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Real Madrid schiebt Schiedsrichter-Frust: Bayern-Dusel bei möglichem Platzverweis?

Aktualisiert:

von Martin Jahns

ran Fußball

FC Bayern - Manuel Neuer lässt Reporter abblitzen: "Bist zu spät"

Videoclip • 06:36 Min


Real Madrids Trainer Alvaro Arbeloa hadert mit zwei Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten der "Königlichen". Bei einem möglichen Platzverweis gegen einen Bayern-Spieler erhält der Real-Coach Rückendeckung einer Schiedsrichter-Legende. Dabei hatte auch Real einmal Schiri-Glück.

Hatte der FC Bayern beim 2:1-Sieg gegen Real Madrid in der Champions League Schiri-Dusel?

So jedenfalls sieht es Real-Trainer Alvaro Arbeloa, der nach der Partie mit zwei Entscheidungen des englischen Referees Michael Oliver besonders haderte.

So zeigte der Unparteiische in der 36. Minute Reals Aurelien Tchouameni die Gelbe Karte nach einem Foul an Michael Olise. Der defensive Mittelfeldspieler ist damit für das Rückspiel kommende Woche gesperrt. Arbeloas Kommentar zur Gelben Karte: "Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter da gesehen hat."

Noch unverständlicher für den Nachfolger von Xabi Alonso war allerdings Olivers Bewertung eines Fouls von Jonathan Tah an Kylian Mbappe: In der 70. Minute stieg der Bayern-Verteidiger dem französischen Starstürmer ohne Chance auf den Ball mit offener Sohle von hinten in die Ferse. Oliver zückte nur die Gelbe Karte.

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Urs Meier: "Wenn man es anschaut, ist es Rot"

"Genauso wenig verstehe ich, warum er das Foul an Mbappe nicht mit Rot bestraft hat", so Arbeloa zu der Szene: "Manche Dinge sind einfach unverständlich. Aber es ist nun mal so, wie es ist, und damit fahren wir nach München."

Beim Tah-Foul erhält Arbeloa prominente Schiedsrichter-Unterstützung. Der Schweizer Urs Meier, einst selbst FIFA-Schiedsrichter und unter anderem Schiri des Champions-League-Finals 2002, sagte zu der umstrittenen Szene dem Schweizer Nachrichten-Portal "blue win": "In einigen Ligen, ob das die Schweizer Liga ist oder die Bundesliga, würde das mit dem VAR überprüft und dann würde wahrscheinlich die Rote Karte gezogen werden."

Champions League: Auch Gräfe kritisiert Schiedsrichter Michael Oliver

In UEFA-Schulungsvideos würden Szenen wie diese laut Meier unter Rot und nicht unter Gelb eingeordnet werden. "Ich sage mal, es war eine leichte Rote Karte, die der Schiedsrichter als orange gesehen hat. Wenn man es anschaut, ist es Rot."

"Viel Glück für Tah, dass kein Rot & viel Glück für Real, dass kein Elfer nach Stoß & Treffer unten bei Olise - beides jenseits jeglicher großzügiger Linie …", kritisierte auch der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe.

Dennoch bilanzierte Gräfe: "Nach allem können/sollten beide Vereine dennoch so mit Olivers Leistung (final Fehler ausgleichend auf beiden Seiten) leben können - Top war es aber nicht …"

Die nächsten Livestreams:

Real Madrid vs. FC Bayern: Auch möglicher Elfer wird zum Thema

Aber auch auf Seiten der Bayern wurde eine Schiri-Entscheidung nach dem Schlusspfiff noch zum Thema.

In der letzten Minute der Nachspielzeit verhinderte Reals Verteidiger Alvaro Carreras mit einem Rempler von hinten, dass Michael Olise im Real-Strafraum in aussichtsreicher Position zum Abschluss kommen konnte.

Christoph Kramer sagte bei "Prime Video" zur Szene: "Ich hätte es gepfiffen. Aber in so einem Spiel verstehe ich auch den Schiedsrichter, der das dann nicht pfeift."

Bayerns Sportvorstand Max Eberl sah es ähnlich, gab sich aber dennoch versöhnlich. "Wir hatten die Möglichkeit, das dritte Tor zu machen, vielleicht sogar einen Penalty bekommen bei Michael. Aber ich finde, der Schiedsrichter hat es in Summe über das ganze Spiel wirklich sehr gut gemacht", so der 52-Jährige.

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