfüllen.
Bei Werder hängt viel davon ab, ob die Rückkehrer an der Weser zu alter Durchschlagskraft zurückfinden. Falls nicht, droht eine schwere Saison für das Team von Trainer Daniel Thioune.
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15. Hamburger SV
In Saison zwei nach dem Wiederaufstieg dürfte die Mission Klassenerhalt für den HSV kaum einfacher werden. Leistungsträger und Fan-Liebling Luka Vuskovic ist nach dem Ende seiner Leihe nach Brighton weitergezogen.
Für ihn soll der Ex-Wolfsburger Sebastiaan Bornauw für Stabilität in der Abwehr sorgen. Aber auch offensiv müssen die Hamburger sich neu finden: Fabio Balde, Ransford Königsdörffer und Robert Glatzel sind in Hamburg ebenso Geschichte wie Jean-Luc Dompe, der zuletzt vom Mannschaftstraining suspendiert war und nun zu Konyaspor wechselt.
Richten sollen es nun die Neuzugänge Patson Daka (kam von Leicester City) als Sturmspitze sowie dahinter Martin Adeline, der für vier Millionen Euro von Troyes nach Hamburg wechselte. Außerdem wurde Albert Grönbaek nach seiner Leihe nun fest verpflichtet.
In der ersten Pokalrunde bei Drittligist Verl klappte das schon ordentlich: Das Team von Merlin Polzin löste die komplizierte Aufgabe souverän mit 3:0. Der HSV kann in Richtung Mittelfeld wachsen, muss aber erst beweisen, dass seine neue Mannschaft auch ohne Vuskovic stabil genug ist.
14. FC Schalke 04
Die Aufstiegseuphorie beim FC Schalke 04 ist riesig. Angefeuert wurde sie mit der Vertragsverlängerung von Edin Dzeko und namhaften Neuzugängen wie Robin Gosens oder Maximilian Wöber. Auch der Ex-Frankfurter Junior Dina Ebimbe sowie Junior Adamu aus Freiburg sind sinnvolle Verstärkungen mit Bundesliga-Erfahrung.
Dass Dzeko auch mit 40 Jahren noch eine Rolle spielen kann, zeigte er mit seinen zwei Joker-Toren beim mühsamen 5:2 nach Verlängerung im Pokal gegen Regionalligist Halle.
Auch wenn sich Schalke dort schwer tat: Mit der Wucht der Fans in der Veltins-Arena, erfahrenen Neuzugängen und der klareren Spielidee, die Trainer Miron Muslic dem Team in der Rückrunde vermittelt hat, sollte Schalke von allen drei Aufsteigern am besten für das Oberhaus gerüstet sein.
13. 1. FC Köln
Nach unruhigen Monaten kehrt beim 1. FC Köln pünktlich zum Saisonstart die positiven Schlagzeilen zurück. Der umstrittene Trainer Lukas Kwasniok wurde Ende Mai von Rene Wagner beerbt.
Und aus dem Tauziehen um Youngster Said El Mala zwischen dem 1. FC Köln und dem BVB ging für viele Fans überraschend Köln als Sieger hervor. Der 19-Jährige verlängerte bis 2031 - Berichten zufolge ohne Ausstiegsklausel. Mit der neuen Rückennummer 10 ist er Kölns große Offensivhoffnung.
Acht Neue, darunter Mittelstürmer Thijs Dallinga per Leihe von Bologna als Backup von Ragnar Ache sowie der erfahrene Rückkehrer Ellyes Skhiri sollen für mehr Breite und Stabilität sorgen. Allerdings wiegen die Abgänge von Jakub Kaminski, Eric Martel, Florian Kainz und Dominique Heintz sportlich wie hierarchisch schwer.
Köln hat genug Qualität für eine ruhige Saison, ist jedoch stark davon abhängig, dass El Mala den nächsten Schritt macht und die neue Achse schnell funktioniert.
12. Union Berlin
Einst brachte ein Schweizer Trainer Union in der Bundesliga und später sogar bis in die Champions League. Nun soll erneut ein Trainer aus der Schweiz den Köpenickern Beine machen. Mauro Lustrinelli führte den FC Thun als Aufsteiger zur Schweizer Meisterschaft.
Bei einem Blick auf den Union-Kader sieht es allerdings eher nach einem Mittelfeldplatz aus. Im Angriff ist der aus der MLS ausgeliehene Emmanuel Latte Lath ein Hoffnungsträger. Fraglich ist, ob die Abgänge der Innenverteidiger Danilho Doekhi und Diogo Leite durch Zeno Van den Bosch, Stanley Nsoki und Rückkehrer Marvin Friedrich aufgefangen werden können.
