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DFB-Team vs. Griechenland: Drei Änderungen nach Niederlande-Spiel - das könnte die Aufstellung von Jürgen Klopp sein

Aktualisiert:

von Kai Esser

ran Fußball

DFB-Team: Fans sehen Kritikpunkt beim neuen Trikot - "Was soll das?"

Videoclip • 01:26 Min


Jürgen Klopps zweites Spiel als Bundestrainer steht an. Auf welche elf Spieler wird er gegen Griechenland vertrauen? Das könnte die Aufstellung sein.

Bei seinem lange erwarteten Debüt als Trainer der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstag gegen die Niederlande musste Jürgen Klopp seine Aufstellung kurzfristig umbauen. Das hat auch Auswirkungen auf das kommende Duell gegen Griechenland.

Jamal Musiala zog sich beim Aufwärmen vor der Partie einen Muskelfaserriss zu. Kai Havertz musste das Spielfeld in der 30. Minute aufgrund einer Muskelzerrung vorzeitig verlassen. Beide sind inzwischen abgereist. Für sie stoßen Florian Wirtz und Jonathan Burkardt früher als geplant zum DFB-Team, wie der Verband mitteilte.

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Mögliche Veränderungen zum Niederlande-Spiel

Am Donnerstagabend rückte Nadiem Amiri für Musiala in die Startformation, Havertz wurde durch Younes Ebnoutalib ersetzt. Vielleicht aber setzt Jürgen Klopp am Sonntag bereits auf den frühzeitig angereisten Wirtz oder gibt Anton Stach die Chance, sich von Beginn an zu beweisen. Sicher ist, dass Alexander Nübel anstelle von Marc-Andre ter Stegen ins Tor rücken wird, wie Klopp auf der Pressekonferenz verriet.

Auf welche elf Spieler wird Klopp im Nations-League-Heimspiel gegen Griechenland (So., ab 20:45 Uhr im Liveticker) in der Startformation setzen?

ran hat die Spieler der potenziellen Startaufstellung unter die Lupe genommen.

Tor: Alexander Nübel (Besiktas Istanbul)

Rückkehrer Marc-Andre ter Stegen steht im zweiten Nations-League-Spiel nicht erneut zwischen den Pfosten. "Alex wird spielen", erklärte Klopp auf der PK am Samstag kurz und knapp und setzt damit diesmal auf Nübel.

Nach Ende seiner zweijährigen Leihe zum VfB Stuttgart war der Keeper im Sommer dauerhaft vom FC Bayern München zu Besiktas Istanbul gewechselt. Bei seinem neuen Klub legte der 29-Jährige einen Start nach Maß hin und beeindruckte mit starken Paraden. In seinen ersten sechs Pflichtspielen blieb Nübel für den türkischen Spitzenklub ohne Gegentor und stellte damit die historische Bestmarke von Alexander Manninger beim FC Arsenal aus dem Jahr 1998 ein.

Nun steht er vor seinem vierten Länderspiel, dem ersten seit dem 2:1 über Ghana im März.

Linksverteidigung: Nathaniel Brown (FC Bayern München)

Auf der linken Seite setzte Klopp gegen die Niederlande auf Nathaniel Brown, der sich bei der WM 2026 als verlässliche Option etabliert hat. Brown überzeugt durch Tempo und Zweikampfhärte, was ihn sowohl defensiv als auch bei Vorstößen nach vorne stark macht. Beim Klopp-Debüt ließ er viele seiner Schlüsselqualifikationen vermissen. Gegen Griechenland muss mehr kommen.

Zwar spielt Brown beim FC Bayern München mehrheitlich im offensiven Mittelfeld, allerdings ist die Linksverteidigerposition ihm keinesfalls fremd geworden. Ein Dilemma à la Joshua Kimmich, dass er sich auf der defensiven Außenbahn nicht wohl fühlen sollte, droht also nicht.

Linke Innenverteidigung: Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)

Nico Schlotterbeck wird auch am Sonntag in der Innenverteidigung auflaufen, der Linksfuß hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im DFB-Team entwickelt. Der Dortmunder zeichnet sich durch sein starkes Stellungsspiel sowie seine Fähigkeit aus, das Spiel früh, vertikal und präzise aus der Abwehr heraus zu eröffnen.

Diese Spieleröffnung passt zur neuen Spielphilosophie, die Klopp seinem Team vermitteln will. Schlotterbecks Robustheit im Zweikampf macht ihn zudem zu einem wichtigen Baustein gegen physisch starke Angreifer. Gegen die Niederlande war er der stabilere Innenverteidiger.

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Rechte Innenverteidigung: Jonathan Tah (FC Bayern München)

Jonathan Tah gehört auch unter Klopp zu den gesetzten Stammkräften und trägt trotz Umbruchs weiter Verantwortung in der Innenverteidigung. Tah überzeugt durch Zweikampfstärke, Kopfballstärke und seine Erfahrung auf internationalem Niveau, fiel gegen die Niederlande aber manchmal mit fragwürdigem Timing auf.

Sein fataler Fehlschuss im Elfmeterschießen gegen Paraguay bei der WM ist längst vergessen und es gibt keinen Grund, das Innenverteidiger-Paar aus der Nagelsmann-Ära aufzubrechen.

Rechtsverteidigung: Philipp Treu (SC Freiburg)

Philipp Treu feierte gegen die Niederlande sein Startelf-Debüt, erlöste Kimmich von der ungeliebten Rechtsverteidiger-Position und marschierte über 90 Minuten die Seitenlinie rauf und runter – ein starkes Debüt. Der 25-Jährige ist beim SC Freiburg gesetzt und war nicht nur Teil der besten Defensive der Europa League 2025/26 und damit maßgeblich am Finaleinzug der Breisgauer beteiligt, auch in der Bundesliga zeigte er fantastische Leistungen.

