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FC Bayern München: Wird Nicolas Jackson jetzt überraschend zum Schlüsselspieler?

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern: Vincent Kompany hat "total andere Meinung" zu Nicolas Jackson

Videoclip • 02:06 Min


Für den FC Bayern München stehen richtungsweisende Wochen an. Einer, der bisher noch nicht perfekt integriert schien, könnte in den Topspielen in den Fokus rücken.

Von Justin Kraft

Nicolas Jackson war eines der großen Streitthemen des FC Bayern München in diesem Sommer. Man könnte ihn gar als Missverständnis beschreiben.

Denn eigentlich wollte Max Eberl, so berichteten es mehrere Medien übereinstimmend, einen Spieler kaufen. Dann aber beschloss der Aufsichtsrat, der Sportvorstand dürfe nur noch leihen.

Lösungen, die aus solchen Missverständnissen entstehen, sind selten gut. Und so stand auch Jackson von Beginn an unter Beobachtung. Das Fazit seit seinem Debüt am 13. September gegen den Hamburger SV? Gemischt.

Drei Torbeteiligungen gelangen ihm – allesamt in der Champions League. Darüber hinaus ist ihm fußballerisch aber anzumerken, dass er noch nicht richtig Anschluss gefunden hat. Im System von Vincent Kompany wirkt er oftmals noch nicht gut eingebunden.

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Allerdings hat Kompany eine andere Meinung, wie er am Freitag vor dem Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen (Samstag ab 18:30 Uhr im Liveticker) betonte. "Ich weiß, warum die Frage kommt, aber ich habe kein Problem eine komplett andere Meinung über seine Leistungen zu haben, als das manchmal in den Medien kommuniziert wird", sagte Kompany. Jackson arbeite sehr gut und die Integration sei sehr schnell gegangen, so der Belgier.

Der Bayern-Trainer erklärend: "Mein Gefühl gegen den BVB in der ersten Hälfte war: Er hat eine überragende Rolle gespielt, dass wir das leisten konnten. So auch in Paphos. Wie er unser Spiel interpretiert, das hat er sehr schnell verstanden - auch gegen Club Brügge!"

Jackson sei Stürmer, so Kompany: "Wenn er trifft, ist er der Beste. Wenn nicht, reicht es nicht? So schaue ich nicht auf das Spiel. Wir sind froh, dass er da ist und er wird noch wichtig werden in dieser Saison. Spielerisch ist er schon, wo er sein muss. Ich habe schon gute Sachen gesehen und wir bleiben ruhig und unterstützend - der Rest kommt noch."

FC Bayern vor großen Spielen: Startet Jackson jetzt durch?

So oder so: Ausgerechnet die nun anstehende Saisonphase, in der es gegen zahlreiche Top-Gegner geht, könnte tatsächlich zu Jacksons Durchbruch führen.

In den kommenden Wochen geht es unter anderem gegen Bayer Leverkusen, Paris Saint-Germain, den FC Arsenal und den VfB Stuttgart. Das sind alles Gegner, die zumindest in Spielphasen den Anspruch haben, selbst Ballbesitz gegen den FC Bayern zu sammeln.

Jacksons Probleme resultieren derzeit unter anderem daraus, dass er sich in den engen Räumen der tiefstehenden Verteidigungsketten noch nicht richtig wohl fühlt. In der Vergangenheit war er ein klassischer Umschaltstürmer.

Der Senegalese kam meist über sein Tempo und seine klugen Sprints in die Tiefe. Er ist schnell, durchsetzungsfähig und hat ein gutes Gespür dafür, wann er die Schnittstellen der Abwehrkette anlaufen muss. Seine besten Auftritte hatte er in der Regel, wenn sein Team in viele offensive Umschaltsituationen kam.

Beim FC Bayern wird er indes mehr Partien erleben, in denen das Spiel rund um ihn sehr eng gemacht wird. Um sich in München dauerhaft durchzusetzen, wird er lernen müssen, aus statischen Situationen heraus Dynamik zu erzeugen. Vor allem muss er dafür im technischen Bereich sauberer werden. Gegen Borussia Dortmund hatte er in 61 Minuten nur 26 Ballkontakte.

FC Bayern könnte enorm von Jackson profitieren

Trotzdem fiel gerade in diesem Spiel auf, dass seine Arbeitsrate enorm ist. Gegen den Ball aber auch in Ballbesitz war Jackson viel unterwegs. In der Champions League kann das gegen Mannschaften wie PSG oder Arsenal von großem Wert sein.

Aber auch sein Tempo und seine Tiefenläufe werden in diesen Top-Spielen häufiger Anwendung finden. Sei es, indem die Bayern das hohe Pressing überspielen oder indem sie nach Ballgewinnen schnell umschalten. Diese Spiele sind auf dem Papier prädestiniert für einen Spielertypen wie es der vom FC Chelsea ausgeliehene 24-Jährige ist.

Dabei ist beides vorstellbar: Dass Jackson von der Bank kommt, um die Müdigkeit der Gegenspieler zu nutzen oder dass er von Anfang an spielt und selbst dazu beiträgt, den Gegner müde zu laufen.

