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Nach Asyl-Zurückweisung: Irans Fußball-Frauen kehren in ihre Heimat zurück

Veröffentlicht:

von SID/ran

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Videoclip • 04:34 Min


Die iranische Frauenfußballmannschaft überquerte am Mittwoch die türkische Grenze in Richtung Iran und beendete damit eine schwierige Rückreise aus Australien. Fünf Spielerinnen hatten ihre dort gestellten Asylanträge zurückgezogen.

Das Team war über den Oman und Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur in die Türkei eingereist. Zuvor hatte der Iran in Australien an der Asienmeisterschaft teilgenommen. Nun ist das Team laut "Reuters" in sein Heimatland zurückgekehrt.

Zwei Spielerinnen, Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh, sind unterdessen im australischen Brisbane geblieben. Beide trainieren fortan mit dem Frauenteam von Brisbane Roar, das in der A-League spielt, der höchsten australischen Fußballliga der Frauen. Ursprünglich hatten sieben Mitglieder der iranischen Nationalmannschaft aus Angst vor Repressalien in ihrer Heimat Asyl in Australien beantragt. Sie zogen größtenteils ihre Anträge zurück.

Irans Staatsfernsehen: "Kriegsverräterinnen"

Menschenrechtsgruppen warfen den iranischen Behörden wiederholt vor, Sportler im Ausland unter Druck zu setzen, indem sie deren Angehörigen drohen oder mit der Beschlagnahmung von Eigentum, sollten sie überlaufen oder sich gegen die Islamische Republik äußern.

Zuvor hatte es nach dem Vorrunden-Aus der iranischen Frauen bei der Asienmeisterschaft große Sorgen um die Nationalspielerinnen gegeben. Weil die Mannschaft beim ersten Gruppenspiel Anfang März gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte, befürchteten Menschenrechtsgruppen nach der Rückkehr in die Heimat Repressalien. Das iranische Staatsfernsehen hatte sie als "Kriegsverräterinnen" bezeichnet.

Nun feiert das iranische Regime den "demütigenden Sieg über das amerikanisch-australische Projekt und einen weiteren Rückschlag für Trump". Zuvor hatte der Iran den Spielerinnen empfohlen, "um ihrer Familien willen" zurückzukehren.

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