Im Pokal gegen Zweitligist Braunschweig zeigte sich Union beim 4:2 vorne treffsicher, defensiv aber noch anfällig.
11. Borussia Mönchengladbach
Der Abgang von Kapitän Rocco Reitz zu RB Leipzig war sportlich und hierarchisch schmerzhaft. Doch immerhin investierte die Borussia die dafür erhaltenen 20 Millionen Euro mit Bedacht in einige Verstärkungen mit Potenzial.
Vom SV Darmstadt kam der schwedische Torjäger Isac Lidberg, der den zuletzt langzeitverletzten Tim Kleindienst entlasten könnte. Der aus Malmö gekommene Hugo Bolin feierte beim ungefährdeten Pokalsieg gegen Schott Mainz mit einem Doppelpack einen Einstand nach Maß. In der Innenverteidigung könnte Rückkehrer Ko Itakura den Abgang von Nico Elvedi ausgleichen und der aktuell noch verletzte Rechtsverteidiger Yukhym Konoplya kommt mit Champions-League-Erfahrung von Schachtar Donezk.
Viel hängt auch davon ab, ob Trainer Eugen Polanski das Auf und Ab der vergangenen Saison in den Griff bekommen kann. Zwei Liga-Siege am Stück gelangen Gladbach seit November 2025 nicht mehr.
10. FC Augsburg
Das Experiment Sandro Wagner ist in der vergangenen Saison krachend gescheitert. Mit Manuel Baum kehrte mehr Pragmatismus zurück. Und vieles spricht für eine erneute Saison in ruhigem Fahrwasser.
Vorne könnte es der ewige Michael Gregoritsch richten. Aber auch der 21 Jahre alte Neuzugang Rodrigo Ribeiro, der von Sportings Jugend kam, kann sich Chancen ausrechnen. Er zeigte als Leiihgabe in der vergangenen Rückrunde schon vielversprechende Ansätze. Die größte Aufgabe dürfte in der Stabilisierung der Defensive liegen: Nach Cedric Zesiger und Dimitrios Giannoulis steht auch Keven Schlotterbeck vor einem Wechsel
Die Fuggerstädter kündigten bereits an, bei einem Schlotterbeck-Abgang noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden zu wollen. Mit einem 2:0-Arbeitssieg bei Energie Cottbus bestand Augsburg die Pokal-Generalprobe.
9. FSV Mainz 05
Unter Urs Fischer gelang den Mainzern die inzwischen fast schon obligatorische Irrsinns-Aufholjagd von Tabellenplatz 18 bis zu Rang zehn mit zwischenzeitlicher Tuchfühlung zu den Europapokalplätzen.
Mit dem Abstieg sollte Mainz in dieser Saison nichts zu tun haben. Auch, weil sich Leistungsträger und WM-Fahrer Nadiem Amiri trotz diverser Angebote für einen Verbleib entschieden hat.
In der ersten Pokalrunde war Oberligist Krieschow beim 9:0-Sieg der Mainzer kein Maßstab. Der 2:1-Sieg gegen den AFC Bournemouth war da schon eher ein Fingerzeig. Aussichtsreichster Neuzugang ist Innenverteidiger Fabio Gruber, der vom 1. FC Nürnberg kam und sich in der Vorbereitung einen Stammplatz erspielt hat.
8. TSG Hoffenheim
Der 50-Millionen-Euro-Abgang von Bazoumana Toure zu Newcastle ermöglichte Hoffenheim satte Ausgaben auf dem Transfermarkt: Für über 66 Millionen Euro ging die TSG auf Einkaufstour, holte mit Nathan De Cat (Anderlecht), Adam Daghim (Salzburg), Mats Rots (Enschede), Cajetan Lenz (Bochum) und Patrick Wimmer (Wolfsburg) gleich fünf Spieler für jeweils über zehn Millionen Euro.
Die Neuzugänge sollen mehr Tempo und Variabilität bringen. Beides ist angesichts der Dreifachbelastung und der Abgänge von Toure und Grischa Prömel dringend nötig.
Der Tanz auf drei Hochzeiten - in der ersten Pokalrunde wurde Erzgebirge Aue souverän geschlagen - sowie der Ausfall des derzeit noch verletzten Andrej Kramaric dürften Hoffenheim einen Höhenflug wie in der vergangenen Saison erschweren.
