Europa League
Europa League: SC Freiburg verliert bei Sporting Braga in letzter Minute - Noah Atubolu kämpferisch: "Nichts ist vorbei"
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
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Videoclip • 02:39 Min
Der SC Freiburg verliert das Halbfinal-Hinspiel der Europa League bei Sporting Braga unglücklich mit 1:2. Keeper Noah Atubolu bläst danach zur Aufholjagd.
Noah Atubolu gab sich kämpferisch. "Nichts ist vorbei", gab der tragische Held des SC Freiburg im Anschluss an die Last-Minute-Pleite im Halbfinal-Hinspiel der Europa League trotzig zu Protokoll: "Im Rückspiel ist alles möglich. Wir sind so gut zu Hause. Wir glauben an uns."
Seine Heimstärke braucht der Fußball-Bundesligist nach dem 1:2 (1:1) bei den Portugiesen von Sporting Braga, um am Donnerstag kommender Woche die erste Teilnahme an einem Europacup-Endspiel doch noch zu schaffen. Der SC hat alle Heimspiele in der laufenden Saison der Europa League gewonnen, das Finale am 20. Mai in Istanbul ist noch in Reichweite.
Europa League: Freiburg verliert bei Braga
Dennoch war eine bessere Ausgangslage drin. Der Freiburger Rekordtorschütze Vincenzo Grifo (16.) hatte den frühen Rückstand durch Demir Ege Tiknaz (8.) egalisiert, Torwart Atubolu hielt einen Foulelfmeter (45.+2) - doch beim entscheidenden Gegentor von Mario Dorgeles (90.+2) sah der umworbene Keeper schlecht aus. Atubolu, der dem Vernehmen nach vor dem Abschied aus dem Breisgau steht, ließ den Ball vor die Füße von Dorgeles prallen.
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Grifo über spätes Gegentor: "Tut uns weh"
Für Trainer Julian Schuster war das späte Gegentor "sehr, sehr ärgerlich". Doch noch sei "alles drin", meinte der Coach: "Es ist erst die Hälfte gespielt. Zu Hause mit den Fans ist alles möglich. Aber ein paar Dinge müssen wir besser machen." Ähnlich sah es Grifo. "Das Ende überwiegt leider, das Tor tut uns weh", sagte der Routinier: "Aber ich glaube, dass wir zu Hause eine große Wucht haben."
Im Endspiel in Istanbul wartet in jedem Fall ein Klub aus der englischen Premier League. Nottingham Forest und Aston Villa machen den zweiten Teilnehmer unter sich aus.
"Das miterleben zu dürfen, ist sehr, sehr schön. Die Motivation in der Mannschaft ist sehr, sehr groß", sagte SC-Trainer Julian Schuster kurz vor dem Anpfiff bei RTL: "Die kleinen Details können mitentscheiden. Es wird total wichtig sein, die Disziplin zu wahren und den Matchplan umzusetzen. Braga ist eine abgezockte Mannschaft."
Stürmer Igor Matanovic sprach von einer "gesunden Nervosität", die vorhanden sei: "Wir wollen alles raushauen und es auch genießen, weil du von sowas träumst. Wir sind da, um das Spiel zu gewinnen."
Europa League: Freiburg lässt sich von Fehlstart nicht beirren
Die Freiburger waren zu Beginn in der Defensive gefordert. Der Spielaufbau des SC funktionierte nicht wie erhofft, die Partie spielte sich weitgehend in der Hälfte der Gäste ab. Der schlechte Start wurde sofort bestraft. Nach einer schwachen Kopfballabwehr von Jordy Makengo traf der Türke Tiknaz.
Die Breisgauer traten zum ersten Mal in der 11. Minute offensiv in Erscheinung. Der Distanzschuss von Johan Manzambi ging über das Tor. Im Anschluss erarbeiteten sich die Freiburger, bei denen Patrick Osterhage und Max Rosenfelder fehlten, größere Spielanteile.
Auch die Freiburger wurden umgehend belohnt. Grifo schloss einen Konter nach Vorarbeit von Niklas Beste ab. Es war der 108. Pflichtspieltreffer des Freiburger Rekordtorschützen.
Danach war Kampf Trumpf. Der Sport-Club, der am Sonntag in der Bundesliga auf den VfL Wolfsburg trifft, leistete sich ungewohnt viele Fehler. Die Mannschaft Schusters kam nicht richtig in Fahrt. Da von den Portugiesen auch nicht viel kam, blieb die Begegnung in dieser Phase arm an Höhepunkten.
Atubolu pariert Elfmeter und patzt in der Nachspielzeit
Auch nach einer halben Stunde blieb das Spiel zäh. Viele Fouls und Unterbrechungen sorgten zudem dafür, dass kein Spielfluss zustande kam. Der umstrittene Strafstoß nach einem Foul des Freiburger Verteidigers Philipp Lienhart kam aus dem Nichts.
Der umworbene Atubolu, der vergangenes Jahr mit fünf gehaltenen Strafstößen in Folge einen Bundesligarekord aufgestellt hat, hielt gegen Ex-Bundesligaprofi Rodrigo Zalazar.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich kaum etwas am schleppenden Spiel. Beide Teams scheuten das Risiko. Nach 75 Minuten deutete alles auf ein Unentschieden hin. Dann traf Braga doch noch, nachdem Atublou einen eigentlich unplatzierten Schuss genau ins Zentrum abwehrte..
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