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Eintracht Frankfurt: Zukunft von Albert Riera - Entscheidung ist gefallen

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 02:10 Min


Nach einer enttäuschenden Saison beendet Eintracht Frankfurt das Kapitel Albert Riera schon wieder. Die Trennung war nur noch Formsache.

Das spanische Missverständnis dauerte nur 104 Tage: Eintracht Frankfurt hat die Reißleine gezogen und seinen von Beginn an umstrittenen Trainer Albert Riera vor die Tür gesetzt. Der 44 Jahre alte Mallorquiner hatte seinen Job als Nachfolger von Dino Toppmöller erst am 1. Februar angetreten, sein mangelnder Rückhalt im Umfeld und der sportliche Misserfolg machten die Trennung für den Fußball-Bundesligisten alternativlos.

"Nach intensiven Gesprächen sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden", sagte Sportvorstand Markus Krösche, der mit der Verpflichtung von Riera vor dreieinhalb Monaten für eine Überraschung gesorgt hatte. "Albert und sein Team haben uns durch ihre akribische Arbeit zudem wertvolle Impulse gegeben, wofür wir uns ausdrücklich bedanken möchten. Gleichzeitig sind wir nach einer offenen und ehrlichen Analyse der sportlichen Entwicklung zu dem Schluss gekommen, dass wir zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen möchten.

Schon in den vergangenen Wochen hatte Krösche ein Bekenntnis stets vermieden. "Wir lassen das heute erstmal sacken und werden dann natürlich in die Analyse gehen. Dann schauen wir mal, wie wir das angehen", hatte er nach dem Saisonabschluss gegen den VfB Stuttgart (2:2) gesagt.

Der unkonventionell auftretende Riera eckte in seiner kurzen Zeit bei den Hessen immer wieder an. Neben sportlichen Defiziten wurden dem Exzentriker interne Unstimmigkeiten zur Last gelegt. Zuletzt vor allem mit Stürmer Jonathan Burkardt. Auch mit den Medienvertreten legt sich der Ex-Profi an. Unter anderem fiel Riera bei einer bizarren Pressekonferenz mit einer Wutrede auf. Dabei bezeichnete er die Berichterstattung rund um den Klub als "totalen Bullshit".

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Immer wieder appellierte er zwar an die Anhänger, der Verein müsse zusammenhalten. Doch im Saisonfinale hatten die Fans ausgedrückt, was sie von ihrem Trainer hielten. Erst schallten laute Pfiffe durch das Stadion, als Rieras Name bei der Mannschaftsaufstellung ertönte, dann präsentierte die Fankurve ein eindeutiges Plakat. "Nada de gracias, Alberto" (sinngemäß: "Danke für nichts, Alberto") stand darauf.

"Ich übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse", wird Riera in der Klubmitteilung zitiert. "Ich hatte das Gefühl, den Klub und die Spieler schützen zu müssen, und ich würde jederzeit wieder genauso handeln. Persönliche Interessen spielten für mich dabei keine Rolle."

Obwohl Krösche bei der Präsentation Rieras große Hoffnungen in den neuen Coach gesetzt hatte, gab es keinen spürbaren Aufschwung. Deshalb geriet zuletzt auch der Sportchef in die Kritik. Neben einem zu teuren und zu schwach besetzten Kader verantwortet Krösche auch den fatalen Fehler bei der Verpflichtung des neuen Trainers

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