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Eintracht Frankfurt: Aus von Albert Riera alternativlos - Markus Krösches nächster Schuss muss sitzen - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Carolin Blüchel

ran Fußball Bundesliga

Eintracht-Fans wüten nach Riera-Aus: "Desaster mit Ansage"

Videoclip • 01:50 Min


Nach nur 104 Tagen ist das Kapitel Albert Riera bei Eintracht Frankfurt schon wieder beendet. Das Verpassen des internationalen Wettbewerbs machte die Trennung alternativlos. Doch der krachend gescheiterte Trainer setzt zunehmend auch die Vereinsführung unter Druck. Ein Kommentar.

"Danke Albert", postete Eintracht Frankfurt in den sozialen Medien zur Verkündung der Trennung von Trainer Albert Riera. "Für nichts", möchte man hinzufügen.

Denn nach nur 104 Tagen ist die Liaison, die sich nahezu dauerhaft wie ein Missverständnis anfühlte, schon wieder beendet.

Das Aus war nach Platz acht in der Bundesliga und dem Verpassen des internationalen Wettbewerbs sowieso alternativlos.

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Eintracht Frankfurt: Trainerwechsel-Effekt verpufft schnell

Dabei sah es anfangs gar nicht so schlecht aus, als Riera am 2. Februar Dino Toppmöller beerbte. Die Hoffnung der strauchelnden Frankfurter: Der neue Trainer soll Stabilität und Erfolg zurückbringen.

Und tatsächlich schien sich die Erwartung anfangs zu erfüllen. Der Spanier stabilisierte die Defensive,  viermal blieb die Eintracht in seinen ersten sechs Spielen ohne Gegentor. Der Effekt verpuffte allerdings schnell.

Insgesamt waren vier Siege aus 14 Spielen schlicht zu wenig für die Frankfurter Ansprüche. Vor allem aber fehlte das Gefühl, dass Trainer, Mannschaft und Umfeld wirklich zusammenpassen. Riera wirkte mehr und mehr wie ein Fremdkörper. Sportlich und atmosphärisch. Menschlich.

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Eintracht Frankfurt unter Albert Riera: Viel Unruhe, wenig Erfolg

Statt Aufbruchsstimmung produzierte er vor allem immer wieder Nebengeräusche: Diskussionen mit Spielern, fragwürdige Personalentscheidungen und schließlich der bizarre Wutauftritt Anfang Mai auf der Pressekonferenz vor dem HSV-Spiel.

Zuvor war berichtet worden, Riera sei wegen angeblich schlechter Fitnesswerte mit Jonathan Burkardt aneinandergeraten. Die öffentliche Medienschelte wirkte am Ende wie völlige Verzweiflung.

Dass auch die Fans die Geduld verloren hatten, zeigte sich spätestens beim letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:2). Pfiffe bei der Vorstellung, dazu das Banner "Nada de gracias, Alberto" – "Danke für nichts, Alberto."

Riera wurde vom Hof gejagt.

Eintracht Frankfurt: Markus Krösche muss jetzt liefern

Viele Fans sehen die Schuld aber längst nicht mehr nur beim geschassten Trainer. Der Frust richtet sich in den sozialen Netzwerken zunehmend auch gegen die Vereinsführung um Sportvorstand Markus Krösche.

Die entscheidende Frage lautet: Warum glaubte man überhaupt, dass Riera zu diesem Klub passt? Die Personalie ist eine überraschend eklatante Fehleinschätzung Krösches.

Zwar genoss Krösche wegen seiner klugen Transferpolitik, dem Europa-League-Triumph 2022 und der Qualifikation zur Champions League im vergangenen Jahr lange viel Kredit, zuletzt häuften sich allerdings auch kritische Stimmen.

Als Riera-Nachfolger kursieren laut "Bild" jetzt vier Namen: Ex-Dortmund-Coach Mike Tullberg, Al-Ahli-Trainer Matthias Jaissle, der scheidende St. Pauli-Coach Alexander Blessin und Ex-Eintracht-Trainer Adi Hütter.

Für Krösche steht fest: Wer auch immer es wird, der nächste Schuss muss sitzen. Sonst dürfte es auch für den Sportvorstand ungemütlich werden.

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