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Jürgen Klopp baut seinen DFB-Kader: Diese Kandidaten überzeugten am Wochenende

Veröffentlicht:

von Daniel Kugler

ran Fußball Bundesliga

DFB-Team - Jürgen Klopp zur Kaderplanung: "Top-Gespräche"

Videoclip • 01:08 Min


Der neue Bundestrainer besuchte zum Bundesliga-Start gleich mehrere Spiele. Einige DFB-Kandidaten konnten sich dabei vor seinen Augen präsentieren, aber auch in der Ferne wussten einige Nationalelf-Anwärter zu überzeugen.

Zum Bundesliga-Auftakt spulte Jürgen Klopp ein Mammut-Programm ab.

Am Freitag besuchte der 59-Jährige das Eröffnungsspiel FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart und wurde am Samstag bei seinem Ex-Arbeitgeber Red Bull offiziell verabschiedet. Am Sonntag besuchte er dann zunächst das Training des Rekordmeisters und reiste im Anschluss noch nach Augsburg, um das Abendsspiel des FCA gegen den FC Schalke 04 live zu verfolgen.

Vor den Augen des neuen Bundestrainers konnten dabei einige DFB-Kandidaten Eigenwerbung betreiben, aber auch abseits davon drängten sich einige Spieler mit starken Leistungen für eine Nominierung auf.

ran zeigt, welche Anwärter für die deutsche Nationalmannschaft am Wochenende überzeugen konnten.

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Finn Dahmen

Für eine Überraschung im DFB-Tor könnte in Zukunft womöglich Finn Dahmen sorgen.

Beim souveränen 3:0 des FC Augsburg gegen die "Königsblauen" hielt der 28-Jährige seinen Kasten sauber und zeigte eine starke Leistung.

Vor Klopps Augen bekam Dahmen früh die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. In der siebten Minute parierte der Schlussmann einen gefährlichen Kopfball von Ron Schallenberg und verhinderte damit die mögliche Schalker Führung.

Augsburgs Trainer Manuel Baum lobte auf der Pressekonferenz nach der Partie seine Mannschaft und stellte Dahmen dabei explizit als einen der Spieler heraus, die vor dem prominenten Tribünengast "eine richtig tolle Leistung gezeigt haben".

Ein unbeschriebenes Blatt ist der Augsburger Torhüter beim DFB nicht. Unter Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann wurde er erstmals im August 2025 in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen und gehörte auch im Anschluss weitere Male zum Aufgebot. Zu einem Einsatz kam Dahmen dabei aber nicht.

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Ridle Baku

Die Rechtsverteidiger-Position ist seit Jahren eine Problemstelle im DFB-Team. Bei der WM setzte Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann erneut auf die bewährte Notlösung mit Mittelfeldspieler Joshua Kimmich.

Ridle Baku erhielt keine Nominierung für die WM, will sich nun jedoch für die kommenden Länderspiele zurück in den Fokus spielen.

Beim 3:0 von RB Leipzig am 1. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach erzielte der 28-Jährige die Führung für die Sachsen und zeigte auch abgesehen davon eine starke Leistung.

Nach der Partie betonte er, dass ihm das Zuschauen bei der Weltmeisterschaft sehr schwergefallen sei, er nun aber voller Tatendrang sei: "Ja klar, da war man enttäuscht. Ich war im Urlaub, habe die Saison vorbereitet. Jetzt waren es sieben Wochen harte Vorbereitung. Wenn man so starten kann, dann ist man automatisch auf dem Radar", so Baku gegenüber der "Bild".

Kontakt zu Klopp gab es jedoch noch keinen: "Die Nummer habe ich, das kann ich sagen. Wenn er anruft, dann weiß ich, dass er es ist. Aber wie gesagt, ich kann es immer nur wiederholen: Ich muss meine Leistung bringen. Ohne Leistung wird es schwer."

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Anton Kade

Neben Dahmen lobte Augsburg-Trainer Baum nach dem Sieg gegen Schalke auch Anton Kade.

Der Torschütze zum 2:0 zeigte eine überragende Partie und lieferte auch den Assist zum Führungstreffer von Michael Gregoritsch. Die Gelsenkirchener bekamen den 22-Jährigen zu keiner Zeit in den Zeit in den Griff - völlig zurecht wurde er als Man of the Match ausgezeichnet.

Die Anwesenheit des Bundestrainers hat den Shootingstar offenbar beflügelt, wie er nach der Partie zugab: "Ich wusste es vorher, dass er da ist."

