Bundesliga
VfL Wolfsburg: Etatkürzung, Spielerverträge, Trainer - Wie geht es nach dem Abstieg weiter?
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von Luis Woppmannran Fußball Bundesliga
VfL Wolfsburg - Kabinenstimmung nach Abstieg: "Tränen fließen"
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Der VfL Wolfsburg ist nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn aus der Bundesliga abgestiegen. Dadurch steht im Sommer ein Riesen-Umbruch an.
Es ist passiert. Der VfL Wolfsburg muss nach 29 Jahren in der Bundesliga erstmals den Gang ins deutsche Unterhaus antreten. Seit der Saison 1997/98 spielten die Wölfe ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse - länger waren nur der FC Bayern (61 Saisons), Borussia Dortmund (50 Saisons) und Bayer 04 Leverkusen (47 Saisons) in der Liga.
Doch was bedeutet der Abstieg für den Verein und die Kaderplanung in der nächsten Saison?
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VfL Wolfsburg: Etat für die nächste Saison eingekürzt
Bereits vor zwei Monaten hatte VW-Boss Oliver Blume im Hinblick auf die enttäuschende Leistung der Mannschaft und der anhaltenden Krise des Autokonzerns angekündigt, dass es eine große Analyse der bisherigen Beteiligung geben werde: "Wir werden alles auf den Prüfstein stellen und ich denke, dass es nur gerecht ist, sowas zu machen", sagte der 57-Jährige bei "ntv".
Damals war Blume noch optimistisch, dass sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking trotz der Seuchensaison noch in der Liga halten kann: "Wir müssen jetzt positiv denken und werden uns dann zu einem gegebenen Zeitpunkt, wenn wir am Ende der Saison stehen, dann natürlich schon überlegen, wie es dort weitergeht."
Und weiter: "Der VfL Wolfsburg ist ein Volkswagen-Klub und wird das auch in Zukunft bleiben. Wir werden uns dann ganz genau die Karten legen, wie es weitergehen sollte, wenn es nicht funktioniert. Aber erst mal bin ich ein Optimist und hoffe, dass wir das am Ende schaffen werden."
In der abgelaufenen Saison steckte die Volkswagen AG rund 80 Millionen Euro in den Verein. Mit einem jährlichen Trikotsponsor-Betrag von rund 70 Millionen Euro steht die Firma deutlich über dem Rest der Liga - auch über Telekom beim FC Bayern (50 Millionen) und Red Bull bei RB Leipzig (35 Millionen).
Laut "Bild"-Informationen soll dieser Etat in der kommenden Saison auf rund 55 Millionen Euro gesenkt werden. Dieses fließt allerdings nicht ausschließlich in die Herrenmannschaft, sondern auch in Jugend, Infrastruktur und die Frauenmannschaft. Dennoch würde das verfügbare Geld ein Rekordetat in der 2. Bundesliga bedeuten.
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Spieler und Verträge
Laut "Bild"-Informationen haben alle VfL-Spieler einen gültigen Vertrag für das deutsche Unterhaus. Allerdings müssen die Profis demnach auf 35 Prozent ihres Gehaltes verzichten.
Der Großteil der Verträge läuft auch noch bis mindestens nächsten Sommer. Diesen Juni enden lediglich die Arbeitspapiere von Jonas Wind, Kevin Paredes und Jan Bürger. Zudem kehren Jeanuël Belocian, Adam Daghim, Jesper Lindström und Jenson Seelt nach ihrer Leihe aller Voraussicht nach zu ihren Stammvereinen zurück.
Top-Spieler wie Patrick Wimmer (15 Millionen Marktwert, Vertragsende 2027), Kamil Grabara (12 Millionen, 2028), Lovro Majer (10 Millionen, 2028), Sael Kumbedi (12 Millionen, 2029), Mohamed Amoura (27 Millionen, 2029), Konstantinos Koulierakis (25 Millionen, 2029) oder Christian Eriksen (drei Millionen, 2027) sollen trotz ihrer teils noch lange laufenden Verträge allerdings wohl verkauft werden - ein Großteil von Ihnen wäre ohnehin nicht zu halten.
Den Wölfen droht dadurch ein Ausverkauf zum Billigpreis, ähnlich wie es Schalke 04 und Hertha BSC bei ihren Abstiegen in den Spielzeiten 2020/21 und 2022/23 erging. Spieler wie Dodi Lukebakio, Lucas Tousart oder Ozan Kabak mussten damals häufig weit unter dem Marktwert verkauft werden.
Trainerfrage in Wolfsburg ungeklärt
Zuletzt die Frage: Wer steht in der kommenden Saison an der Seitenlinie? Der Vertrag von Dieter Hecking läuft im Sommer aus. Wie die "Bild" Anfang des Monats berichtete, soll es allerdings einen internen Plan geben, Hecking zu befördern und ihn im Amt des Geschäftsführer einzusetzen.
Anfang März hatte der Verein den bisherigem Geschäftsführer Peter Christiansen entlassen, seitdem wurde der Posten nicht neu besetzt. Auch eine Rolle als eine Art Berater soll demnach im Gespräch sein - ersteres Szenario soll aber wohl bevorzugt werden. Ob sich diese Pläne nach dem Abstieg geändert haben, ist unklar.
Kurz vor den beiden Relegationsspielen vermeldete der "kicker", dass Tonda Eckert vom englischen Zweitligisten FC Southampton und Enrico Maaßen vom Schweizer Vizemeister FC St. Gallen ein Thema bei den Wölfen sein sollen.
Zudem stünden Dino Toppmöller (zuletzt Eintracht Frankfurt), Alexander Blessin (St. Pauli), Danny Röhl (Glasgow Rangers) und Dietmar Kühbauer (LASK) auf der Liste der möglichen Trainerkandidaten.
Durch den Abstieg ist es wahrscheinlich, dass einige Kandidaten wieder von der Liste gestrichen werden müssen und sich der VfL anderweitig umsehen muss. Eine Entscheidung wird es daher wohl vorerst nicht geben.
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