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DFB-Team: Jürgen Klopp gerät ins Schwärmen - Griechenlands Offensive hat es in sich
Aktualisiert:
von Oliver Jensenran Fußball
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Griechenland reist nach dem Sieg gegen Serbien mit Selbstvertrauen nach Augsburg. Vor allem die Offensive könnte für Deutschland und den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zur Gefahr werden.
Der griechische Fußball hat schon bessere Tage gesehen. Bei der Europameisterschaft 2004 zum Beispiel.
Der deutsche Trainer Otto Rehhagel führte damals den totalen Außenseiter zum Titel. Im Finale besiegte Griechenland Gastgeber Portugal mit 1:0.
Die Bilder bleiben unvergessen: Während die Griechen euphorisch feierten, liefen beim damals 19-jährigen Cristiano Ronaldo die Tränen.
Die griechische Nationalmannschaft von heute, auf die Deutschland am Sonntag (ab 20:15 Uhr im Livestream auf Joyn) in Augsburg trifft, hat mit der damaligen Sensations-Truppe auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam.
Die jüngere Vergangenheit verlief enttäuschend: Die Qualifikation für die vergangenen drei Weltmeisterschaften und drei Europameisterschaften wurde verpasst.
Und doch herrscht irgendwie Aufbruchstimmung rund um die griechische Nationalmannschaft.
Die nächsten Livestreams auf Joyn
Offensiv-Stärke durch BVB-Neuzugang Karetsas
Das ist auch an Jürgen Klopp nicht vorbeigegangen.
"Das könnte die goldene Generation des griechischen Fußballs sein", sagte der Bundestrainer vor dem Duell mit den Helenen. "Die Analyse war sehr interressant. Man sieht Schritte in die richtige Richtung, der Trainer ist schon zwei Jahre da. Sie spielen echten Fußball."
Deutschland wird den zweiten Gegner in der Amtszeit des neuen Coaches also aller Voraussicht nach nicht unterschätzen.
Aschauungsmaterial für die Gefährlichkeit gab es am vergangenen Donnerstag. Griechenland lag gegen Serbien zunächst zurück, gewann aber durch zwei Treffer in der Schlussviertelstunde noch mit 2:1.
Es war der erste Sieg im fünften Länderspiel des Jahres. In den vorherigen vier Freundschaftsspielen im März und Juni gab es zwei Niederlagen gegen Paraguay (0:1) und Italien (0:1), zudem zwei Unentschieden gegen Ungarn (0:0) und Schweden (2:2).
Auch wenn die Ergebnisse noch keine Stabilität ausstrahlen, hat Griechenland einige Top-Spieler im Kader, die der deutschen Mannschaft gefährlich werden könnten.
Der bekannteste Akteur dürfte aus deutscher Sicht Konstantinos Karetsas sein. Der 18-jährige Offensivspieler wechselte im Sommer für eine Ablöse von rund 30 Millionen Euro vom belgischen Verein KRC Genk zu Borussia Dortmund.
Im Nationalteam agiert er meist auf dem rechten Flügel, während auf der linken Seite ein weiterer Top-Spieler für Gefahr sorgt: Christos Tzolis vom FC Arsenal. Der 24-Jährige wechselte erst im Sommer für rund 40 Millionen Euro vom Club Brügge nach London und entwickelte sich auf Anhieb zum Stammspieler.
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DFB-Team gegen Griechenland: Gefährliche Sturm-Spitze mit Deutschland-Vergangenheit
Überhaupt steckt die "Qualität der Griechen vorwiegend in der Offensive", wie auch Klopp unterstrich. Gegen Serbien begannen sie mit den beiden Mittenstürmern Vangelis Pavlidis (27, Benfica Lissabon) und Charalampos Kostoulas (19, Brighton & Hove Albion), die also bei europäischen Top-Klubs oder zumindest in einer Top-Liga spielen.
Pavlidis hat zudem eine Vergangenheit in Deutschland. Zwischen 2016 und 2017 absolvierte er vier Spiele in der 2. Bundesliga für den VfL Bochum, ehe er leihweise zum BVB wechselte, dort aber lediglich für die 2. Mannschaft in der Regionalliga zum Einsatz kam. Sein Durchbruch gelang ihm in den Niederlanden und in Portugal. Vergangene Saison erzielte er in der portugiesischen Liga 22 Tore.
Christos Tzolis of Greece celebrates with fellow goalscorers Konstantinos Karetsas & Giannis Konstantelias of Greece after scoring to give Greece a 0-3 lead (Agg. 1-3). Scotland v Greece, UEFA Nations League, Play-offs, Second Leg, Football, Hampden Park, Glasgow, Scotland, UK - 23 Mar 2025 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxGRExMLTxCYPxROUxBULxUAExKSAxONLY Copyright: xStuartxWallace Shutterstockx 15215916ay
Bild: Shutterstock
Griechenland-Star Tzolis: "Keine leichten Tore kassieren und effektiver sein"
Ob das genügt, um die DFB-Elf vor Probleme zu stellen? Der jüngste Erfolg hat jedenfalls für Selbstvertrauen gesorgt. "Es war ein verdienter Sieg, auch wenn er in letzter Minute erfolgte", sagte Tzolis, der einst für Fortuna Düsseldorf stürmte.
Ihm ist aber bewusst, dass Sonntag eine schwierigere Aufgabe bevorsteht: "Das ist definitiv ein völlig anderer Gegner, wir spielen zudem auswärts. Die Deutschen sind ein qualitativ hochwertigeres Team als Serbien, daher werden wir das Spiel anders managen. Aber wir sind optimistisch, spielen immer mit Selbstvertrauen, haben viel Qualität und müssen das auf jedem Feld zeigen."
Der Arsenal-Star fasste den Matchplan kurz zusammen: "Wir müssen fokussiert sein, keine leichten Tore kassieren, und vorne können wir viele Phasen schaffen und dabei etwas effektiver sein."
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