7. Eintracht Frankfurt
Nach den Chaos-Monaten unter Albert Riera hat sich die Eintracht auf einen alten Bekannten besonnen: Adi Hütter ist zurück am Main. Er hat die schwierige Aufgabe, eine verunsicherte Mannschaft, die mit Nathaniel Brown und Aurele Amenda zwei Stammkräfte verloren hat, wieder aufs Gleis zu setzen.
Dass die Eintracht aktuell noch eine Wundertüte ist, zeigten die vergangenen Ergebnisse: Im DFB-Pokal gegen den SC St. Tönis gelang mit einem 11:0 der höchste Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Kurz zuvor setzte es allerdings auch ein krachendes 0:7 beim Test gegen den FC Brentford. Für mehr Stabilität soll im defensiven Mittelfeld Neuzugang Raphael Onyedika sorgen. Der Nigerianer kam für neun Millionen Euro aus Brügge. Im Tor hofft die Eintracht noch auf eine Leihe des Freiburgers Noah Atubolu. Er könnte Kaua Santos im Konkurrenzkampf herausfordern.
Die drei Bundesliga-Auftaktspiele gegen Union Berlin, den FC Augsburg und Mainz 05 - allesamt Kandidaten für das breite Mittelfeld - dürften ein guter Gradmesser für die Europa-Ambitionen der Eintracht werden.
6. SC Freiburg
Auch unter Julian Schuster setzte Freiburg seinen Aufwärtstrend fort. Bis ins Finale der Europa League schafften es die Breisgauer in der vergangenen Saison.
Und auch in dieser Saison hätte der Pflichtspiel-Auftakt kaum besser laufen können: In der Conference-League-Quali gewann Freiburg insgesamt mit 7:2 gegen den FC Motherwell, im Pokal fegte das Schuster-Team mit 5:1 über Drittligist Fortuna Düsseldorf hinweg.
Den wohl bevorstehenden Abgang von Noah Atubolu hat Freiburg durch die Verpflichtung von Mio Backhaus aus Bremen abgefangen. Fraglich ist allerdings, ob der für 60 Millionen Euro zu Aston Villa gewechselte WM-Star Johan Manzambi zu ersetzen ist. Gegen Düsseldorf startete Yuito Suzuki im offensiven Mittelfeld.
Freiburg wird diese Qualität nicht eins zu eins ersetzen können und muss deshalb über das Kollektiv auffangen, was individuell fehlt. Etwas, das den Breisgauern oft besser als anderen gelingt.
5. RB Leipzig
Leipzigs ewiger Umbruch geht in die nächste Runde: Auf der Trainerbank musste Ole Werner in der Sommerpause überraschend die Segel streichen. Für ihn kam Martin Demichelis vom RCD Mallorca, der wieder für mehr Offensivgeist bei den Leipzigern sorgen soll. Eingefädelt hatte den Deal noch Jürgen Klopp als Global Head of Soccer - doch auch der ist inzwischen nicht mehr Teil des Red-Bull-Universums.
Auch im Kader gab es eine Menge Bewegung: Yan Diomande ging für 125 Millionen Euro zu Real Madrid, Lois Openda zog es zu Juventus Turin und mit Peter Gulacsi und Xaver Schlager sind zwei langjährige Stützen gegangen. Die Neuzugänge Maxime Esteve für die Innenverteidigung aus Burnley, Mönchengladbachs Rocco Reitz als Schlager-Nachfolger und Christopher Nkunku, der nach glücklosen Stationen bei Chelsea und Milan auf Leihbasis zurück in Leipzig ist, sind Verstärkungen.
Ob sie den Aderlass kompensieren können, ist aber noch fraglich. Im Pokal bei Regionalligist Eintracht Trier gab sich Leipzig beim 6:0 keine Blöße. Bei einem Test gegen die Bayern zeigten die Leipziger gute Ansätze, verloren aber mit 1:3.
4. Bayer Leverkusen
Und noch ein Team im Dauer-Umbruch: Nach der goldenen Ära unter Xabi Alonso verschliss Bayer Leverkusen mit Erik ten Hag und Kasper Hjulmand in der vergangenen Saison gleich zwei Trainer. Am Ende wurde Leverkusen Sechster. Nun soll wieder ein Spanier für die Rückkehr in die Top 4 sorgen.
