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Europa League

SC Freiburg: Vom Schuster-Team können sich einige Klubs eine Scheibe abschneiden - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Daniel Kugler

ran Fußball

Freiburg feiert Europa-Sensation: Fans mit Spitze gegen Bayern

Videoclip • 01:57 Min


Der SC Freiburg greift nach dem Titel in der Europa League. Der unerfahrene Trainer Julian Schuster setzt dabei die Ära von Klub-Legende Christian Streich konsequent fort. Ein Kommentar.

Der SC Freiburg ist nur noch einen Sieg vom ersten großen Titel der Vereinsgeschichte entfernt.

Nach dem 3:1 im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga greifen die Breisgauer nach dem ersten europäischen Titel. Im Endspiel im Istanbuler Besiktas Park (Mittwoch, den 20. Mai, ab 21 Uhr im Liveticker) wartet nun als letzter Gegner Aston Villa. Die Engländer düpierten Nottingham Forest im Rückspiel mit 4:0.

Nach dem späten 1:2 im Hinspiel im Felsenstadion in Portugal konnte die Mannschaft von Trainer Julian Schuster nach früher Überzahl vor heimischer Kulisse das Weiterkommen noch sichern.

Wie selbstbewusst und effizient die Freiburger auch auf europäischem Terrain unter ihrem noch unerfahrenen Trainer auftreten, kann man dabei nicht hoch genug bewerten. Diese Leistung verdient den höchsten Respekt.

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SC Freiburg: Julian Schuster führt Streich-Ära konsequent fort

Schuster übernahm die Mannschaft im Sommer 2024 nach dem Ende der Ära Christian Streich, der seit Dezember 2011 als Cheftrainer im Amt gewesen war. Eine gewaltige Aufgabe, die er bisher jedoch mit Bravour erfüllt.

Bereits in seiner Premieren-Saison führte er den SC auf Rang fünf in der Bundesliga. Nach dem verpassten Einzug ins DFB-Pokalfinale nach Verlängerung gegen den VfB Stuttgart vor wenigen Tagen wartet nun der ganz große Wurf. Denn ein Triumph in der Europa League wäre gleichbedeutend mit dem Startrecht in der kommenden Saison der Champions League.

Wie Schuster die Freiburger binnen kürzester Zeit nach seinen Vorstellungen zu einer schlagfertigen Einheit geformt hat, ist bemerkenswert.

Das Team tanzte bis zuletzt erfolgreich auf drei Hochzeiten. In der Liga liegt man zwei Spieltage vor Saisonende auf dem 7. Platz. Für einen Klub mit vergleichsweise kleinem Budget wie der SC ist dies eine echte Herkulesaufgabe. Und dennoch sollte es eigentlich niemanden überraschen.

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SC Freiburg: Schuster wird von Mentor Streich über den Klee gelobt

Der junge Coach ist ein Produkt aus den eigenen Reihen. Zwischen 2008 und 2018 absolvierte er insgesamt 242 Spiele für die Freiburger. Fast genau so viele Spiele (240) sollte der heute 41-Jährige im Anschluss an seine aktive Karriere dann als Co-Trainer der Klub-Legende miterleben und Jahr für Jahr von ihm lernen.

Wie viel von Streich er in seinen eigenen Coaching-Stil übernommen hat, betonte Schuster nach dem souveränen Weiterkommen im Viertelfinale gegen Celta Vigo (3:0 und 3:1). "Es steckt so viel von ihm in mir", wurde er emotional.

Beide würden den Verein "tief im Herzen" tragen. Streich verleihe dem ehemaligen Freiburger Kapitän nach wie vor "so viel Kraft". Im Moment des bis dato größten eigenen Erfolgs an seinen Vorgänger und großen Förderer zu denken, spricht für sich.

Die Wertschätzung ist dabei beidseitig. Schuster habe "die Mannschaft super geformt. Das wundert mich aber auch nicht", betonte Streich kürzlich im Interview bei "RTL"/"ntv". Er wäre "sehr glücklich" gewesen, "dass Julian das mit seinen Mitarbeitern weiterführen kann. Das war die optimale Lösung."

Der SC hat mit Schuster den perfekten Nachfolger für Streich nicht nur gefunden, sondern gezielt aufgebaut. Das Team erntet nun bereits früh die Früchte des Erfolgs, man hat sich ohne Umschweife nach dem Paradigmenwechsel im oberen Tabellendrittel der Bundesliga festgesetzt. In einem stets ruhigen Umfeld, auch wenn es mal mehrere Pleiten in Folge gibt. Bessere Voraussetzungen für einen aufstrebenden Trainer gibt es kaum.

Wie konstant und nachhaltig beim SC erst unter Streich und nun auch unter seinem Nachfolger Schuster gearbeitet wird, davon können sich einige Klubs eine Scheibe abschneiden.

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