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Champions League: Stoppt den Hass gegen den FC Arsenal - ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Christian Stüweran Fußball
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Videoclip • 02:12 Min
Nach dem Sieg gegen Bayer Leverkusen darf Arsenal von vier Titeln träumen. Für ihre destruktive Spielweise wird die Mannschaft von Mikel Arteta aber immer wieder heftig kritisiert. Dabei zählt am Ende nur der Erfolg.
Von Christian Stüwe
Mit neun Punkten Vorsprung führt Arsenal die Tabelle der englischen Premier League an. Im Finale des Carabao Cups treffen die Gunners am Sonntag auf Manchester City (17:30 Uhr im Liveticker auf ran.de), dazu stehen sie im Viertelfinale des FA-Cups – und seit Dienstagabend durch einen 2:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen auch unter den letzten Acht der Champions League.
Eine historische Saison mit vier Titeln scheint möglich. Und trotzdem fliegen dem Team aus dem Norden Londons nicht die Herzen zu. Ganz im Gegenteil: Die Gunners werden seit Wochen hart kritisiert, teilweise von Fans anderer Teams und Experten regelrecht gehasst.
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Das Spiel der Engländer sei hässlich, das Erfolgsgeheimnis von Trainer Mikel Arteta bestünde vor allem darin, das Spiel des Gegners zu zerstören, so lauten die Vorwürfe. Tatsächlich glänzen die Gunners selten durch spektakuläre Kombinationen, sondern häufig durch abgezockte Standardsituationen.
Bei eigenen Ecken bedrängen die Arsenal-Spieler den gegnerischen Torwart derart massiv, dass in den sozialen Medien schon Vergleiche zum "Royal Rumble" der Wrestling-Liga WWE gezogen wurden.
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Wegen Standards und Zeitspiel: Job Obi Mikel spricht von Betrug
Dazu nimmt Arsenal gerne das Tempo aus dem Spiel und schindet bei eigener Führung Zeit. Torwart David Raya setzt sich immer wieder ohne ersichtlichen Grund auf den Rasen, Arteta nutzt dann die Behandlungspausen seines Keepers, um Anweisungen zu geben. Chelsea-Legende Jon Obi Mikel sprach zuletzt sogar von "Betrug", Arsenal würde sich den Titel ermogeln, behauptete er.
Dafür wurde Hürzeler am Dienstagabend von Matthias Sammer gemaßregelt. "Die sollen alle ihren Mund halten. Es gibt keine B-Noten im Fußball. Es geht um Titel im Fußball. Und wer gewonnen hat, hat Recht", sagte der Prime-Video-Experte.
Und natürlich liegt Sammer mit dieser Einschätzung richtig. Es mag nicht immer schön sein, was Arsenal auf den Platz bringt, aber es ist erfolgreich - und darum geht es im Fußball am Ende. Der Hass auf die vermeintlich langweiligen Gunners ist nicht angebracht.
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Arsenal darf vom großen Wurf in der Champions League träumen
Mikael Arteta hat eine höchst erfolgreiche Mannschaft geschaffen, die sich steigern kann, wenn es darauf ankommt. Nach einem schwierigen Hinspiel waren die Londoner im Rückspiel gegen Leverkusen hoch überlegen, Bayer-Torwart Janis Blaswich verhinderte Schlimmeres aus Sicht der Werkself.
Im Gegensatz zu den heimischen Konkurrenten Chelsea und Manchester City steht Arsenal im Viertelfinale der Königsklasse, wo nun Sporting Lissabon wartet – der Einzug ins Halbfinale scheint absolut realistisch und auch der ganz große Wurf nicht unmöglich.
Gerade Jon Obi Mikel sollte sich eigentlich mit Kritik zurückhalten. Denn er war ein zentraler Bestandteil der Elf des FC Chelsea, die 2012 in der Münchner Allianz Arena mit extrem defensivem, phasenweise destruktivem Fußball die Champions League gewann und dem FC Bayern das "Drama dahoam" bescherte.
Schön war es nicht, was Chelsea damals anbot. Aber am Ende eben sehr erfolgreich.
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