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FC Bayern München: Wer ist Anthony Gordon von Newcastle United?

Veröffentlicht:

von Kai Esser

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Videoclip • 02:38 Min


Seit Wochen hält sich das Gerücht um Anthony Gordon beim FC Bayern München. Doch was kann der Engländer, warum kann der FCB ihn holen und wie passt er ins System?

Der hartnäckigste Name, wenn es beim FC Bayern München um potentielle Neuzugänge im Sommer geht, ist Anthony Gordon.

Der englische Offensivspieler von Newcastle United soll oben auf der Transferliste der Münchner stehen. Laut "Bild" soll es nun sogar erste Gespräche über einen Wechsel gegeben haben.

Doch wer ist Anthony Gordon, was macht ihn aus und vor allem: Wie kann er den Münchnern helfen?

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Anthony Gordon: Ein LFC-Fan in Blau-Weiß mit unschönem Abgang

Geboren ist Gordon in Liverpool, einer Fußballstadt sondergleichen in England. Bis er elf Jahre alt war, spielte er auch für die Jugend des FC Liverpool. "Steven Gerrard war mein Fußballheld. Aus Liverpool kommend war er wie ein Gott, ein unglaublicher Spieler", sagte er dem Portal "The Overlap".

Die Liebe bekam jedoch einen Knacks: Er wurde aussortiert. Wenig später schloss er sich dem Stadtrivalen FC Everton an, die sein Potential erkannten und in die erste Mannschaft beförderten.

Dass er eigentlich glühender Fan des größten Everton-Rivalen ist, daraus machte er nie einen Hehl. Zum Unmut vieler Fans. Jener Unmut steigerte sich, als er 2023 seinen Abgang forcierte und unentschuldigt beim Training fehlte. In jenem Winter wurde er zu Newcastle transferiert.

FC Bayern München: Die perfekte Ergänzung zu Olise und Diaz

Mit 17 Treffern und fünf Vorlagen in 46 Pflichtspielen gehört Gordon zu den konstantesten Offensivspielern Newcastles der laufenden Saison - und er passt perfekt in das Profil, das der FC Bayern auf der linken Außenbahn sucht: jung, entwicklungsfähig, laufstark.

Laut Transfer-Experte Sacha Tavolieri verfolgt Gordon die Entwicklung von Michael Olise in München sehr genau. Die Vorstellung, in einem ähnlichen Umfeld zu reifen, soll ihn reizen. Dazu kommt: Ein Wechsel würde Gordon zudem mit seinem Nationalmannschaftskapitän Harry Kane zusammenbringen.

Gordon ist ein explosiver, dribbelstarker Flügelspieler mit starkem Zug zum Tor. Er kann auf beiden Außenbahnen spielen, ist zweikampfstark und pressingresistent - und damit nahezu eine Kopie der Spielerprofile von Olise, Luis Diaz und Lennart Karl.

Seit seinem Wechsel von Everton zu Newcastle hat er eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt und sich als einer der gefährlichsten Angreifer der Premier League etabliert. Besonders seine Saison 2023/24 war herausragend: Elf Tore und zehn Vorlagen in 35 Premier-League-Spielen.

Allerdings: Gordon bleibt, wie beinahe alle bei Newcastle, in der laufenden Spielzeit deutlich unter seinen Möglichkeiten. Mit sechs Toren und zwei Vorlagen in 26 Premier-League-Spielen glänzt er nicht wirklich. Zudem handelte er sich schon eine Rote Karte ein - ausgerechnet gegen Liverpool.

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Warum Anthony Gordon wohl verkauft wird: Newcastle in finanzieller Not

Transferexperte Fabrizio Romano bestätigt, dass Newcastle unter dem Druck der Financial Fair Play-Regularien der Premier League steht und Kaderkosten senken muss. Es sei möglich, dass die Magpies im Sommer einen oder zwei Topspieler verkaufen müssen - je nach Angeboten und Spielerwünschen.

Newcastle hat in der Vergangenheit bereits Spieler wie Yankuba Minteh und Elliot Anderson wegen der PSR-Regeln verkauft. Dazu droht der Klub, das internationale Geschäft zu verpassen. Das würde nicht nur die Einnahmensituation weiter verschärfen, die Verhandlungsposition bei Gordon würde sich deutlich verschlechtern.

Newcastle ist laut einem Bericht der "Times" grundsätzlich gesprächsbereit - ab einer Ablöse von rund 86 Millionen Euro. Die Bayern taxieren Gordons Wert jedoch auf deutlich weniger: Die Münchner sehen seinen Wert bei rund 64 Millionen Euro, das berichtet die "Bild".

Bayerns Strategie demnach: Man will zunächst den Spieler selbst überzeugen - in der Hoffnung, dass ein klares Bekenntnis Gordons zu den Bayern die Verhandlungsposition gegenüber Newcastle stärkt und Preistreiberei durch Konkurrenten wie Liverpool und Arsenal verhindert. Coach Vincent Kompany soll zudem bereits seinen Segen gegeben haben, Gordon zu verpflichten.

Ob ein Transfer realistisch ist und wie teuer dieser dann am Ende wird, ist aktuell noch völlig offen. Allerdings: Vom Anforderungsprofil passt Gordon hervorragend nach München.

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