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WM 2026

Real Madrid erhält die Quittung für die schwache Saison: Luis de la Fuente beweist Mut - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

ran Fußball

Chaos bei Real Madrid - Netz amüsiert sich: "Clash Royale in echt"

Videoclip • 02:00 Min


Spanien tritt bei der WM 2026 ohne einem einzigen Real-Star an. Eine unpopuläre Entscheidung, die aber Respekt verdient. Ein Kommentar.

Man stelle sich mal vor, Julian Nagelsmann hätte den Deutschland-Kader bekanntgegeben, ohne einen Bayern-Spieler zu nominieren.

Ähnlich unvorstellbar war immer der Gedanke, dass kein Real-Star im spanischen Kader auftaucht. Doch genau das ist aus Madrilenen-Sicht bittere Realität geworden.

Bestand das Aufgebot der Furia Roja oft aus einem gewaltigen Barca-Block und einem fast genauso großen Real-Block, ist in diesem Jahr kein Königlicher mit dabei.

Damit hat Nationalcoach Luis de la Fuente eine Entscheidung getroffen, die in Teilen des Landes einen größeren Aufschrei auslösen dürfte, als es Thomas Tuchel in England mit seinem Aufgebot ohne Phil Foden oder Cole Palmer geschafft hat.

Bei den Real-Fans dürfte de la Fuente schon jetzt das Feindbild Nummer eins sein - und die Emotionen so richtig zum Kochen bringen.

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Spanien: De la Fuente muss nicht für Frieden zwischen Real und Barca sorgen

Ob das für eine friedliche und erwartungsfrohe Atmosphäre auf der iberischen Halbinsel so gut war? Man darf es bezweifeln.

Der Job von de la Fuente ist es aber nicht, für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Barca- und Real-Stars zu sorgen, sondern die besten 26 Spieler des Landes zu nominieren.

Zwar werden sich die Real-Stars und alle, die es mit dem spanischen Rekordmeister halten, benachteiligt fühlen, jedoch haben Gefühle oft wenig mit der Realität zu tun.

Diese besagt ganz klar: Real wurde nicht benachteiligt, sondern bekommt schlichtweg die Quittung für die ernüchternde Saison.

Neben Chaos und Konflikten hat auch die sportliche Leistung zu häufig nicht gestimmt.

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Spanien: Real-Stars mit einer Ausnahme nicht gut genug

Bei Real Madrid zu spielen, heißt noch lange nicht, auch das Recht auf  einen Platz in der Nationalmannschaft zu haben. Die Real-Stars müssen genauso Leistung bringen wie alle anderen Spieler dieser Welt.

Eduardo Camavinga und Trent Alexander-Arnold haben das von Didier Deschamps und Thomas Tuchel zu spüren bekommen - nun hat es die Spanier getroffen.

Real-Spieler, die es sportlich verdient hätten, für Spanien zur WM zu fahren, sucht man praktisch vergeblich. Lediglich Dean Huijsen bildet hier eine Ausnahme.

Der 21-Jährige war Stammspieler und ist ein großes Abwehr-Talent. Auf der anderen Seite hatte de la Fuente auch zahlreiche Optionen auf der Innenverteidiger-Position.

Was Álvaro Carreras, Fran García, Dani Ceballos, Raúl Asencio und Gonzalo García betrifft, sei gesagt, dass sie nicht konstant auf Top-Niveau gespielt haben oder keine Stammspieler waren. Selbiges gilt für Routinier Dani Carvajal.

Zwar mag es Trainer geben, die auf verdiente Spieler setzen, obwohl diese nicht mehr auf ihrem Zenit sind - denken wir an Cristiano Ronaldo oder Neymar -, jedoch ist Derartiges selten gewinnbringend.