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Das Risiko des Scheiterns

Doch die kommende Phase ist nicht nur eine Chance für den Stürmer. Sie bietet auch das Risiko, dass sich die Erkenntnis erhärtet, dass er kein optimaler Fit für den Kader ist. Denn gerade weil die Anbindung zuletzt nicht so gut war und er klare Einfindungsschwierigkeiten hatte, ist der Druck für ihn da, sich möglichst bald zu zeigen.

Vor wenigen Wochen sagte Uli Hoeneß noch im "Doppelpass", dass es unwahrscheinlich sei, dass der Nationalspieler die erforderlichen Einsätze erreichen werde, um die Kaufpflicht von rund 65 Millionen Euro auszulösen. Interpretiert wurden die Worte des ehemaligen Managers in alle Richtungen.

Vor allem aber wurde deutlich, dass es kein typischer Transfer eines Wunschspielers war. Es war eine Notlösung, die aus den Konflikten der Führungsebene entstand. Entsprechend ist klar: Jackson braucht Top-Leistungen, um den FC Bayern davon zu überzeugen, das notwendige Geld an den FC Chelsea zu überweisen. Sonst ist er nach der Saison wieder weg.

Internationale Transfergerüchte: Übernimmt Luis Enrique bald als Trainer bei Real Madrid?

  • Luis Enrique (Paris St.-Germain)
    Nach dem Aus von Xabi Alonso ist Alvaro Arbeloa neuer Trainer von Real Madrid – doch für wie lange? Laut dem Portal "Speedline" soll Ex-Barca-Coach Luis Enrique ein Engagement bei den "Königlichen" in Erwägung ziehen, sollte er ein Angebot erhalten. Der Spanier führte bereits die Katalanen als auch zuletzt Paris St.-Germain zum Champions-League-Titel. Trotz Vertrages bis 2027 ist ein Verbleib bei PSG wohl nicht sicher. Zudem hat Enrique eine Spielervergangenheit bei Real (1991 bis 1996), wechselte aber danach ausgerechnet zum großen Rivalen Barcelona.

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  • Enzo Fernández (FC Chelsea)
    121 Millionen Euro hat der FC Chelsea gezahlt, um Enzo Fernández bis 2032 zu binden. Schon gut sechs Jahre vor Vertragende soll der Argentinier aber unzufrieden in London sein, was laut "L'Equipe"-Angaben mit dem Aus von Trainer Enzo Mareca zusammenhängt. Dem Bericht zufolge hat PSG Fernández als Langzeit-Projekt im Visier. Im Winter soll es aber noch keinen Vorstoß geben.

    PPAUK

  • Yan Diomande (RB Leipzig)
    Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.

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  • Vinicius Junior (Real Madrid)
    Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.

    Alterphotos

  • Kees Smit (AZ Alkmaar)
    Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "AS" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.

    IMAGO/Orange Pictures

  • Kees Smit (AZ Alkmaar)
    Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "AS"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.

    IMAGO/Orange Pictures

  • Mohamed Salah (FC Liverpool)
    Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.

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  • Robert Lewandowski (FC Barcelona)
    Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.

    2025 Getty Images

  • Sergio Ramos (CF Monterrey)
    Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.

    Getty Images

  • Pep Guardiola (Manchester City)
    Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.

    News Images

  • Mason Greenwood (Olympique Marseille)
    Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...

    2025 Getty Images

  • Mason Greenwood (Olympique Marseille)
    ... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.

    2025 Getty Images

  • Julian Alvarez (Atletico Madrid)
    Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro ...

    IMAGO/SID/Mutsu Kawamori

  • Julian Alvarez (Atletico Madrid)
    Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.

    Fotobaires


Viel Zeit bleibt ihm dafür nicht. So paradox es ist: Funktioniert er auch in den kommenden Top-Spielen nicht, wo ihn deutlich mehr Raum erwarten dürfte als beispielsweise gegen den BVB oder andere Bundesligisten, wird es nochmal schwerer für ihn, den Turnaround zu schaffen.

Zumal auch Jamal Musiala bald von seiner Verletzung zurückkehren wird, Serge Gnabry vor seiner Verletzung gut in Form war und auch Lennart Karl beim 4:0 gegen Club Brügge gezeigt hat, dass er sich Spielzeit verdient hat.

Richtungsweisende Wochen für Nicolas Jackson

Der Start von Jackson beim FC Bayern war alles andere als schlecht. Immerhin hat er in der Champions League schon drei Scorerpunkte gesammelt und wurde von Kompany in jedem Spiel, in dem er zur Verfügung stand, eingewechselt oder aufgestellt.

Gerade gegen den BVB konnte er mit seiner Arbeitsrate und seinen Laufwegen andeuten, wohin die Reise mit ihm gehen kann, wenn er die technischen Unsauberkeiten in den Griff bekommt. Aber auch das Trainerteam hat eine Verantwortung und muss Wege finden, seine Stärken in das System zu integrieren.

Vielleicht kommen ihnen die kommenden Aufgaben dabei entgegen. Für Jackson werden sich im November aller Voraussicht nach die Weichen stellen. Es könnte sein Monat werden, indem er für viele überraschend zum Unterschiedsspieler wird. Zu einem Element, das der Bayern-Offensive in der Vergangenheit in großen Spielen oft abging.

Oder es bestätigt sich der erste Eindruck, dass er mit seinem Profil nicht optimal in das System passt. Dann wird er eines der großen Streitthemen beim FC Bayern bleiben.

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