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Fussball-Skandal in München: Drogendealer kickte unter falschem Namen - "Das ist absoluter Wahnsinn“

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von ran.de

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Videoclip • 01:18 Min


In der Kreisliga 3 in München kommt es zu einem waschechten Skandal: Die SpVgg Haidhausen verliert 27 Punkte, weil dort ein Drogendealer unter falschem Namen gespielt hat.

Der 34-jährige Mateo V. hat in 14 Spielen in dieser Saison neun Tore geschossen und zwei Vorlagen gegeben.

Sein Verein, die SpVgg Haidhausen 1906, steht auch seinetwegen auf dem ersten Platz der Kreisliga 3. Doch das wird sich vermutlich jetzt ändern.

Ein Sportgericht hat dem Klub insgesamt 27 Punkte aberkannt, weil Mateo V. unter falschem Namen gespielt hat. Insgesamt neun Siege wurden für ungültig erklärt.

Fussball: Beschuldigter ist laut Staatsanwaltschaft Drogendealer

Doch das ist nicht alles: Mateo V. ist laut Staatsanwaltschaft aktuell in Haft. Ihm wird unter anderem versuchter Mord und bewaffneter Drogenhandel vorgeworfen. Das berichtetet unter anderem die "tz".

Am 2. Dezember wurde der mehrfach vorbestrafte Deutsche in der Constanze-Hallgarten-Straße (Obersendling) festgenommen – auf Grundlage eines Haftbefehls wegen Rauschgifthandels.

Doch dann eskalierte der Einsatz: Der Verdächtige soll mit seinem schwarzen BMW auf Polizisten zugerast sein – erst mehrere Schüsse konnten ihn offenbar stoppen. Der Fall machte stadtweit Schlagzeilen.

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Haidhausen-Boss fassungslos: "Absoluter Wahnsinn"

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler eigenen Angaben zufolge fünf Kilo Amphetamine (etwa Speed oder Crystal Meth), 50.000 Euro in bar, mehrere scharfe Schusswaffen und falsche Pässe. Dabei flog auch seine falsche Identität auf.

Noch im Dezember nahmen die Ermittler Kontakt zum Bayerischen Fußballverband (BFV) und zur SpVgg Haidhausen auf. Haidhausen-Klubchef Giuseppe Scialdone reagierte fassungslos: "Das ist absoluter Wahnsinn. Er war komplett unauffällig, schmiss nicht mit Geld um sich. Er sagte, er hat ein Fitnessstudio."

Dass das alles Fassade war, habe man nicht wissen können, so Scialdone weiter. "Der Spielerpass lag schon vor, wir haben nur die Daten übernommen. Wie hätten wir überprüfen sollen, dass seine Identität nicht echt ist? Wir haben sogar Ablöse für ihn gezahlt."

BFV-Sprecher: "Das Verfahren ist noch nicht beendet"

In der Saison 2014/15 spielte der gebürtige Münchener noch unter seinem echten Namen beim VfB Forstinning., später dann beim SC Kirchheim. Im Oktober 2018 wurde er als Mateo V. beim FC Neuhadern registriert und spielte dort bis 2024, zuletzt in der Bezirksliga Oberbayern Süd.

"Er war ein kreuzbraver Kerl", sagte Kirchheim-Vorstand Rainer Wagner. "Ich bin aus allen Wolken gefallen." In der Saison 2024/25 spielte er für den SV Aubing.

In einer Mail des BFV an die Kreisligisten heißt es: "Das Kreis-Sportgericht hat in seinem erstinstanzlichen Urteil zehn Spielwertungen zu Ungunsten der SpVgg Haidhausen vornehmen müssen, weil der betreffende Spieler aufgrund falscher Angaben nicht einsatzberechtigt gewesen ist."

Gleichzeitig betont der BFV aber, dass die SpVgg Haidhausen nichts von der falschen Identität wissen konnte. Deshalb habe das Sportgericht auf weitere Sanktionen gegen den Verein ausdrücklich verzichtet. Laut einem Sprecher ist das Verfahren noch nicht beendet.

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