WM 2026: Das sind die Stadien in Kanada, Mexiko und den USA

  • Die WM-Stadien 2026 in Kanada, Mexiko und den USA
    Die WM-Endrunde 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Nun stehen auch die Stadien fest, in denen die Endrunde ausgetragen wird. ran zeigt die Arenen in den drei Ländern, in denen der Weltmeister ermittelt wird. (Stand: 05. Februar 2024)
    Auch interessant: WM 2026: 4,5 Millionen Ticketanfragen in der ersten Phase

    imago

  • Atlanta: Mercedes-Benz Stadium
    Kapazität: 71.000
    WM-Spiele:  8 (5 Gruppenspiele, 1 x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale, 1 Halbfinale

    2017 Getty Images

  • Boston/Foxborough: Gillette Stadium
    Kapazität: 68.756 
    WM-Spiele: 7 (5 Gruppenspiele, 1 x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale)

    2018 Getty Images

  • Dallas: AT&T-Stadium
    Kapazität: 80.000 bis 108.713 
    WM-Spiele: 9 (5 Gruppenspiele, 2x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale, 1 Halbfinale)

    2010 Getty Images

  • Houston: NRG Stadium
    Kapazität: 71.500 
    WM-Spiele: 7 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2007 Getty Images

  • Kansas City: Arrowhead Stadium
    Kapazität: 76.416 
    WM-Spiele: 6 (4 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale)

    2011 Getty Images

  • Los Angeles: SoFi Stadium
    Kapazität: 70.270 (bis zu 100.240 Plätze) 
    WM-Spiele: 8 (5 Gruppenspiele, 2x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale)

    getty

  • Miami: Hard Rock Stadium
    Kapazität: 65.326 
    WM-Spiele: 7 (4 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale, Spiel um Platz 3)

    2017 Getty Images

  • New York/New Jersey: MetLife Stadium
    Kapazität: 82.500 
    WM-Spiele: 8 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale, Finale)

    2016 Getty Images

  • Philadelphia: Lincoln Financial Field
    Kapazität: 69.176 
    WM-Spiele: 6 (5 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale)

    2017 Getty Images

  • San Francisco: Levi's Stadium
    Kapazität: 68.500 
    WM-Spiele: 6 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32)

    2016 Getty Images

  • Seattle: Lumen Field
    Kapazität: 67.000 
    WM-Spiele: 6 (4 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2016 Getty Images

  • Guadalajara/Mexiko: Estadio Akron
    Kapazität: 45.500
    WM-Spiele: 4 (4 Gruppenspiele)

    getty

  • Mexiko City/Mexiko: Aztekenstadion
    Kapazität: 81.070 
    WM-Spiele: 5 (3 Gruppenspiele, darunter das Eröffnungsspiel, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2017 Getty Images

  • Monterrey/Mexiko: Estadio BBVA Bancomer
    Kapazität: 51.000
    WM-Spiele: 4 (3 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32)

    imago

  • Toronto/Kanada: BMO Field
    Kapazität: 30.991
    WM-Spiele: 6 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32)

    getty

  • Vancouver/Kanada: BC Place Stadium
    Kapazität: 21.000 - 54.320 
    WM-Spiele: 7 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2020 Getty Images


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WM 2026: Spanien-Coach verdient Respekt

De la Fuente ist definitiv nicht vorzuwerfen, einen persönlichen Groll gegen Real-Spieler zu haben. Dafür ist die eine umstrittene Nichtnominierung von Huijsen zu wenig.

Vielmehr hat er gezeigt, dass er keine Angst vor unpopulären Entscheidungen hat, sondern unabhängig vom Klub die besten Spieler auswählt. "Ich bin Nationaltrainer, ich habe keinen Lokalpatriotismus", erklärte er selbst. Damit ist alles gesagt.

Denn sind wir ehrlich: Wenn bei Real jemand die Kohlen aus dem Feuer geholt hat, waren das Kylian Mbappé, Vinicius Junior, Federico Valverde oder Thibaut Courtois - nicht aber ein Spanier.

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