Champions League
FC Bayern München: Kehrt Jonas Urbig schon gegen Atalanta Bergamo zurück? So sind die Regeln
Aktualisiert:
von Martin Volkmarran Fußball
FC Bayern: Jonas Urbig vor Blitz-Comeback?
Videoclip • 01:07 Min
Nach dem Ausfall von Sven Ulreich haben die Mediziner beim FC Bayern vermutlich das letzte Wort, wer in der Champions League im Tor steht.
Die Rückkehr von Jonas Urbig ins Tor des FC Bayern wird zum Wettlauf gegen die Zeit.
Ursprünglich sollte der Keeper nach seiner Gehirnerschütterung aus dem Hinspiel der Champions League bei Atalanta Bergamo (6:1) noch im Rückspiel pausieren und sich in Ruhe auskurieren.
Mediziner empfehlen bei einer solchen Kopfverletzung mindestens eine Woche Pause, je nach Schwere aber eher mehr.
Doch nach dem Ausfall der nominellen Nummer drei, Sven Ulreich, der nach seinem Muskelbündelriss bei Bayer Leverkusen (1:1) bis Ende April ausfällt, herrscht Torwart-Notstand beim FCB.
FC Bayern: Trainer Vincent Kompany wartet bei Torwart-Frage ab
Da nur noch die im Profi-Fußball komplett unerfahrenen Youngster Leonard Prescott (16 Jahre) und Jannis Bärtl zur Verfügung stehen, wächst der Druck für ein früheres Urbig-Comeback am Mittwoch (ab 21 Uhr im ran-Liveticker).
Und die Vorzeichen für einen Einsatz stehen mittlerweile besser als zunächst angenommen. Denn Urbig absolvierte am Montag schon wieder Teile des Mannschaftstrainings sowie ein individuelles Programm.
Nach ran-Informationen will sich Trainer Vincent Kompany erst am Spieltag final entscheiden, ob er Urbig schon wieder ins Tor stellt oder doch auf Top-Talent Prescott setzen muss.
"Ich glaube, Jonas ist auf einem guten Weg, vielleicht kann er am Mittwoch gegen Bergamo schon wieder spielen", hatte Ulreich am Samstag erklärt.
Gehirnerschütterung von Jonas Urbig: So lauten die UEFA-Regularien
Maßgeblich für einen Einsatz wird allerdings die Empfehlung der Bayern-Mannschaftsärzte Professor Peter Ueblacker, Dr. Jochen Hahne und Professor Roland Schmidt sein.
Deren eingehende Untersuchung von Urbig ist von der UEFA nach Artikel 60 der umfangreichen Regularien ("Vorgehensweise bei schweren Verletzungen von Spielern") zwingend vorgesehen.
Im detaillierten Anhang C ("Charta zu Gehirnerschütterungen") heißt es dort bei der "Rückkehr in Spielbetrieb oder Training":
"Im Falle einer Kopfverletzung oder einer vermuteten Gehirnerschütterung während der Saison und/oder eines UEFA-Wettbewerbs muss der Mannschaftsarzt, bevor der Spieler wieder trainieren oder spielen darf, der UEFA schriftlich mitteilen, dass der Spieler: einer umfassenden, multimodalen Untersuchung durch einen Arzt unterzogen wurde; alle im "Graduated Return to Play Protocol" (Protokoll zur schrittweisen Rückkehr zum Spielbetrieb) festgelegten Schritte bestanden hat, auf das im Handbuch des UEFA-Ausbildungsprogramms für Fußballärzte oder einem gleichwertigen Instrument Bezug genommen wird, und für das Training/den Wettkampf fit ist."
Die FCB-Mediziner werden also noch eingehende Tests mit Urbig durchführen, ehe sie grünes Licht geben – oder auch nicht.
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