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Eintracht Frankfurt: Albert Riera vor dem Aus - sein Entdecker wusste es schon vorher
Veröffentlicht:
von Martin Volkmarran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:10 Min
Offenbar hat Albert Riera keine Zukunft mehr in Frankfurt – was seinem Förderer im ran-Interview schon vor Monaten klar war.
Vielleicht sollten die Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt mal bei Karlheinz Körbel nachfragen, ob er Zeit hat.
Früher jedenfalls sprang der "treue Charly", heute 71 und noch immer Berater des SGE-Vorstands, regelmäßig ein, wenn es mit einem Trainer nicht mehr weiter ging.
Und dieser Zeitpunkt könnte schneller kommen als gedacht. Denn der äußerst umstrittene Chefcoach Albert Riera steht bei den Hessen trotz Vertrags bis 2028 vor dem Aus – spätestens am Saisonende.
Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Frankfurter schon vorher die Reißleine ziehen. Denn nach der 1:2-Heimpleite gegen den Hamburger SV ist der Europa-League-Sieger von 2022 am Tiefpunkt angelangt und könnte erstmals seit sechs Jahren das internationale Geschäft verpassen.
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Eintracht Frankfurt: Millionen-Einbußen drohen durch Krise
Das hätte nicht nur sportlich gravierende Folgen, denn schon im Vorjahr hatte die Eintracht trotz der Champions-League-Teilnahme und Millionen-Einnahmen aus Spieleverkäufen ein finanzielles Minus gemacht.
Entsprechend wichtig wäre zumindest die Qualifikation für die Conference League, doch angesichts der aktuellen Formkurve spricht viel mehr für weitere Niederlagen in den abschließenden Saisonspielen beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund und gegen den Tabellenfünften VfB Stuttgart.
Verantwortlich für die Negativserie machen Fans und Medien in Frankfurt den Trainer, der spätestens mit seiner Wutrede vor der HSV-Partie unten durch ist. Da bestätigte er indirekt übereinstimmende Medienberichte über einen Streit mit Jonathan Burkardt ("zwei Wochen her"), bezeichnete die Berichterstattung aber gleichzeitig als erfunden ("Bullshit").
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Eintracht Frankfurt: Trainer Riera eckt mit Medien an
Zudem offenbarte Riera ein höchst fragwürdiges Verständnis von Pressefreiheit, als er den für den Ursprungsbericht verantwortlichen "Bild"-Reporter nach der Pressekonferenz attackierte: "Wenn du diesen Klub nicht liebst, dann geh!"
Trotz seiner medial schon vorher höchst fragwürdigen Auftritte zeigt sich die Beratungsresistenz laut "Süddeutscher Zeitung" auch im Umgang mit der eigenen Medienabteilung. Deren Rat, sich nicht sofort bei jeder Frage angegriffen zu fühlen, konterte er demnach mit der Aussage: "I don’t need a Babysitter."
Einen wundern die anhaltenden Verhaltensauffälligkeiten des Spaniers überhaupt nicht: Seinen einstigen Förderer Adam Delius. Der Münchner Immobilienunternehmer, Präsident von Rieras Ex-Klub Olimpija Ljubljana, hatte die Probleme schon kurz nach dessen Amtsantritt im Interview mit ran vorausgesehen.
Eintracht Frankfurt: Riera-Förderer sagte Probleme voraus
"Er ist leider so sehr von sich selbst überzeugt, dass er selbst Gott fragen würde: Ich bin jetzt hier, wo sitzt denn Du?", sprach Delius schon damals Klartext und prophezeite ein baldiges Ende der Zusammenarbeit.
Und weiter: "Er wird, wenn er keinen Psychologen und Medienberater an die Seite bekommt, an sich selbst scheitern. Er ist ein Geschenk für die Medien. Ein Vorbild für die Fans und die Jugend - davon ist er weit entfernt."
Das ist offenbar selbst Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche inzwischen klar, der Riera Ende Januar für rund 1,3 Millionen Ablöse von NK Celje holte und nach der Niederlage gegen den HSV jegliches Treuebekenntnis zum Trainer vermied.
Im Falle einer raschen Trennung würde dann wohl nicht Körbel, sondern eine andere Eintracht-Legende übernehmen: "Fußball-Gott" Alex Meier, aktuell noch Coach der U19.
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