Offensiv bringt Treu mit starken Flanken und einem guten Auge für den letzten Pass zusätzliche Qualität auf die rechte Seite. Für Klopp ist er der klare Kandidat, um die Abwehr flexibler zu gestalten und gleichzeitig Kimmich seine bevorzugte Position im Zentrum zurückzugeben. Bei seinem Debüt zahlte er das Vertrauen mit einer indirekten Vorlage zum 1:0 zurück.

Bild: MIS


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Defensives Mittelfeld: Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Kimmich ist unter Klopp wieder zurück ins Zentrum gerückt, wo er sich am wohlsten fühlt und seine größte Wirkung entfalten kann. Als Sechser dirigiert er das Spiel, gewinnt Bälle früh zurück und ist der zentrale Impulsgeber im Spielaufbau – beispielsweise auch dann, wenn ein Gegenspieler vermeintlich verletzt am Boden liegt, der Schiedsrichter aber nicht unterbricht. Nach dem deutschen 1:0 stellte der Kapitän sich den niederländischen Provokationen entgegen.

Kimmichs Passsicherheit und Übersicht sollen dem neuen System sofort Stabilität und Struktur verleihen. Klopp hatte bereits bei seiner Antritts-Pressekonferenz angekündigt, alle Spieler auf ihrer besten Position spielen lassen zu wollen.

Defensives Mittelfeld: Felix Nmecha (Borussia Dortmund)

Neben Kimmich sorgt Felix Nmecha für zusätzliche Box-to-Box-Qualität. Der Profi von Borussia Dortmund bringt Laufbereitschaft und einen guten Torabschluss aus der zweiten Reihe mit, was ihn zu einer variablen Option im Mittelfeldzentrum macht. Sein Abstaubertor gegen die Niederlande unterstreicht seine Torgefahr – wie bei der WM erzielt er auch in der Ära Klopp das erste DFB-Tor.

Seine Physis war im direkten Duell mit dem niederländischen Mittelfeld ein wichtiger Faktor sein. Nmecha sorgte dafür, dass Deutschland auch in den intensiven Phasen des Spiels präsent blieb.

Bild: Schüler


Linksaußen: Kevin Schade (FC Brentford)

Auf der linken Angriffsseite sorgte Kevin Schade gegen Oranje für Tempo und Torgefahr. Der Brentford-Profi gehörte während seiner Freiburger Zeit zu den drei schnellsten Spielern der Bundesliga und gilt als einer der explosivsten Antritts-Spieler im deutschen Kader. Seine Fähigkeit, Verteidiger im Sprint zu überlaufen und in die Tiefe zu starten, macht ihn zur idealen Ergänzung im schnellen Umschaltspiel.

Trotz einiger verletzungsbedingter Rückschläge in seiner Karriere hat sich Schade in der Premier League zu einem gestandenen Stammspieler entwickelt und zuletzt mit guten Leistungen und vor allem Toren bei Brentford überzeugt.

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Offensives Mittelfeld: Florian Wirtz (FC Liverpool) / Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05) / Anton Stach (Leeds United)

Nach der verletzungsbedingten Abreise Jamal Musialas könnte die Stunde von Florian Wirtz schon früher als zunächst vorgesehen schlagen. Der Liverpool-Star reiste früher an und könnte gegen Griechenland direkt sein Startelf-Debüt unter Klopp feiern. Vielleicht schafft es der ehemalige Liverpool-Trainer, seinem hochtalentierten Mittelfeldspieler etwas von der Leichtigkeit zurückzugeben, mit der er in Leverkusen übers Feld wirbelte.

Alternativ könnte Klopp erneut von Beginn an auf Nadiem Amiri setzen, der bis auf seine übermotivierte Grätsche gegen Denzel Dumfries einen positiven Eindruck hinterließ. Anton Stach wäre Option Nummer drei – er fügte sich gegen die Niederlande nach einer Stunde gut ein, konnte den Ausgleich aber auch nicht verhindern.

Rechtsaußen: Karim Adeyemi (FC Barcelona)

Nach seinem Sommer-Wechsel zum FC Barcelona ist Karim Adeyemi glänzend in seine neue Karrierestation gestartet. In Katalonien trifft der Flügelspieler im Schnitt alle 67 Minuten und scheint sein Glück gefunden zu haben. Gegen die Niederlande am Donnerstagabend fehlte ihm dagegen das Glück im Torabschluss.

Dennoch hat Adeyemis Tempo der Nationalmannschaft bereits wieder geholfen. Der Flügelstürmer verkörpert genau das, was Klopp will: individuelle Qualität, Wille, Selbstvertrauen und vor allem gute Form. All das ist dem gebürtigen Münchner nicht abzusprechen.

Sturmzentrum: Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt)

Im Sturmzentrum würde an Havertz kein Weg vorbeiführen – vorausgesetzt er ist fit. Der Arsenal-Stürmer verließ das Feld gegen die Niederlande nach 30 Minuten mit einer Muskelverletzung. Für ihn kam der wuchtige Younes Ebnoutalib zu seinem A-Länderspieldebüt, lief sich die Lunge aus dem Hals und warf sich selbst gegen Virgil van Dijk in jeden Zweikampf.

Gegen Griechenland könnte er erstmals von Beginn an auflaufen und die Qualitäten präsentieren, die ihn als Torgarant der Frankfurter Eintracht auf den Zettel des Bundestrainers katapultiert haben.

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