2. Bundesliga
FC Schalke 04: "StatsLibuda" & "HubStevens"! Wie KI-Tools den S04-Erfolg pushen
Veröffentlicht:
von Mike Stiefelhagentaff
Getrunken, geraucht, geflucht: Die wilden Fußball-90er
Videoclip • 06:09 Min • Ab 12
Der Aufschwung des FC Schalke 04 resultiert auch aus der modernen Denkweise des Vereins. Die Schalker setzten vermehrt auf künstliche Intelligenz.
Der FC Schalke 04 setzt schon seit geraumer Zeit auf die Hilfe von "KI"-Tools. Also künstlicher Intelligenz.
Die Digitalisierung im sportlichen Bereich wird mit Hochdruck weiter vorangetrieben.
Die "SportBild" berichtet über den Fokus der "Königsblauen" auf Datenanalysen und "KI", um Transfers, Spielauswertung und medizinische Prozesse zu unterstützen.
Die digitalen Werkzeuge wurden im eigenen System liebevoll "StatsLibuda" und "HubStevens" genannt. In Anlehnung an die S04-Legenden Stan Libuda und Huub Stevens.
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KI-Tool berechnet "Schalke-DNA": So gelang El-Faouzi-Coup
Besonders im Scouting soll das neue Modell bereits konkrete Wirkung entfaltet haben. Als prominentes Beispiel gilt Soufiane El-Faouzi, der im Sommer von Alemannia Aachen nach Gelsenkirchen kam. Laut den Berichten erreichte der zentrale Mittelfeldspieler im vereinseigenen Bewertungssystem einen Wert von über 90 Prozent und damit den höchsten Wert aller überprüften Kandidaten.
Schalke verpflichtete El-Faouzi demnach für rund 200.000 Euro Ablöse. Und bekam dafür offenbar genau den Spielertypen, den das System gesucht hatte: laufstark, aggressiv im Pressing und robust in den Zweikämpfen. Der aktuelle Marktwert liegt nach nicht einmal einer S04-Saison bei vier Millionen Euro.
Interessant: Winter-Neuzugang Adil Aouchiche fiel laut "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" bei Schalkes Datensystem durchs Suchkriterium. Anscheinend weil er zu gut war. Der "Schalke-DNA"-Wert lag bei 95 Punkten (max. 99). Wurde jedoch als "zu teuer & unerreichbar" eingeschätzt.
Schalke holte jedoch vorher den neuen Kaderplaner Maximilian Lüftl aus Hannover 96, der durch seine Kontakte und Insiderwissen wusste, dass der Aouchiche-Deal möglich sei. Denn dessen Verein AFC Sunderland wollte seinen Vertrag im Zuge von Leih-Regularien auflösen. Schalke schlug zu. Holte das einstige PSG-Talent ablösefrei. Durch eine Klausel mit einem Kontrakt bis 2029. Aouchiche zählt mit Edin Dzeko zu den besten Schalkern der bisherigen Rückrunde.
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Digitalisierung: S04-Investment von über einer Million Euro
Offenbar sammelt die KI im Scouting Spieler, die einen "Schalke-DNA"-Wert von mindestens 70 erreichen. Darunter fällt alles durchs Raster. Es ist eine Art Vorfilter. Unter 70 soll offenbar nichts verpflichtet werden. Trainer Miron Muslic soll von dieser Scouting-KI begeistert sein und wird stärker als seine Vorgänger in Transfergespräche eingebunden.
Laut "90min" investierte Schalke über eine Million Euro in das KI-Tool, an dem vier IT-Experten über mehrere Jahre gearbeitet haben sollen. Hinter der Digitaloffensive steht demnach vor allem Vorstandschef Matthias Tillmann. Dieser soll in der Vergangenheit wiederholt in die Staaten gereist sein, um sich im Silicon Valley inspirieren zu lassen. Die Ideen bringt er offenbar direkt nach Gelsenkirchen und lässt die sportlichen Prozesse modernisieren.
Neben dem Transfer-Scouting hat der digitale S04-Baukasten es auch das Trainer-Scouting, eine KI-gestützte Spielanalyse sowie medizinische Anwendungen. In der Spielanalyse soll das System während laufender Partien Daten und passende Videoszenen liefern. In jeder Einheit wird von jedem Spieler berechnet, wie hoch sein individueller "Schalke-DNA"-Wert im Spiel ausfällt.
Im medizinischen Bereich werden demnach Leistungsdaten und Blutwerte ausgewertet, um mögliche Verletzungsrisiken frühzeitig zu erkennen. Sogar ein spezielles Torwart-Scouting befindet sich laut den Angaben im Aufbau, die Kriterien dafür soll Michael Langer erarbeiten. Der ehemalige Keeper absolviert aktuell ein Traineeprogramm im Management Sport beim Verein.
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Hamache-Fail: Ben Manga galt als KI-Feind
Für diesen Prozess und Erfolg war offenbar die Trennung von Ex-Kaderplaner Ben Manga notwendig. Dieser war kein Anhänger der KI-Methode gewesen und habe wiederholt Spieler mit niedrigem "Schalke-DNA"-Wert empfohlen.
Als Negativbeispiel wird Ilyes Hamache genannt, der intern einst als Königstransfer galt, später aber verliehen wurde und im KI-System dem Bericht zufolge nur einen sehr niedrigen Wert erreicht haben soll. Hamache war offensiv für die Liga überqualifiziert. Ließ aber in sämtlichen anderen Kategorien alles vermissen.
Tillmann betonte zuletzt immer wieder, dass die Daten vor allem eine Grundlage liefern, ehe Spieler live gesehen und persönlich getroffen werden.
Genau in dieser Verbindung aus Zahlen, Video und menschlicher Einschätzung scheint derzeit der Kern des neuen Modells zu liegen. Und des aktuellen Erfolgs.
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