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Relegation: Platzverweis verantwortlich für Wolfsburger Niederlage, aber nicht für den Abstieg - Kommentar

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

ran Fußball Bundesliga

Relegation - Netz rastet nach Paderborn-Aufstieg aus: "Purer Wahnsinn"

Videoclip • 02:08 Min


Der VfL Wolfsburg ist abgestiegen. Zwar kippt das Relegations-Rückspiel in Paderborn nach einem Platzverweis gegen Joakim Maehle, jedoch haben sich die Wölfe lange vorher in den Abgrund gestürzt. Ein Kommentar.

Bitterer, unnötiger und brutaler kann ein Platzverweis kaum sein. Nach der frühen 1:0-Führung des VfL Wolfsburg im Relegations-Rückspiel beim SC Paderborn kassiert Joakim Maehle in der 14. Minute die Gelb-Rote Karte - und leistet seinem Team einen Bärendienst.

Dass einem international erfahrenen Spieler ein solch heftiger Fauxpas passiert, ist kaum nachvollziehbar - und doch steht er sinnbildlich für die Wölfe-Saison.

Ja, der VfL hätte ohne den Platzverweis vielleicht nicht gegen Paderborn verloren (1:2 n.V.). Ja, der VfL wäre ohne diese Szene vielleicht nicht abgestiegen.

Doch ist es deswegen fair, auf einen einzelnen Spieler einzuprügeln? Die Antwort kann nur "Nein" lauten. Niemals kann eine Schulter die Verantwortung für ein kollektives Versagen über Monate tragen.

Der 25. Mai 2026 steht fortan als Tag des Wölfe-Abstiegs in den Geschichtsbüchern. Genauso gut könnte man aber den 30. Januar, den 21. März oder den 4. April nennen. An all diesen Tagen hat der VfL auch verloren.

Der Klub hat sich den Abstieg die gesamte Saison über eingebrockt, nicht nur an diesem denkwürdigen Tag in Paderborn.

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Relegation: Wolfsburg nutzt überlegene Ausgangslage nicht

Die Historie zeigt, dass Bundesliga-Klubs 75 Prozent der Relegationsspiele für sich entschieden haben. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Fast immer ist der Erstligist finanziell besser aufgestellt als der Zweitligist - und hat den weitaus besseren Kader.

Selten war der Unterschied dabei so groß wie zwischen Paderborn und Wolfsburg.

Eigentlich.

Zwar möchte es Dieter Hecking nicht hören, dass sein Team einen fast sechsmal so hohen Marktwert im Vergleich zu Paderborn hat, jedoch ist das eigentlich ein klarer Indikator für das Kräfteverhältnis.

"Das ist doch alles Alibi. Wenn der Kader so überragend wäre, wären wir nicht Sechzehnter geworden", hielt der Wölfe-Coach schon in Wolfsburg dagegen.

Letztlich zeigt es aber nur, wie deutlich der VfL in dieser Saison hinter den Erwartungen geblieben ist. Es kommt nicht nur auf den Kader an, sondern darauf, wie dieser performt.

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Wolfsburg-Zukunft darf nicht an einem schwachen Moment hängen

Wolfsburg besitzt Spieler, die so mancher Bundesligist nur zu gerne im Team hätte. Denken wir an Mohamed Amoura, Kamil Grabara, Patrick Wimmer, Konstantinos Koulierakis oder den aktuell verletzten Maximilian Arnold. Selbst ein Big Name wie Christian Eriksen hat den Weg nach Wolfsburg gefunden.

All diese klangvollen Namen und mit reichlich Können ausgestatteten Spieler haben die Saison in den Sand gesetzt. Sie alle sind mitverantwortlich für diesen Absturz, der nie hätte passieren dürfen.

Das Wolfsburg-Team hat eine derartige Qualität im Kader, dass eigentlich niemals ein 16. Tabellenplatz rausspringen kann. In keinster Weise darf es dazu kommen, dass ein Aussetzer - wie jener von Maehle - über Wohl und Wehe entscheidet.

Es bleibt dabei: Ein Team gewinnt zusammen und verliert zusammen - und ist nur so stark wie sein schwächstes Glied.

Beim finalen Showdown gegen Paderborn handelte es sich dabei um Maehle, letztlich hätte es aber jeden treffen können.

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