Auf einen Anruf von Klopp warte Kade jedoch noch: "Ich hatte noch keinen Kontakt mit ihm."

Dennoch ist der schnelle und technisch versierte Offensivspieler erleichtert, die große Chance genutzt zu haben: "Aber ich glaube, er hat ein cooles Spiel gesehen. Ich habe auch gut gespielt, darüber habe ich mich gefreut."

Kevin Schade

Während der Fokus am Wochenende auf der Bundesliga lag, darf jedoch nicht vergessen werden, dass ein Premier-League-Legionär ebenfalls hartnäckig an einem Platz im DFB-Kader arbeitet.

Beim 1:1 des FC Brentford gegen Leeds United traf Flügelspieler Kevin Schade kurz vor der Pause zur Führung für die Gäste. Bei den Engländern ist der Linksaußen gesetzt und zählt zu den Leistungsträger.

Nach der Nichtnominierung für die WM will der 24-Jährige sich unter Klopp nun in die Nationalelf zurückkämpfen: "Ich denke, die Karten sind neu gemischt. Jeder will sich zeigen, und natürlich will ich da wieder angreifen", erklärte Schade kürzlich nach dem 7:0 im Testspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Der Ex-Spieler des SC Freiburg debütierte im März 2023 für die deutsche Nationalmannschaft unter Hansi Flick. Seitdem kam Schade jedoch eingerechnet Freundschaftsspielen insgesamt nur auf fünf Kurzeinsätzen bei gerade einmal 71 Einsatzminuten.

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Paris Brunner

Wie Schade konnte auch ein weiterer deutscher Offensivspieler, der im Ausland kickt, am Wochenende Eigenwerbung betreiben - und wie!

Beim 2:0 der AS Monaco gegen Olympique Marseille traf Paris Brunner doppelt. "Ich bin überglücklich und fühle mich nach meinen beiden Toren voller Selbstvertrauen", sagte der 20-Jährige, nachdem er sein Team an die Spitze der Ligue 1 geschossen hatte.

Mit vier Toren aus vier Spielen beweist Brunner eine herausragende Frühform und hat wenig überraschend auch die Nationalmannschaft im Hinterkopf: "Ich denke immer an die Nationalmannschaft", sagte der ehemalige U17-Weltmeister auf Nachfrage: "Meine Mutter ist Kongolesin und mein Vater ist Deutscher, aber darauf konzentriere ich mich nicht. Ich konzentriere mich ausschließlich auf meine aktuellen Leistungen, den Rest werden wir dann sehen."

2024 hatte Brunner Borussia Dortmund Richtung Monaco verlassen, wurde aber prompt für ein Jahr nach Belgien verliehen. Unter dem neuen Trainer Filipe Luis blüht er nun endgültig auf.

Said El Mala

Nach einer überzeugenden Premieren-Saison in der Bundesliga und einem Sommer, der gefühlt täglich eine neue Wasserstandsmeldung im Transferpoker um den Shootingstar des 1. FC Köln mit sich brachte, folgt dann der große Knall:

Der 20-Jährige verließ den "Effzeh" doch nicht, sondern verlängerte vorzeitig seinen Vertrag bis 2031. "Die Nummer 13 geht, die Nummer 10 bleibt …", tönte der Offensivspieler, der nun die prestigeträchtige Nummer auf dem Rücken trägt, wie einst die Kölner Legenden Wolfgang Overath oder Lukas Podolski.

Statt überstürzt nach England oder zum BVB zu wechseln, bleibt der pfeilschnelle Angreifer weiterhin in der Domstadt. Beim Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim (3:2) erzielte El Mala direkt einen Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Im Anschluss deutete er jedoch an, dass er sich erstmal an den endlosen Trubel um seine Person in den vergangenen Monaten gewöhnen musste.

"Ich weiß auch nicht ganz, wie ich das verkrafte. Ich habe eine super Familie, die mich täglich dabei unterstützt. Eine super Mannschaft, eine super Stadt, die mir dabei hilft, das zu verkraften. Es ist schon krass, wenn man sich jeden Tag neu im Internet sieht. Ich lasse es beiseite, wenn ich auf dem Platz bin - auch wenn es schwer ist", gab der Youngster nach der Partie bei "DAZN" tiefe Einblicke.

Nach der Nichtnominierung für die WM soll El Mala unter Klopp wohl eine tragende Rolle einnehmen. Laut "Sky" soll der Bundestrainer fest mit dem Kölner planen und ihn für die Nations-League-Spiele Ende September und Anfang Oktober nominieren wollen.

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