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Serie A

Juventus Turin im Derby-Chaos: Ultras stellen Mannschaft Ultimatum

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

2. Bundesliga

Essen-Fans verhöhnen Schalke: Fanmarsch mit Pyro und Feuerwerk

Videoclip • 01:04 Min


Das Turiner Derby zwischen dem FC und Juventus wurde bereits im Vorfeld von Tumulten überschattet. Später sollen die Juve-UItras der Mannschaft ein Ultimatum gestellt und mit einem Platzsturm gedroht haben.

Schwere Ausschreitungen haben das Turiner Derby zwischen dem FC Turin und Juventus (2:2) überschattet. Laut italienischen Medien versuchten Juve-Ultras sogar, einen Boykott des Spiels zu erzwingen, und forderten Kapitän Manuel Locatelli auf, nicht anzutreten.

Zuvor war es in der Innenstadt zu massiven Krawallen zwischen beiden Fanlagern gekommen. Dabei wurden Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper eingesetzt. Ein 36 Jahre alter Juventus-Anhänger erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen und musste notoperiert werden. Zudem wurden mehrere Personen, darunter vier Polizisten, verletzt. Die Polizei griff mit einem Großaufgebot ein und nahm acht Personen fest.

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Die Situation wirkte sich auch auf das Spiel aus: Juventus-Ultras blieben dem Stadion fern oder verließen es, während sie gleichzeitig Druck auf die Mannschaft ausübten.

Laut Berichten wandten sich die Fans während des Aufwärmens direkt an Kapitän Locatelli und verlangten, dass Juventus aus Protest nicht spielt. Sie sollen angeblich sogar signalisiert haben, für einen Platzsturm zu sorgen, wenn die Partie angepfiffen wird.

Juventus verpasst Champions League

Auch die Serie A zeigte sich alarmiert: Aus Sicherheitsgründen und aus Furcht vor weiteren Zwischenfällen wurde der Anpfiff verschoben. Statt wie geplant um 20.45 Uhr begann das Derby deutlich später. Erst gegen 21.30 Uhr kehrten die Spieler unter Buhrufen der verbliebenen Juve-Fans zum Aufwärmen zurück, der Anstoß erfolgte schließlich um 21.50 Uhr.

Sportlich endete das Derby 2:2. Juventus beendete die Saison damit als Tabellensechster und spielt in der kommenden Saison in der Europa League.

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