Carles Martinez kam vom FC Toulouse, wo der einstige Barca-Jugendtrainer französischer Pokalsieger wurde. In den Testspielen zeigte sich das Team unter ihm stabilisiert: Unter anderem wurden der KRC Genk, der FC Sevilla und Newcastle United geschlagen. Lediglich gegen Nottingham Forest gab es eine Niederlage. In der ersten Pokalrunde machte die Werkself mit Drittligist Wehen-Wiesbaden mit einem 4:0 kurzen Prozess.
So sehr die Abgänge von Piero Hincapie (FC Arsenal) und Alejandro Grimaldo (Atletico Madrid) schmerzen, so neugierig machen Neuzugänge wie Alfonso Moreira (von Olympique Lyon) auf Linksaußen oder Miguel Gutierrez (SSC Neapel) und Argentiniens WM-Fahrer Facundo Medina (Olympique Marseille) als Verstärkungen für die Defensive. Mit Moussa Diaby steht außerdem ein einstiger Leistungsträger vor einer Rückkehr nach Leverkusen.
Dazu spielte der immer noch erst 20-jährige alte Ibrahim Maza eine bärenstarke Vorbereitung. Bayer scheint gerüstet für einen neuen Angriff auf die Champions-League-Plätze.
3. VfB Stuttgart
Stuttgart hat das Potenzial, erneut einen großen Schritt nach vorne zu machen. Der Kader ist jung, dynamisch und offensiv hochinteressant. Mit Bilal El Khannouss, Leo Sauer, Dzenan Pejcinovic und Grischa Prömel hat der VfB gezielt Qualität und Tiefe ergänzt.
Beim 4:0-Sieg im DFB-Pokal bei Hansa Rostock war Pejcinovic mit einem Dreierpack direkt Matchwinner. Im Tor soll der zum Saisonstart noch verletzte Dennis Seimen Nachfolger von Alexander Nübel werden.
Zudem stärkte Sebastian Hoeneß Publikumsliebling Deniz Undav mit der Ernennung zum neuen Kapitän weiter und auch die restlichen Leistungsträger sind allesamt wieder an Bord. Vieles spricht für eine weitere starke Stuttgarter Saison mit den Champions-League-Partien als Highlight.
Als Auftaktgegner des FC Bayern sind die Stuttgarter direkt eine harte Nuss für den Rekordmeister.
2. Borussia Dortmund
Unter Niko Kovac spielte der BVB in der vergangenen Saison selten berauschend. Doch 73 Punkte waren eine starke Ausbeute, die die Dortmunder zurück auf Rang zwei brachten. Und diesen Status dürfte das Team in der kommenden Saison festigen.
Für Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantelias und Joey Veerman steckte der BVB fast 80 Millionen Euro in Verstärkungen im Mittelfeld. Während die beiden griechischen Nationalspieler offensiv Impulse setzen sollen, ist der Niederländer Veerman Stabilisator in der Zentrale. Aus Salzburg kam außerdem mit Joane Gadou ein erst 19-jähriger Innenverteidiger, der den verletzten Nico Schlotterbeck vertritt. Im Supercup gegen die Bayern funktionierte das nicht immer (ran-Note 4).
Dennoch spricht perspektivisch vieles dafür, dass der BVB mit den Neuzugängen und der zurückgewonnen Stabilität unter Kovac seinen Status als Nummer zwei in Deutschland festigt.
1. FC Bayern München
Am FC Bayern führt auch in dieser Saison kein Weg vorbei. Alle Leistungsträger sind geblieben. Dazu wurde der Kader mit Ismael Saibari und Nathaniel Brown mit Augenmaß verstärkt.
In der vergangenen Saison wurde das offensive Mittelfeld nach der Verletzung von Serge Gnabry zur Problemzone. Dort kann Saibari nun für Abhilfe sorgen. Beim 2:1 im Supercup gegen Borussia Dortmund startete dort überraschend sogar Brown – und machte eine gute Partie (ran-Note 2). Der Sieg gegen den BVB, aber auch zuvor im Test gegen Leipzig ließen keine Zweifel an der Vormachtstellung der Bayern in der Bundesliga aufkommen
Dazu wurde mit der Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl auch abseits des Platzes für Ruhe gesorgt.
Dennoch bleiben auch bei den Bayern Sorgenfalten: In welchem Umfang Jamal Musiala ist nach den aufgetretenen Absencen den Bayern auf dem Platz weiterhelfen kann, steht in den Sternen. Auf der Torwartposition könnte die Arbeitsteilung zwischen Manuel Neuer und Jonas Urbig für Gesprächsstoff sorgen und der vergleichsweise dünn besetzte Sturm könnte bei Dreifachbelastung und etwaigen Verletzungssorgen noch zum Thema werden.
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