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FC Bayern München: Uli Hoeneß & Co. mit zahlreichen Kritikpunkten an Max Eberl - warum sogar Spaziergänge mit dem Hund ein Problem sein sollen
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von Dominik Hagerran Fußball Bundesliga
Pokalfinale - Max Eberl: "Für Herzen erobern gibt es keinen Preis"
Videoclip • 06:49 Min
Max Eberl sitzt als Sportvorstand beim FC Bayern München nicht sicher im Sattel. Uli Hoeneß und der Aufsichtsrat sollen einige Kritikpunkte haben.
Der Verbleib von Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern München ist zumindest über das Vertragsende 2027 hinaus ungewiss. Ehrenpräsident Uli Hoeneß bezifferte die Chancen auf eine Verlängerung auf 60:40. Eine bemerkenswert schwache Quote, wenn man sich die herausragende Spielzeit der Münchner ansieht.
Folgerichtig drängt sich die Frage auf: Was haben Hoeneß & Co. eigentlich gegen Eberl, der bei den Transfers von Michael Olise und Luis Diaz sowie bei der Verpflichtung von Vincent Kompany eine tragende Rolle spielte?
Informationen der "Bild" zufolge sind die Gründe vielschichtig und zum Teil durchaus kurios.
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FC Bayern: Ist Eberl bei Transfers zu ungeduldig und voreilig?
Ein Kritikpunkt an Eberl ist laut dem Bericht, dass der Ex-Profi bei Transfers zu schnell zum Abschluss kommen möchte, wenig Geduld bewahrt und der Verein dadurch vermeintlich höhere Summen zahlt, als nötig gewesen wäre.
Zudem wollte der Sportvorstand im vergangenen Sommer Transfers einfädeln, die dem Aufsichtsrat nicht gefielen und die von diesem nicht abgesegnet wurden. Namentlich soll es dabei um Jamie Gittens und Xavi Simons gegangen sein. Beide landeten schließlich in der Premier League und konnten dort bisher keine Bäume ausreißen.
Eberl soll bei der Umsetzung seiner Transfer- und Kader-Pläne zu wenig kommunizieren und erst den Kontakt suchen, wenn die Deals fast fertig verhandelt sind. Es fehle ein wirkliches Vertrauensverhältnis zwischen Eberl und dem Aufsichtsrat, der Transferpakete ab 50 Millionen Euro absegnen muss.
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FC Bayern: Teure Verlängerungen sorgen für Kritik
Ein hinlänglich bekannter Punkt ist das Thema Gehälter. Eberl wird vorgeworfen, zu selten hart zu bleiben, wenn die Stars ihre gewaltigen Vorstellungen auf den Tisch packen.
Die Verlängerungen von Joshua Kimmich, Alphonso Davies, Dayot Upamecano und Jamal Musiala waren allesamt sehr kostspielig. Dabei sei jedoch angemerkt, dass sich gerade die Verhandlungen mit Upamecano und Davies eine gefühlte Ewigkeit zogen.
Eberl lässt Handy bei Spaziergängen mit seinem Hund zu Hause
Doch auch an einem anderen Umstand soll sich Hoeneß stören. So lasse Eberl bei Spaziergängen mit seinem Hund und oft auch mit seiner Frau sein Handy zu Hause. Für Hoeneß nicht nachvollziehbar, weil der Sportvorstand somit in diesen Zeiträumen nicht erreichbar sei.
Dabei gibt es durchaus gute Gründe dafür, dass Eberl so handelt. Nach seiner Burnout-Erkrankung hatte er festgestellt, dass er bewusster leben müsse und die ständige Erreichbarkeit eine Last für ihn darstelle.
"Heute ist es so: Ich gehe mit dem Hund, ich lasse mein Handy zu Hause. Kein Trainer kann mich erreichen, aber auch kein Journalist kann mich erreichen. Ich gehe einfach mit dem Hund, ich gehe spazieren und versuche, einfach Spaß zu haben mit einem Lebewesen, das mir sehr, sehr lieb ist", führte er im Februar 2025 im Interview mit der "Welt" aus.
Am Freitag betonte Eberl bei "BILD100Sport" erneut, wie wichtig ihm solche Momente seien.
Womöglich wäre es für Eberls Jobsicherheit ein Vorteil, wenn ihn seine Spaziergänge mit dem Hund häufiger vor das Anwesen von Hoeneß führen würden. Obwohl beide am Tegernsee wohnen, soll es nur selten zu einem persönlichen Austausch kommen, was dem Ehrenpräsidenten missfalle.
Parallelen zwischen Eberl und Kahn erkennbar
In Bezug auf Oliver Kahn soll Hoeneß ähnliche Probleme gehabt haben. Damals monierte er, dass Kahn ihn nur fünfmal in der gesamten Amtszeit als Vorstandschef angerufen habe. Auch die Arbeitseinstellung des Vorgängers von Jan-Christian Dreesen soll ihm missfallen haben. Zwar müsse man als CEO nicht 24 Stunden arbeiten, zwölf sollten es Hoeneß zufolge aber schon sein - inklusive ständiger Erreichbarkeit.
Es ist aus Eberl-Sicht durchaus zu befürchten, dass seine Zeit beim FC Bayern ebenfalls eher früher als später ihr Ende findet. Sein Vertrag könnte frühestens ein Jahr vor Ablauf verlängert werden.
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