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Bundesliga-Relegation: SC Paderborn vs. VfL Wolfsburg: Stimmen zum Spiel - Sven Michel: "Was wir heute geschafft haben, werden wir erst in vielen, vielen Jahren verstehen"
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von ran.deran Fußball Bundesliga
Relegation - Netz rastet nach Paderborn-Aufstieg aus: "Purer Wahnsinn"
Videoclip • 02:08 Min
Der SC Paderborn ist durch einen 2:1-Sieg in der Verlängerung gegen Wolfsburg in der Relegation in die Bundesliga aufgestiegen. ran zeigt die Stimmen zum Spiel.
Jubel in Paderborn!
Die Ostwestfalen haben durch einen dramatischen 2:1-Sieg in der Verlängerung im Relegations-Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg den Bundesliga-Aufstieg geschafft.
Dabei ging es für die Paderborner gar nicht gut los, nach dem Dzenan Pejcinovic den VfL bereits in der dritten Minute in Führung brachte. Doch der Platzverweis für Wolfsburgs Joakim Maehle (14. Minute) war dann der Beginn der Wende für die Gastgeber.
In weiterer Folge drehte das Team von Trainer Ralf Kettemann die Begegnung durch Tore von Filip Bilbija (38.) und Laurin Curda (100.) und sorgte für den dramatischen Aufstieg. ran zeigt die Stimmen zum Spiel.
Dennis Seimen (SC Paderborn): "Es ist unfassbar. Wir haben es so verdient und Gas gegeben. Beim letzten Kopfball in der Schlussminute habe ich nur noch die Hände nach oben gerissen und den Ball zum Glück über das Tor lenken können. In den nächsten Tagen bleibe ich noch in Paderborn, genieße die Aufstiegs-Stimmung und dann gibt es mit dem VfB Stuttgart Gespräche."
Laurin Curda (SC Paderborn): "Ich kann das noch nicht glauben, was hier abgeht. Das sieht man sonst eigentlich nur im Fernsehen. Wir waren auch in der Liga schon eine relativ gute Mannschaft in Überzahl. Wir wussten, dass wir frisch und fit sind, das Spiel in die Verlängerung gehen kann."
Ralf Kettemann (Trainer SC Paderborn): "Ich bedanke mich beim Verein, dass er mir die Chance gegeben hat, bei den Fans. Ich werde mindestens eine Nacht brauchen, um das zu realisieren."
Felix Götze (SC Paderborn): "Geduld war heute das richtige Wort. Es hat etwas gedauert, bis wir unsere Stärken ausspielen konnten. Die Saison war eine kleine Achterbahnfahrt, daher mussten wir jetzt mit der Relegation auch den längeren Weg gehen. Nun drücke ich in der Zweitliga-Relegation Rot-Weiss Essen die Daumen, ich habe ja noch einige Jungs dort."
Sven Michel (SC Paderborn): "Was wir heute geschafft haben, werden wir erst in vielen, vielen Jahren verstehen. Wir sind ein Riesenteam."
Ruben Müller (SC Paderborn): "Die letzten 20 Minuten konnte ich nicht mehr, ich bin dann auch in Tränen ausgebrochen. Wir waren relativ sicher, dass wir das Ding über 120 Minuten noch drehen können."
Steffen Tigges (SC Paderborn): "Es ist überwältigend. Wir haben das ganze Jahr schon das Gefühl gehabt, dass mit dieser Mannschaft etwas gehen könnte. Wir wussten, dass wir je länger das Spiel geht, wir unsere Chancen nutzen können. Dass wir das Spiel noch gedreht haben, zeigt den Charakter der Mannschaft. Das ist einmalig."
Mika Baur (SC Paderborn): "Ich bin stolz auf mich, dass ich nach einem schwierigen Jahr nun in diesem Jahr so gut gespielt habe. Ich genieße es und bedanke mich beim Trainer und Verein, dass man mir diese neue Chance hier gegeben hat. Wir sind in diesem Jahr mit der Stadt eine richtige Einheit geworden und nächstes Jahr dürfen wir uns auf viele prominente Gäste in Paderborn."
Sebastian Lange (Sport-Geschäftsführer SC Paderborn): "Ich denke, heute können wir diese Saison noch nicht in Worte fassen. Die Dramatik wie heute, habe ich so noch nie erlebt. Die Gelb-Rote Karte hat uns in die Karten gespielt. Dann haben wir den Druck erhöht. Es ist einfach schön, es geschafft zu haben."
Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Beim Platzverweis muss man sich den ganzen Ablauf anschauen. Da hätten wir uns vom Schiedsrichter gewünscht, dass er Fingerspitzengefühl zeigt. Aber es ist müßig, das Spiel ist entschieden. Wir müssen Paderborn gratulieren. Die Enttäuschung ist auch bei mir groß, dann hängt es wie heute an vielleicht einer Aktion, ob du drinbleibst oder absteigst. Wir werden jetzt das Ganze ein, zwei Tage sacken lassen, dann über die Zukunft sprechen."
Diego Benaglio (Aufsichtsratsmitglied): "Wir sind total enttäuscht, es ist schwierig im Moment. Wir müssen jetzt einen Weg finden, den Blick wieder nach vorne zu richten. Wir sind gut ins Spiel gekommen, wir waren heiß. Bei der Gelb-Roten Karte hätte ich mir etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht, es geht um verdammt viel in diesem Spiel."
ran-Experte Urs Meier zur frühen Gelb-Roten Karte von Felix Zwayer gegen Joakim Maehle: "Wenn er (der Platzverweis, d. Red.) notwendig ist, ist er notwendig. Das hat der Schiedsrichter sehr, sehr gut gemacht, sofort Klarheit geschafft. Das sind die Momente. Wenn du nicht für Klarheit sorgst, dann kann ein Spiel auseinandergehen. Aber das war wirklich sehr, sehr gut von Felix. Sofort klar. Gelb-Rot ist auch die richtige Entscheidung."
ran-Experte Lars Stindl zum Platzverweis von Joakim Maehle: "Ganz klare Gelbe Karte (zweite Gelbe Karte, d. Red.). Trifft ihn am Sprunggelenk. Ganz klarer Platzverweis. Schwierig zu erklären, was den Spieler da geritten hat. Da braucht er mehr Feingefühl, auch wenn es hitzig ist. Trotzdem hat er die nötige Erfahrung und schon viel erlebt. Da darf er sich nach einer Viertelstunde nicht zu einer Aktion hinreißen lassen."
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