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Bundesliga

FC Bayern München: Leistung von Max Eberl wird nicht genug gewürdigt - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 01:16 Min


Max Eberl übernahm im März 2024 beim FC Bayern München und hat seitdem viel geleistet. Umso überraschender, dass der Sportvorstand in der Kritik steht.

Fast könnte man denken, einige Schlagzeilen zum FC Bayern München wären einem Paralleluniversum entsprungen.

Der deutsche Rekordmeister begeistert mit einem spektakulären Fußball ganz Europa, hat in der Bundesliga einen Torrekord aufgestellt, gewann das Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid völlig verdient mit 2:1 – und dennoch soll es innerhalb des Vereins Unzufriedenheit mit Sportvorstand Max Eberl geben.

Ende Mai wird das oberste Klub-Gremium turnusmäßig tagen – Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge nehmen dabei im Aufsichtsrat großen Einfluss auf die Zukunft des Vereins. Laut einem Bericht des "kicker" ist es längst nicht sicher, dass der Vertrag mit Eberl verlängert wird.

Kritik an Eberl ist schwer nachvollziehbar

Die angeblichen Kritikpunkte: Die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Christoph Freund soll teilweise schwierig sein, zudem soll zu viel Geld für Vertragsverlängerungen ausgegeben worden sein, während kaum nennenswerte Transfereinnahmen erzielt wurden.

Für Außenstehende ist dies schwer nachvollziehbar.

Ein Blick auf die Zahlen: Eberl steht seit März 2024 beim FC Bayern in der Verantwortung. Seitdem hat der FC Bayern rund 237,8 Millionen Euro für Spielerkäufe ausgegeben und etwa 186 Millionen Euro eingenommen – ergibt ein Transferminus von knapp 52 Millionen Euro.

Für dieses Geld wurde aus einer formschwachen Mannschaft, die in der Spielzeit 2023/24 ohne Titel blieb, die vielleicht beste Mannschaft Europas geformt. Die Transfers von Michael Olise und Luis Diaz erwiesen sich als Volltreffer – selbiges trifft auf die damals mutige Verpflichtung von Trainer Vincent Kompany zu.

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Die Vertragsverlängerungen mit Spielern wie Jamal Musiala oder Joshua Kimmich mögen kostspielig gewesen sein. Doch wie groß wäre der Ärger gewesen, wären diese beiden Ausnahmespieler abgewandert – womöglich sogar ablösefrei?

Wer Spieler langfristig binden möchte, die Weltklasse-Niveau verkörpern und von sämtlichen Top-Vereinen Europas umworben werden, muss eben ordentlich Geld auf den Tisch legen. Und wer die besten Spieler behalten möchte, darf eben nicht auf allzu hohe Transfereinnahmen hoffen.

Das ist die heutige Fußball-Realität, der sich kein Bayern-Verantwortlicher entziehen kann.

Der FC Bayern ist kein "FC Hollywood" mehr

Eberl hat innerhalb von zwei Jahren viel geleistet. Der FC Bayern ist nicht nur erfolgreich, spielt nicht nur guten Fußball – sondern strahlt auch noch innerhalb der Mannschaft viel Harmonie aus. Stinkstiefel, die sich über mangelnde Spielzeit beschweren oder öffentlich Wechselabsichten hegen, gibt es nicht.

Alle ziehen an einem Strang. Dies war in früheren Zeiten, als Rummenigge und Hoeneß in der Verantwortung standen, nicht immer so. Der sogenannte "FC Hollywood" aus den 1990er Jahren war das beste Beispiel dafür.

Es ist unverständlich, dass diese Leistung von Eberl nicht ausreichend gewürdigt wird.

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